Mit Koffer in die Schule, J fuhr heute auf Klassenfahrt. Somit haben wir die Woche nur zwei Kinder zu Hause, das wird wie ein kleiner Urlaub. Bisschen besorgt ob J Abends schlafen wird– das war ja hier zu Hause problematisch weil laut, warm, hell… Auf Klassenfahrt wird das nicht großartig anders sein.
Keine Ergotherapie am Nachmittag, stattdessen einfach nur Feierabend ohne Verpflichtungen. Auch schön.
Mit G am Vorabend zum Sportmachen auf dem Wuhli aufgebrochen, nach ein paar Minuten wieder umgedreht weil uns beiden kalt war. Stattdessen zu Hause eingekuschelt.
Sehr gut geschlafen, wieder neun Stunden, das tut schon sehr gut. Nach einem entspannten Frühstück raus an den Strand und ein Stück Richtung Peenemünde gelaufen. Dem Fuß gings gut, Wanderschuhe + Einlagen + weicher Sand fühlten sich an wie auf Wolken zu laufen. Auf dem Rückweg aus Jux und Tollerei ein bisschen barfuß durchs Wasser gestapft, das war super für die Durchblutung und damit mir anschließend schön warm ist.
Zufällig den Berliner Fahrradmarkt entdeckt. Das könnte ’ne gute Alternative zu Kleinanzeigen sein, ich such ja ein neues Rad für G.
Nachmittags Anfragen nach Brainrot-Spielen von den Jungs. Ich hadere sehr damit… Es ist aus meiner Sicht völliger Quatsch, andererseits aber harmlos– nur weil ichs doof find kann ichs ja nicht guten Gewissens verbieten :/
Abends vor allem gelesen. Wir saßen im Erker, ich las in der Geralt-Saga und S spielte auf seinem Handy; ab und an fiel ein Wort. Wie so ein altes Ehepaar. Bester Abend.
Ausgeschlafen (ich liebs, ich schlafe wirklich, wirklich gern), ein halbes Stündchen im Bett gelesen (was für ein Luxus!) und Frühstück vorbereitet, zu dem sich dann auch S gesellte.
Vormittags bei schönstem Wetter (blauer Himmel, Sonne, bisschen Wind) am Strand spazieren gegangen mit überraschend vielen anderen Menschen. Sehr entspannend, sehr schön. Zu unserer Überraschung kamen wir an Strandabschnitten vorbei, an denen sich noch große Eisschollen türmten. Damit hätten wir nach den vergangenen warmen Tagen nicht gerechnet.
Die kleinen Freuden: Wir hatten uns gestern Kandiszucker gekauft und verteilten diesen nun an der Böschung. Leicht angefeuchtet sah er wirklich wie Bernstein aus, wir fanden uns sehr lustig und freuten uns bei der Vorstellung, wie die Leute stolz ihren gefundenen „Bernstein“ nach Hause tragen und erst später herausfinden, dass das Kandiszucker ist.
Nächstes Jahr mach ichs andersrum, da kauf ich im Vorfeld Bernsteinsplitter und verstreu die am Strand– quasi als ausgleichende Maßnahme.
Mittagessen mit den Resten vom Vorabend bzw. heutigen Frühstück, anschließend Kaffee und Füße hoch. Ich las den vierten Band der Geralt/Hexer-Saga zu Ende und begann den fünften Band, S ging mittendrin mit Kamera und Stativ runter ans Meer zum Möwen fotografieren. Nachdem ich genug gelesen hatte, folgte ich ihm, setzte mich am Wasser in die Sonne und freute mich übers Nichtstun.
Heldin des Tages war die Frau, die nach einem Strandspaziergang einfach anhielt, sich die Klamotten auszog und baden ging– bei vier Grad Wassertemperatur und lauter Zuschauern. Ich war voller Respekt, das möcht ich mich auch mal trauen.
Wieder zurück in der Ferienwohnung ruhten wir uns von den Strapazen des Nachmittags aus, ich las weiter bis in den Abend und kochte uns dann Abendessen (Pasta mit Bolognese). Im Anschluss gingen wir nochmal ’ne Runde mit den UV-Lampen an den Strand, fanden aber weiterhin nichts. Vielleicht ist Bernstein auch einfach nur eine Erfindung der Tourismus-Industrie.
Nochmal S’ krasse Taschenlampe. Hier reflektiert das Wasser den Strahl, wir waren hin und weg.
Abends endlich mal Tagesspiegel Plus abonniert, vor allem wegen der diversen Artikel zum Berliner Schulwesen bzw. regionaler Inhalte.
