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Journal Sonntag, 18.10.2015

Bis zum Mittag allein mit dem Kind, Jott war mit ein paar anderen Müttern brunchen. Für den Notfall- also extremen Babyhunger, der auch durch Tragen und Möhrenbrei nicht zu besänftigen wäre- hatten wir gestern Milchpulver gekauft. Das kam aber nicht zum Einsatz, nach dem morgentlichen Stillen war Herr Schnuffke satt, glücklich und schläfrig und so verbrachten wir einen sehr entspannten Vormittag zusammen.

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Ab dem frühen Nachmittag war Jott wieder da, beschäftigte das Kind und schaufelte mir so etwas Zeit frei um die Programmier-Übungsaufgaben zu erledigen. Nachdem ich Freitag Abend und am Samstag Nachmittag verzweifelte und nicht weiterkam, hatte ich heute dann den gewünschten Erfolg und konnte die Aufgaben abschließen. Zwar ist der Lösungsweg nicht fehlerfrei und kann vermutlich auch wesentlich eleganter gegangen werden, aber das geforderte Ergebnis wird angezeigt. Am Dienstag findet der Vergleich mit den anderen Kollegen statt, ich bin sehr gespannt wieviel Zeit diese gebraucht haben. Bei mir sind es ungefähr fünf Stunden, die ich dafür aufgewendet habe.

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Zum Abend das Kind gebadet und beschlossen, dass wir zum Babyschwimmen gehen müssen.

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Kennen Sie bereits die duck army und die daraus entstandene duck bomb? Sollten Sie. Falls das Video zu lang ist: Einfach zu Minute 21:11 springen.

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Kinderfotos im Netz? Ja, bitte. muss ich nochmal genauer lesen. Beim kursiven Lesen nickte ich zwischendrin mehrmals, vor allem beim Fazit:

„Würdest Du dieses Foto von Dir selbst sehen wollen?“ ist eine Frage, die man sich stellen sollte. Und ebenso gut ist die Frage an ein Kind „Darf ich das veröffentlichen?“

Das ist nämlich die Herangehensweise, die ich bei Bildern von Herrn Schnuffke wähle: Würde ich selbst dieses Bild von mir veröffentlicht sehen wollen?

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Journal Samstag, 17.10.2015

Ein anstrengender, langer Tag voller Alltagspflichten. Drum bin ich froh, jetzt auf der Couch sitzen und Jack and the Giants gucken zu können.

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Journal Freitag, 16.10.2015

Scheinbar habe ich heute Nacht im (Halb-)Schlaf den Wecker ausgeschaltet. An das Klingeln zur gewohnten Uhrzeit habe ich keinerlei Erinnerung, als ich halb Sieben aufwachte war ich sehr verblüfft und etwas irritiert.

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Aus Gründen der Zeitersparnis kein Frühstück zu Hause, sondern to go. In der Nähe meines Büros gibts ja zum Glück genügend Auswahl für Frühstück und Kaffee.

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Der Bürotag war sehr ruhig, ich konnte tatsächlich ein paar Stunden am Redesign des aktuellen Projekts arbeiten und habe auch ein wenig geschafft. Zwar nicht alles, was ich mir vorgenommen habe, aber immerhin.

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In der morgendlichen Verpeiltheit die Tupperdose mit dem Mittagessen vergessen und daher auf dem Spittelmarkt Ravioli mit Pesto geholt. Die schlugen die Reste von gestern um Längen und sorgten für einen satten und zufriedenen Paul.

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Beim Begrüßen des Kindes zu Hause von seinem fröhlichen Lachen angesteckt worden. Das vertreibt zuverlässig die meisten Sorgen. Abends mit Jott noch zur Post, das Klamottenpaket wegbringen, und Döner fürs Abendessen holen. Wenn schon Frühstück und Mittag ohne Eigenaufwand stattfanden, dann aber bitte auch das Abendessen. Die Lust zum Kochen ist nach einem Arbeitstag bei mir eh nur minimal ausgeprägt, bei Jott dürfte das nach ihrem „Arbeitstag“ ähnlich aussehen (in Gänsefüßchen schreibe ich das nur, um kenntlich zu machen das es keine Erwerbsarbeit ist, auch wenn es in punkto Komplexität, Stressfaktor und der Menge der Aufgaben mindestens genau so zählt).

