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Dienstag, 08.09.2026

Bürotag, nach langer Zeit mal wieder. Ich freute mich rauszukommen, diese Freude übertrag sich offenbar auch auf die Arbeit: Ich schaffte richtig viel, ungefähr 20 kleine Todos UND dann noch erhebliche Fortschritte bei der Doku für das Anforderungsmanagement. Besonders freute mich, dass unsere Prozess-Beauftragte im gemeinsamen Check meinte, dass die Doku super ist und Hand und Fuß hat.


Ein die Tage bei ebay gekauftes iPhone 11 in weiß kam heute an– bzw. nicht. Beim Auspacken lag ein iPhone 8 in gold im Paket. Ich schrieb den Verkäufer an und beantragte eine Rücksendung. Mal schauen wie sich das entwickelt.


Abends Couching mit Jott, wir schauten Crime 101 zu Ende und waren beide vom Ausgang des Films unterwältigt. Wir mögen keine (semi-)offenen Enden, sondern brauchen noch einen handfesten Ausblick wie es weitergeht. Den gabs in dem Film nur so halb…

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Montag, 07.09.2026

Urlaubstag. Jott und ich lösten ihr Geburtstagsgeschenk ein– zwei Tagestickets für die Basketball-WM der Frauen.
Dem vorausgegangen war etwas Planung im Zuge derer ich ein Diagramm erstellte um zu sehen, wer wann wo sein muss. Immerhin ging es um sechs Personen, vier Basketballspiele, Fahrtzeiten, die Heimkehr der Kinder von der Schule sowie die An- und Rückfahrt von 2/3 der Kinder zum und vom Schwimmtraining.


Gemeinsam vor und nach dem Frühstück gearbeitet (couple things), dann zur Uber Arena gefahren und Belgien gegen Australien angeschaut.
Ich weiß von Basketball nur, dass der Ball in den Korb muss (Das Runde muss ins Runde!) und es super schnell hin und her geht. Aber das tut ja nichts zur Sache wenn man (wie ich) einfach nur eine gute Zeit mit Jott haben wollte. Wir hatten tolle Plätze, hörten das Quietschen der Schuhe und gelegentlich sogar die Spielerinnen rufen.
Die Stimmung war gut, im Publikum gab es viele Belgier:innen und nur wenige Australier:innen was man krass deutlich hörte. Das Spiel ging wirklich fix hin und her, ich war angemessen beeindruckt und hatte nur vom Zuschauen schon Schmerzen in den Knien und Knöcheln. Viele Musikeinsätze an (für mich sehr fragwürdigen) Stellen, aber Jott holte das voll ab– ich scherzte, dass sie quasi nur für die Musik da sei.
Zur Spielqualität kann ich nicht viel sagen, auf mich wirkte der belgische Sieg aber hochverdient.
Hat Spaß gemacht, gern wieder.


Herbst nach dem Spiel: Es regnete bei frischen 16°C, darauf waren wir nicht vorbereitet.


Nach unserer Rückkehr hingesetzt und mit tatkräftiger Hilfe von Claude einen Brief an die Schulleitung geschrieben, in dem wir sehr deutlich unsere Verwunderung und unsere Befürchtungen bzgl. Js neuer Klassenlehrerin kund tun sowie die Schule darum bitten, die noch zu Ms Zeiten angekündigten (disziplinarischen) Maßnahmen zu schildern damit solche Vorfälle sich nicht wiederholen.


Im Anschluss Sport auf dem Wuhlespielplatz, zeitgleich brachen Jott und ihre Mama zu den Abendspielen auf. Ich hatte eigentlich noch Deutschland – Mali gucken wollen, aber Jotts Mama meinte, man muss eher die USA sehen. Weil sie sehr lebhaft und kundig argumentierte und deutlich investierter war als ich, gab ich also mein Ticket an Jotts Mama ab und hatte einen chilligen Abend nach dem Sport, während die beiden die Spiele schauten und Spaß hatten. Mir wär das auch zu spät gewesen, Jott war wohl erst um 23 Uhr zu Hause– da schlief ich schon.


M und G fuhren allein zum Schwimmtraining und allein auch wieder zurück. Lief sehr gut, ich freute mich und tat das den Kindern auch kund.

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Sonntag, 06.09.2026

Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen wie cool ich das finde: Ein Finne lernt seit zwei Jahren autodidaktisch Sumerisch und hat das britische Museum in London mit der Bitte um Unterstützung angeschrieben. Nicht etwa per Mail oder Brief, sondern er hat dem Museum eine selbstbeschriebene Tontafel geschickt:

To the museum, tell them thus
[name redacted] speaks so.