Kinder zur Schule bringen, Frühstück mit Jott und M (Donnerstags hat er erst zur 2. Stunde), packen, noch zwei Arbeitsmails verschicken, dann Sport auf dem Wuhlespielplatz mit Bienenbuddy.
Gegen Mittag mit S hoch an die Ostsee nach Zinnowitz; Mittagessen bei Mäcces in Anklam. Wir kamen bestens durch, staunten auf Usedom lediglich über den Verkehr von der Insel runter.
In Zinnowitz: Bezug der Ferienwohnung, kurzer Abstecher zum Strand, einkaufen im örtlichen Edeka, dann Abendbrot & runter zum Strand für Sternenfotos und die Nase in den Wind halten. Mit Bernstein wirds wohl nichts, der Strand ist sauber, der Wind nicht stark genug, das Wasser wohl schon zu warm.
S hat eine krasse neue Taschenlampe. Wir kicherten beide wie blöde, als er durch die Gegend leuchtete und der Lichtkegel in weiter Entfernung alles erhellte. Das muss ein ziemliches Männerding sein, ich kann mir kaum vorstellen das eine Frau ebenso reagieren würde.
Kurz nach Zehn ins Bett und quasi sofort eingeschlafen.
Keine Nachwirkungen vom Sturz bei J, er konnte heute normal in die Schule gehen.
Bürotag. Mittags mit den Kolleg:innen draußen gesessen und die Sonne auf die Platte scheinen lassen. War überraschend warm, ich hatte kurzzeitig schon Sorge vor einem Sonnenbrand. Die Mützenzeit steht bevor.
Nach der Arbeit Geld für die Ferienwohnung geholt (Barzahlung, ein Schelm wer Böses dabei denkt) und bei Rewe Zutaten für ’ne spontane Bolognese geholt, ich hatte keine Lust auf Brot.
„It is easier to start a war than to end it“ steht (gemeinsam mit anderen historischen Zitaten) im Ladebildschirm meines aktuellen Lieblingsspiels. Passt sehr gut zum Geschehen im Nahen/Mittleren Osten. Ich frag mich ja, was „die Amerikaner“/Trump wollen und wie ihre Strategie aussieht. Vermutlich haben sie keine, weil ihre Pläne nicht aufgingen.
Tagesausklang mit „My Lady Jane“ & Jott auf der Couch.
J fiel im Schulhort vom Klettergerüst und musste abgeholt werden (Jotts Mama sprang an; mich hatte Jott– der Hort rief sie an, sie war aber im Büro– nicht erreicht, nächste Person der Kette war ihre Mama). Die nächsten Stunden war er ein bisschen ruhiger als sonst, klagte über Kopfschmerzen und Übelkeit; im Laufe des Tages ging es ihm aber wieder besser und Abends machte er die selben Faxen wie immer. Glück gehabt.
Sehr durchwachsene Nacht, fünf Leute im selben Raum sind nicht unbedingt zuträglich für guten Schlaf.
Vormittags waren die Kinder auf dem Spielplatz, Jott las und niemand wollte was von mir– also ging ich ’ne Runde über den Deich spazieren und guckte in die Landschaft. Auf dem Rückweg einen Mäusebussard am Boden gesehen, der partout nicht wegfliegen wollte– er hatte wohl Beute gemacht.
Außerdem: Die Störche kommen zurück.
Nach dem Mittagessen noch ein bisschen mit Jotts Papa & Frau erzählt, anschließend die Rückfahrt nach Berlin. Gut durchgekommen, sogar die letzten Meter in Köpenick trotz Union-Heimspiel. Zu Hause nur noch Tages- bzw. Wochenendausklang: Koffer ausräumen, Kinder in die Wanne schicken, ein bisschen umherräumen und nach Abendessen/Kinderfilm Couch und TV (My Lady Jane) mit Jott.
Nach dem Frühstück aufs Dorf bei Magdeburg gefahren. Jotts Papa hatte zum Geburtstag eingeladen, dem kamen wir gern nach. Den Rest des Tages in wechselnden Konstellationen vor allem gegessen, Nachmittags ein Stündchen an der Sonne gewesen und auf dem Spielplatz abgehangen und Tischtennis gespielt. Abends Restaurant, ich aß Hähnchenbrustfilet in Dukkah-Kruste– sehr sehr gut.
Jotts Geschwister samt Partner:innen verabschiedeten sich danach, wir ließen den Abend in kleiner Runde ausklingen. Auch heute die üblichen Einschlafprobleme von J, war zu erwarten– drei Kinder in einem Zimmer in fremder Umgebung sind suboptimal.