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Nachdem Kind und Wäscheständer versorgt, beziehungsweise zu Bett gebracht und mit frischer Wäsche bestückt, waren, die im Büro erhaltenen Übungsaufgaben bearbeitet. Im Endeffekt geht es darum, dass ich zusätzlich zu meinen Fähigkeiten programmieren lerne, das kann ich nämlich noch nicht. Es lief mittelprächtig, ich stelle mich bei sowas ziemlich dusselig an und so saß ich die meiste Zeit vor dem Rechner und musste mühselig herausfinden, wieso bestimmte Dinge nicht funktionieren. Dadurch lerne ich zwar auch, aber wenns in dem Tempo weitergeht sitze ich da Sonntag Abend noch dran.

Ich weiß immer noch nicht, wie ich es finden soll dass mein Arbeitgeber die Weiterbildung, die der Firma und ihren Projekten nutzt, in die Freizeit der Mitarbeiter auslagert. Sicherlich dient es, zumindest bei mir, dem Erreichen eines Zieles und den einhergehenden Veränderungen meines Arbeitsvertrages, aber eigentlich sollte es dafür meiner Meinung nach ein Zeitkontingent innerhalb der Arbeitszeit geben. Naja. Mal gucken wie das so funktioniert.

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Jetzt hundemüde und wieder viel zu spät ins Bett.

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Essensplan

Essensplan KW 42/43

Tag Gericht
Samstag Butternut-Lauch-Strudel
Sonntag Königsberger Hackpfanne
Montag Halloumi mit Pfannengemüse
Dienstag Gemüsesuppe
Mittwoch Gemüse-Kohlrouladen
Donnerstag Stulle
Freitag vegetarisches Gulasch (aus Deutschland vegetarisch)
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Journal Donnerstag, 15.10.2015

Im Büro die ToDo-Liste von gestern weiter abgearbeitet, ein paar Telefonate geführt, Projektdaten aktualisiert, Arbeit delegiert und am Nachmittag ungefähr zwei Stunden halbwegs okay die Arbeiten am Redesign des Website-Projekts weiterführen können. Rum kam dabei trotzdem nichts, das ist alles sehr langwierig (ein mehrere Jahre altes Bestandsprojekt, bestehend aus hunderten Dateien und mehreren zehntausend Zeilen Code von verschiedenen Entwicklern- es ist alles eher unschön). Morgen ist meine Teamleiterin wieder da, vielleicht habe ich dann mehr Ruhe.

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Eine sehr entspannte Mittagspause gehabt: Niemand hatte groß Lust auf Reden, und so lasen wir einfach alle in Ruhe auf dem Smartphone. Das war schön.

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Pünktlich 16 Uhr das Büro verlassen, um Jott ihren Timeslot für den Rückbildungskurs freizuschaufeln. Geplant war, das Kind während ihrer Abwesenheit erstmalig mit der Flasche zu füttern, einfach um zu testen wie das so ankommt.

Kurzform: Schlecht.
Längere Kurzform: Sehr schlecht.
Langform: Zuerst lief die Pre-Milch aus der Anti-Kolik-Flasche in den Flaschenwärmer, so dass es furchtbar nach angebrannter Milch stank und die halbe Küche klebte. Und dann hat die Milch dem Kind scheinbar so abartig geschmeckt, dass es sich vor Ekel schüttelte, versteifte und das Runterschlucken verweigerte. Zu guter Letzt war es also hungrig, durch die Flasche irgendwie angefixt und gleichzeitig verärgert weil es nur so olles Zeug gab das gar nicht schmeckte. Den Unmut hat der gute Herr Schnuffke dann lautstark bekundet und ließ sich nur durch Herumtragen besänftigen. Ich hoffe, das wird NIE seine Wirkung verfehlen.

Wie gesagt, eher unschön.

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Heute über das Softwareupdate irgendeines Tesla-Modells gelesen, dass den Autopiloten freischaltet, inklusive Beweisvideo des Autos im New Yorker Straßenverkehr. Ich mach drei Kreuze im Kalender, wenn selbstfahrende Autos endlich etabliert sind und hoffe, dass das eher morgen als übermorgen passiert.