I am a young/apprentice scribe.
I ask for a sumerian teacher
From the sumerian teacher I ask for understanding.

Send your tablet to the land of Finland.

In [city name redacted] next to [city name redacted] I wait.
Into the house of tablets in the [city name redacted] send your tablet.

What do I write right?
What do I write wrong?
Reply!

Summer – year 2026

Das bereitet mir SO VIEL Freude.


… ansonsten waren A, S und E seit laaaanger Zeit mal wieder bei uns. Wir aßen Spaghetti Bolognese und lauschten ihren Urlaubserzählungen: Sie waren über drei Wochen hinweg mit einem Camper zur Sonnenfinsternis nach Spanien und zurück gefahren. Klang nach einem tollen Abenteuer für sie und nach NICHTS, was Jott und ich jemals machen möchten (die Enge, das Gebundensein, die fehlenden Schlechtwetteralternativen).

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Samstag, 05.09.2026

Ruhige Nacht, obwohl ein Kind im Wohnzimmer schlief und Gs Übernachtungsfreundin offenbar bereits 4:30 Uhr wach war. Jott und ich konnten jedenfalls ein bisschen länger schlafen als unter der Woche.


Nach dem Frühstück Jott zu ihrer Brunch-Verabredung verabschiedet. Zeitgleich gingen die J, G und ihre Freundin raus, um am Wuhlespielplatz ihr Baumhaus weiter zu bauen und zu spielen. M chillte im Kinderzimmer, so hatte ich ein bisschen Ruhe um die Todo-Liste abzuarbeiten.


Nachmittags Sport. Die Herzfrequenz und auch der Ruhepuls waren gestern und in der Nacht zu heute wieder im normalen Bereich, also probierte ich’s einfach aus. Lief gut, es war ein bisschen anstrengender als sonst, aber das schob ich auf die dann doch etwas längere Pause.


Die UN hat eine Resolution verabschiedet, dass künftig die Equal-Earth-Weltkarte statt der Mercator-Projektion verwendet wird.

Find ich gut, ich hätte im April nicht gedacht das das so schnell verabschiedet wird.

Auf map-projections.net kann man beide Projektionsmethoden übereinanderlegen, so kann man gut die Unterschiede und die Verzerrungen der Mercator-Projektion sehen.

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Freitag, 04.09.2026

Den Arbeitstag zwischen Arbeit und Dokumentation für das ISO-Audit Anfang Oktober verbracht.


Schlechte Nachrichten zum Wochenende. Ms ehemalige, furchtbare, Klassenlehrerin soll bei J die Klassenleitung übernehmen. Für die nächsten drei Jahre! Mir unverständlich, wie so eine offensichtlich ungeeignete Person weitehrin auf die Kinder losgelassen wird. Wir werden das nicht mittragen und überlegen nun, was wir machen können.


Weil unser Geschirrspüler immer wieder mitten im Programm abbricht, kam heute erneut ein Handwerker. Beim letzten Besuch vor zwei Wochen hatte er vermutet, dass der Magnet im Schließmechanismus magnetische Kraft verloren hatte, der Spüler deswegen bei kleinen Erschütterungen den Kontakt zwischen Tür und Schließvorrichtung am Gerät verliert und daher unterbricht (quasi weil durch den Kontaktverlust das Signal „offen“ gesendet wird). Der Teile-Austausch des Schließteils brachte führte leider nicht zu einer Verbesserung, auch mit dem neuen Schließteil unterbrach der Spüler wiederholt seine Arbeit. Sehr blöd. Wir bekommen nun einen neuen Geschirrspüler, mal schauen wann es soweit ist. Bis dahin behelfen wir uns mit einem gegen den Geschirrspüler gestellten Stuhl, der Druck gegen die Tür ausübt.


Das Schwimmtraining für G und M beginnt wieder. G ist nun in Ms Gruppe, die beiden können fortan gemeinsam hinfahren. M ist davon nicht so angetan, weil er Allein-Zeit verliert und von seiner Schwester genervt ist, das ließ er heute auch raushängen. Ich begleitete die beiden weil G aufgeregt war und sich Unterstützung gewünscht hatte. Ab nächster Woche fahren sie allein, ich hoffe M berappelt sich ein wenig und lässt seine Genervtheit nicht ständig raushängen.


Abends kam eine Freundin von G zum Übernachten vorbei. Es gab Pizza, die Kinder guckten Eat Pray Bark und gingen spät ins Bett.


