Firmenweiter Teamtag. Ich (bzw. wir alle) mussten nach Spandau fahren. SPANDAU. 1h15m war ich unterwegs, meine Güte.
Vor Ort Staunen über die riesige Menschenmenge, 500 Kolleg:innen waren gekommen. Im normalen Arbeitsalltag bzw. im Büro vergesse ich leicht, dass der Laden ziemlich groß ist.
Gestern noch im Tagesspiegel-Newsletter gelesen, heute am U Wilmersdorfer Straße gesehen: Das Wahlplakat von Kevin Steuer, CDU-Direktkandidat in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Ich fands sympathisch, mein Kritikpunkt ist nur, dass das Plakat nicht sagt, wieso man ihn wählen soll. Aber das er deswegen offenbar Hasskommentare und Morddrohungen erhält, ist furchtbar.
Das Programm des Teamtags bestand aus Reden der Geschäftsführung, einer Keynote, einem Panel zu KI in dem sich interne Experten und der GF eines unserer größten Kunden austauschten und „Zukunftswerkstätten“– Mitmachformaten. Ich informierte mich zu CliftonStrengths (das wird offenbar demnächst eingeführt), hörte dem Keynote Speaker beim Sprechen über KI („KI– aber richtig“) zu und lernte anschließend etwas über Atemtechniken bei einer „Breathwork“-Session (was es nicht alles gibt).
Keynote und „KI– aber richtig“ fand ich richtig gut. Der Speaker war Christoph Burkhardt. Er sprach darüber, was KI-Tools können und was sie nicht können und wo der Mensch im KI-Zeitalter weiter benötigt wird (Kreativität, Entscheidungen, Fakten). Fand ich nachvollziehbar und schlüssig.
Seine Session bestand im Endeffekt aus einem langen Q&A, wir als Gruppe fanden es nämlich besser ihn mit Fragen zu löchern (z.B. seine Einordnung zu den Warnungen der Chefs der großen KI-Häuser, Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt u.a.). Die beantwortete er, schwenkte dann immer mal wieder auf sein mitgebrachtes Material und erzählte auf einer recht hohen Flughöhe, wie und wofür er KI-Tools nutzt.

Letzten Endes geht es um Selbstoptimierung, die Erhöhung des Outcomes seiner Arbeit/Zeit, das gezielte Lenken von Aufmerksamkeit und Energie. Ich war interessiert, positiv angetan, gleichzeitig aber auch ein bisschen ernüchtert weil es mir nicht gelang, seine Schilderungen auf meinen Arbeitsalltag zu übersetzen. Da fehlt mir vermutlich die Kreativität bzw. das unternehmerische Denken– mein Hauptgeschäft ist es eben nicht, Ideen auszudenken, zu verfeinern, Leuten diese Ideen als Konzept zu verkaufen bzw. sie zu Zukunftsthemen zu beraten. Vielleicht sollte ich mich mal mit einem LLM meiner Wahl darüber unterhalten, was ich machen kann.
Wieder einmal festgestellt: Alles, ALLES steht und fällt mit den Daten. Christoph Burkhardt hat z.B. ein second brain, in das er seit Jahren unfassbare Mengen an Infos reinkippt (Mails, Notizen, Gespräche). Wenn es keine sinnvollen Daten gibt, wirds schwierig.
Nach dem Abendessen gegangen. Zu viele Eindrücke, ich war mit den Nerven am Ende. Als dann noch die Band zu Spielen anfing und wir uns im großen Zelt anschreien mussten um uns zu verstehen, war das für mich. Also wieder ans andere Ende Berlins gefahren und noch ein bisschen mit Jott gecoucht.
Tiny changes – zwischen Lachen und Weinen geschwankt, weils mir so bekannt vorkommt. Wir haben ein großes firmenweites Designsystem. „Mal eben schnell“ ist da nicht, weil jede Änderung ganz viele andere Stellen betrifft…