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Viel wahres (finde ich) in diesem Interview mit Sahra Wagenknecht gelesen. Aber was weiß ich schon über Politik, (soziale) Marktwirtschaft oder Kapitalismus?

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Auf der Heimfahrt ein längerer Artikel im Tagesspiegel über Stammgäste im Zoo (Achtung: Öffnet die Druck-Ansicht bzw. löst ein Drucken-Dialogfenster aus. Muss aber sein, ansonsten gibts den Artikel nur auf sechs Seiten aufgeteilt). Sobald Herr Schnuffke etwas größer ist (oder wir entdeckt haben, welches Futter für unterwegs wir ihm anbieten können), gehen wir da wieder mal hin.

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Journal Mittwoch, 14.10.2015

Früh aufgestanden, früh ins Büro gefahren und dort den ganzen Tag keine ruhige Minute gehabt. Eigentlich war angedacht, weiter am Redesign der Website vom Montag zu arbeiten. Dazu kam es aber nicht, weil andauernd etwas passierte: Stetig im Wechsel meldeten sich verschiedene Dienstleister und Kunden zu unterschiedlichen Projekten, benötigten Kollegen Rückmeldungen und Klärungen, mussten Details besprochen und Sachverhalte geklärt werden. Die ToDo-Liste wuchs und schrumpfte im stetigen Wechsel und am Ende des Tages war zwar vieles in Sack und Tüten gebracht, aber das eigentliche Tagesziel eben nicht erreicht.

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SO komme ich dann vielleicht doch noch in absehbarer Zeit zum häufigeren Spielen.

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Neuen Kaffee bestellt: Yirgacheffe und Buna Dimaa. Da sich meine Vorräte bedenklich dem Ende zuneigen, hoffe ich auf eine baldige Lieferung.

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Am Abend zwei große Pakete mit Klamotten vom Nachbarn abgeholt, ganz viele Hosen und T-Shirts anprobiert, nicht ganz so viele davon für gut befunden und den Rest zum Rückversand zurück gelegt legen lassen.

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Journal Dienstag, 13.10.2015

Ein ganz normaler Tag ohne besondere Vorkommnisse. Es ist nichts, absolut GAR NICHTS, passiert.

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Zwei Lesetipps: Enno Lenze hat eine FAQ für besorgte Bürger erstellt. Da steht nochmal schön komprimiert alles drin, was man wissen muss um dumme Menschen zu entkräften. Und im Freitag gibt es eine Erklärung für die scheinbar besonders stark im Osten Deutschlands auftretenden Vorkommnisse von rassistischer Gewalt, brauner Hetze und eben jenen besorgten Bürgern. Klingt schlüssig und deckt sich mit dem, was ich als Ostkind so mitbekam und mitbekomme.

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Oh, da fällt mir ein: Ich habe einen Rasier-Termin! Da ich zu faul war mich zu rasieren neugierig war, wie mir ein langer Bart steht und ich mich daher seit laaaaanger Zeit nicht mehr rasierte, wird der Bart demnächst von Meisterhand in Form gebracht. Ich bin schon gespannt.

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12 von 12

Journal Montag, 12.10.2015 – #12von12 im Oktober

Heute war wieder ein #12von12-Tag. Informationen zu #12von12 gibts im Kännchenblog.