Später mit Jott „Crime 101“ angefangen, mittendrin abgebrochen weil die Mit-Coucherin immer kleinere Augen bekam…

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Donnerstag, 03.09.2026

Home Office, es war entspannt und ruhig, ein Traum. Ich fühlte mich am Ende des Tages tatsächlich nicht komplett erschöpft (und konnte prompt nicht gut einschlafen).


G und J hätten Nachmittags an einem Judo-Probetraining teilnehmen können/sollen, daraus wurde leider nichts– als wir in der Halle ankamen hieß es, dass die Gruppe leider schon voll sei. Arg entgeistert gewesen, das war Jott am Telefon anders erzählt worden.


Abends die Kinder ins Bett gebracht und gechillt (gelesen/gespielt), Jott war zum Team-Bowling-Abend und kam erst spät wieder.

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Mittwoch, 02.09.2026

Dritter Weiterbildungstag. Lief so ab wie die letzten Tage, viel von Powerpoint-Folien abgeschrieben. Lerneffekt eher gering ausgeprägt, die Musterprüfung trotzdem (sehr knapp) bestanden. Reicht mir nicht, ich muss mich mit dem Thema nochmal auseinandersetzen (… wann?) um mit mehr Zuversicht in die Prüfung gehen zu können und das Gefühl zu haben, kein Hochstapler zu sein.


Andererseits: Im Großen und Ganzen mache ich vieles (intuitiv/aus der Erfahrung heraus) richtig, es läuft ja im Berufsalltag. Ich könnte mit dem Überblick, den ich in den letzten drei Tagen erlangt habe, nun natürlich anknüpfen an den Stellen, die noch nicht optimal laufen und Verbesserungen implementieren.


Weiterhin zu hohe Herzfrequenz. Allerdings wars auch warm, die Tage sind stressig… Morgen ist Home Office ohne Termine, mal gucken wie es dann aussieht.
Wenns nächste Woche nicht besser ist, geh ich zum Arzt.

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Dienstag, 01.09.2026

Zweiter Weiterbildungstag. Sehr ernüchtert, weil wir die meiste Zeit von Powerpoint-Folien ins Handbuch übertragen, während der Coach ein bisschen erzählt. Mhm. Ich habe Zweifel, ob das die beste Lehr- und Lernmethode ist und fragte mich so nebenbei, wie das besser gehen könnte, kam aber auf keine befriedigende Lösung. Ziel des Seminars ist die Vorbereitung auf die Prüfung, da ists vermutlich schon am sinnvollsten die Inhalte reinzuprügeln damit die Leute den Überblick erlangen und bei Interesse dann selbst Schwerpunktthemen vertiefen.
Ohne Eigeninitiative gehts nicht.


Auf die Berliner Messstationen fielen seit Anfang Juni zwischen 118 (Tempelhof) und 188 (Dahlem) Liter pro Quadratmeter, seit Jahresbeginn waren es je nach Kiez – ohne die Schauer gestern – zwischen 270 und 354 Liter.

Gemäß dem langjährigen Klimamittel hätten uns bisher etwa 400 Liter pro Quadratmeter zugestanden; gebraucht hätten wir wegen der trockenen Vorjahre und der hohen Temperaturen noch viel mehr. Im Vergleich zum historischen Durchschnitt war der Juni mehr als drei Grad zu warm – und brachte mit 39,9 Grad die ärgste je an einer Berliner Station gemessene Hitze. Am BER waren es laut Deutschem Wetterdienst sogar bis zu 40,3 Grad. Der Juli lag haarscharf über der langjährig normalen Temperatur, der August etwa zwei Grad darüber. Mit 23 heißen Tagen (ab 30 Grad aufwärts) gab es fast doppelt so viele wie einst üblich.

Die weiteren Aussichten: Die Auswirkungen des Klimawandels werden Berlin auf Jahrzehnte mit einer Dringlichkeit beschäftigen, die sich bisher nur erahnen lässt. Zumal weder Hitzevorsorge noch Wassernachschub auf lange Sicht auch nur ansatzweise geregelt sind.

Quelle: Tagesspiegel Checkpoint Newsletter vom 01.09.2026

… vielleicht sollte ich besser schwedisch statt italienisch lernen, damit wir, wenns in Berlin nicht mehr auszuhalten ist, nach Schweden auswandern können?


Beim Mittagessen die anstehenden Wahlen besprochen und gemerkt, wie oberflächlich mein Wissen bei vielen Punkten ist. Da müsste ich auch mal was gegen machen, aber ach… Es ist ja nicht so, dass ich gänzlich uninformiert bin, es ist eher so das die meisten Themen so komplex sind das ich nicht das Gefühl habe sie zu durchdringen und mir eine Meinung bilden zu können.