Kaffee!
Erstmal Kaffee. Während die Bohnen gemahlen werden, das Wasser aufkocht und der Kaffee zieht, räume ich die Küche auf. Darauf hatte ich gestern Abend keine Lust und so muss ich das jetzt machen, wenn ich frühstücken möchte.
Sonnenaufgang
Beim Zubereiten des Frühstücks habe ich die Gelegenheit, den Sonnenaufgang zu beobachten- zumindest den Teil, der nicht von Häusern und Bäumen verdeckt wird.
Schlafbaby
Herr Schnuffke ist auch schon wach, hat ebenfalls gefrühstückt und ist deswegen ziemlich zufrieden. Gute Voraussetzungen also, um ihn für den Tag umzuziehen. Danach puzzle ich noch ein wenig in der Wohnung herum und setze mich dann an den Rechner, um loszuarbeiten. Heute bin ich nämlich im Home Office, da Jott einen Termin hat und ich auf das Kind aufpassen werde.
Ballbaby
Im Laufe des Vormittags macht sich Jott auf den Weg zu ihrem Termin. Ich bespaße in der Zeit ihrer Abwesenheit Herrn Schnuffke. Wir spielen Ball, verstecken uns unter bunten Tüchern, drehen uns vom Rücken auf den Bauch und begucken das Wohnzimmer vom Boden aus.
Tragebaby
Nach einer Stunde wird das Kind quengelig. Ich packe ihn also trotz schwach ausgepräger Kooperationsbereitschaft in die Trage und bin gerade dabei, die Wohnung zu verlassen, als Jott Bescheid gibt dass ihr Termin schon wieder vorbei ist und sie bald zu Hause sei. Ich warte also noch etwas und laufe dann zusammen mit ihr los, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Herr Schnuffke schläft mittlerweile tief und fest.
Buchbaby
Als wir wiederkommen, gucken sich Jott und Herr Schnuffke unser neues Liederbuch an und Jott singt ein paar Lieder vor. Wir sind überrascht, bei wie vielen Liedern aus unserer Kindheit und Schulzeit wir nur noch die erste Strophe oder den Refrain kennen. Dank des Buches kann sich das bald ändern.
Home Office
Während Jott und das Kind Spaß haben, ziehe ich mich an den Computer zurück und nehme die Arbeit wieder auf. Ich baue bei einer bestehenden Website einige gestalterische Änderungen ein und lösche im Zuge dessen veralteten und teils fehlerhaften Code.
Kuchen
Am Nachmittag gibts eine kurze Kind-Kaffee-Kuchen-Pause.
Gnatzbaby
Gegen 18 Uhr ist an Arbeit nicht mehr zu denken. Herr Schnuffke ist sehr gnatzig, wir können es ihm nicht recht machen. Ich nehme Jott das brüllende Baby ab, stecke es wieder in die Trage und stapfe durch die Wohnung. Nebenbei höre ich die aktuelle Folge vom Der Weisheit Podcast.
Spinatnudeln
Nachdem das Kind zu Bett gebracht ist, können wir endlich Abendbrot essen. Heute gibt es Pasta mit Spinat-Sahne-Sauce und für Jott zusätzlich Lachs. Wir fotografieren uns gegenseitig beim Instagrammen und amüsieren uns über uns selbst.
Nach dem Essen geht es noch für einige Zeit an den Rechner, ich muss auf meine Stunden kommen. Auch wenn die Lust gegen Null tendiert und ich müde bin.
Heiße ZItrone
Nachdem die Arbeit erledigt ist, bereite ich für uns beide eine heiße Zitrone zu und beschließe, vorbildlichst gegen halb Zehn zu Bett zu gehen. Dann fällt mir ein, dass ich den Blogbeitrag für den heutigen Tag noch schreiben möchte. Also doch eher um Zehn. Oder halb Elf.
12von12
Es ist halb Elf. Mist.

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Journal Sonntag, 11.10.2015

Nach einer eher unruhigen Nacht beschloss das Kind um 6:40 Uhr, nach dem Stillen nicht mehr schlafen zu wollen. Aaaargh. Heldenhaft ließ ich Jott wieder einschlafen, schnappte mir also Herrn Schnuffke, machte erst ihn und dann mich halbwegs flott, spielte noch ein halbes Stündchen mit ihm und ging dann Frühstücksbrötchen holen. Unterwegs begegnete uns Partyvolk, dass dem Aussehen nach nach einer durchgefeierten Nacht auf dem Weg nach Hause war. Das war merkwürdig- jeder beäugte den anderen neugierig.

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Wieder zurück vom Bäcker fing das Kind an zu quengeln, ließ sich partout nicht beruhigen und machte das Schnäbelchen-Gesicht. Eine bessere Beschreibung fällt mir dafür nicht ein, zu sehr erinnert es an ein Vogelküken. Also ins Schlafzimmer gestiefelt, Jott das Kind übergeben, selbst ebenfalls gefrühstück und anschließend wieder ins Schlafzimmer und das Kind abgeholt, damit die Frau noch etwas schlafen kann.