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Montag, 31.08.2026

Statt Home Office oder ins Büro gings heute zum Anhalter Bahnhof zur „Certified Professional for Requirements Engineering“-Weiterbildung. Anforderungsmanagement, also (u.a.) Erheben, Dokumentieren, Validieren und Verwalten von Anforderungen. Ich verspreche mir davon einen generellen Überblick über Anforderungsmanagement, Einblicke in den Methoden- und Werkzeugkoffer und hilfreiche Praxistipps.
Das ist mE auch in Zeiten von KI super relevant, denn Anforderungen (auch an KI-Tools/-Agenten) zu erfassen und weiterzuverarbeiten ist in meiner Vorstellung recht zukunftssicher.

Die Gruppe ist sehr groß (19 Leute inklusive mir), das überraschte uns alle. Mit mir sind noch zwei Kolleg:innen dabei, die sich ebenfalls angemeldet hatten nachdem ich davon erzählte.

Los gings mit einer allgemeinen Einführung (was, wieso, Glossar/Wording), in der zweiten Tageshälfte behandelten wir das Aufnehmen von Anforderungen und dann war auch schon Schluss. Der Tag ging recht fix rum, mir schwirrte danach der Kopf.
Ich hoffe, dass wir die nächsten Tage (zwei folgen noch) nicht nur Begriffe von der Powerpoint-Präsentation des Trainers in das ausgeteilte Handbuch übertragen müssen– daraus bestand heute der größte Teil des Tages.


Nach ein paar Monaten Pause habe ich heute morgen in der Bahn wieder angefangen, mit der Babbel-App italienisch zu lernen. Mir ist in den letzten Wochen klar geworden, dass es vor allem die Kontinuität ist, die für Lernfortschritte sorgt– das tägliche Beschäftigen mit der Materie. Selbst wenns dann nur 10 Minuten sind. Außerdem stimme ich mich so auf den Sprachkurs ein, der nächste Woche Donnerstag startet :)


Mittagessen am Hotelbuffet. Könnt ich mich dran gewöhnen.


Zu Hause war die Luft raus, ich war ganz schön k.o. am Ende des Tages.


Weil Herzfrequenz und Ruhepuls noch nicht wieder im Normalbereich angelangt sind, werd ich Sport noch ein paar Tage aussetzen und erst wieder einsteigen, wenn sich alles (einigermaßen) normalisiert hat (auch wenns mir schwer fällt weil ich Sorge habe, diese Gewohnheit zu verlieren und es mir vor dem Wiedereinstieg nach einer Pause graut).

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Sonntag, 30.08.2026

Schreck am Vormittag: Auf dem Nachbarsgrundstück brannte eine große blaue Papiertonne. Ich entdeckte das, weil die ganze Wohnung nach Rauch roch und ich im Haus und auf dem Grundstück schaute ob es irgendwo brannte. Zum Glück hatten Nachbarn schon die Feuerwehr gerufen; in den zwei Minuten die ich brauchte um wieder reinzugehen, die Kinder zu informieren und gemeinsam rauszulaufen war das Feuer schon gelöscht.
Was für ein Schreck. Gut, dass nichts passiert ist.


Gegen Mittag nach Müggelheim zum von Jott organisierten Grilldate gefahren und den (Nach-)Mittag essend und erzählend verbracht. Die Kinder spielten, aßen, spielten, aßen… usw usf.


Wir checkten außerdem ab, ob der Garten ggf. eine geeignete Location für unsere 100-Jahr-Feier sein könnte. Nächstes Jahr werden Jott und ich nämlich beide 40, außerdem sind wir dann 20 Jahre ein Paar– zack, 100 Jahre. Leider war der Garten dann doch zu klein für die geplante Gästemenge, wir müssen wohl weiter die Augen offenhalten bzw. vielleicht doch unfassbar viel Geld (Jott hat schon Erkundigungen eingezogen, mir wird bei den Summen sehr blümerant) in die Hand nehmen um eine Location zu mieten (und Catering).


Am Vorabend zurück zum Sonntagabendprogramm: Kinder baden, Nägel schneiden, Fernsehabend. Die drei schauten „Der Hobbit“ und waren offenbar begeistert. Vielleicht können wir demnächst mal „Der Herr der Ringe“ gucken, das würde mich freuen.


Den restlichen Abend lesend/schreibend verbracht, weder Jott noch mir war nach Geräuschen.