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Den restlichen Vormittag mit Herrn Schnuffke gespielt, viel auf dem Boden herumgekrabbelt, merkwürdige Geräusche gemacht und Unterricht im Robben gegeben. Scheinbar befindet sich das Kind derzeit mitten in einer Wachstumsphase (laut dem Oh je, ich wachse-Buch ist es der vierte Schub), was die wechselnden Launen und das häufige Verlangen nach der Brust erklärt.

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Gegen Mittag packten wir uns und das Kind dick ein und brachen zu einem Spaziergang auf. Jott hatte die Tage gesehen, dass in der etwas weiteren Nachbarschaft in sehr schöner Lage Altbauten saniert und verkauft werden, dass wollten wir uns angucken. Haben wir dann auch, und wie es der Zufall wollte kamen wir sogar dazu eine 3-Zimmer-Musterwohnung zu besichtigen. Die war auch schön, aber preislich jenseits von Gut und Böse. 3000 Euro pro Quadratmeter sind ’ne Stange Geld, und ich bin etwas skeptisch ob eine Wohnung von ungefähr 100 Quadratmeter für eine mehrköpfige Familie tatsächlichb ausreicht- bei einem Kind solls ja eigentlich nicht bleiben. Zwar ließe sich an der Zimmeranzahl durch das Versetzen von Trennwänden noch etwas drehen, aber so ganz wohl ist mir dabei nicht. Abgesehen davon erfüllt mich die Vorstellung, 30 Jahre lang einen Kredit abzubezahlen mit Unbehagen. In dieser Zeit kann so viel passieren… Und zusätzlich bekommt man für 300.000 Euro etwas weiter draußen in Brandenburg ein Haus mit Garten. Und ewig zur Arbeit fahren müsste man von da auch.

Das Thema ist kompliziert, Sie merken schon.

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Auf dem Rückweg war die Geduld des Kindes erschöpft. Hatte es bei der Wohnungsbesichtigung noch geschlafen, wurde es auf dem Weg nach Hause zusehends unleidlicher und ließ sich die letzten 300 Meter nur noch durch Tragen besänftigen. Immerhin schlief es nach dem Stillen etwas länger (Yeah! Wir haben das Kind tatsächlich müde gespielt!) und ließ Jott und mir Zeit, um in Ruhe Mittag zu essen und etwas zu verschnaufen.

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Den restlichen Tag verfaultiert: Mit dem Kind gespielt, ein wenig aufgeräumt, am Computer Sachen gemacht, etwas gelernt, das Kind gebadet und am Abend die Gotham-Folgen der letzten beiden Wochen nachgeholt.

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Journal Samstag, 10.10.2015

Ein sehr geschäftiger Samstag. Neben diversen Einkäufen haben wir unseren neuen Hochstuhl für das Kind (ein Peg Perego Prima Pappa Zero 3*, in dem das Kind auch halb liegen kann) von der Post abgeholt, zusammengebaut und mit Kind ausprobiert. Scheint zu funktionieren, Herr Schnuffke hat jedenfalls sehr große Augen gemacht als er zur Kaffee- und Kuchenzeit mit uns am Tisch sein konnte. Ich finde das auch schön, wenn wir nun zu dritt am Tisch sitzen.

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Wohnungsgrundreinigung erledigt. Wenn das Ergebnis doch nur länger vorhalten würde!

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Zu allen Einkaufsgängen das Kind in der Trage durch die Gegend getragen, da kamen locker drei Stunden zusammen. Jetzt: Ein leichtes Ziehen im Rücken.

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Des Abends den Drängen, entweder um halb Neun schlafen zu gehen ODER noch ein Stündchen zu spielen, widerstanden und noch gute anderthalb Stunden gelernt.

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Mit Jott beschlossen, dass morgen ein Faultiertag wird.

* Was für ein Namen. Wenn der Stuhl zusätzlich noch ins All fliegen könnte, ich wäre nicht verwundert.