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Journal Freitag, 6.3.2020

Viel verdichtete Arbeit im Home Office, als ich den Rechner kurz nach 16 Uhr zuklappte konnte ich lange nicht abschalten. Eine Live-Stellung am Vormittag ging minimal schief mit einem gut 30-minütigen Aussetzer der Live-Website, das ist ziemlich kacke. Der Kunde nahms entspannt, der Fehler wurde direkt mit Lösung dokumentiert und wird zumindest dem aktuellen Team nicht mehr passieren. Direkt danach störte die VPN-Verbindung beim Testen des live gestellten Features, dann meldete der Kunde noch einen anderen Fehler den es aber schon länger gibt und an dem er wegen mangelnder Entscheidungslust selbst Schuld ist… Und dann nebenbei von anderen Ansprechpartnern aus dem Projekt Anfragen zu diesem und jenem. Herrje.
Danach dann Wechsel auf ein anderes Projekt, wo ein Kunde sehr viel Beratung und Händchenhalten (und Ansagen in Form von „Ihr macht das so und so und so“) braucht. Allerdings sollte das eigentlich ein Drittdienstleister machen und nicht wir, weil wir nämlich das Tool des Drittdienstleisters gar nicht kennen und auch vertragsgemäß nicht kennen sollen… Schwierige Situation, ich denke da werde ich nächste Woche mehr Zeit reinstecken müssen und mich a.) tiefer einarbeiten und b.) mehr steuern müssen, damit das Projekt endlich mal in trockene Tücher kommt.

Dann musste ich Schluss machen weil es bereits nach 16 Uhr war und das ging, wie angerissen, nicht so wirklich– der Kopf blieb quasi in der Arbeit verhaftet.

Großer Aufstand in der KiTa: M will unbedingt mal in die Spätbetreuung und macht seit Wochen beim Abholen ein Faß auf, mal mehr, mal weniger. Heute mehr, inklusive Tränen, Aufstampfen, „Blöder Kackpapa“-Rufen und Weglaufen (ein Traum). J verstand zwar nicht, was M wollte, war aber bei allem mit dabei– wenn der große Bruder irgendwas macht, wird das schon seine Richtigkeit haben.

Ich hoffe hoffe hoffe, G lernt nie „Luftballon“ zu sagen, sondern bleibt bei „Luftabong“.

Was sie auch sagt ist „Aufschluck“ statt „Schluckauf“ und da sterb ich jedes Mal ein bisschen vor lauter Niedlichkeit.

Zu Hause buken Jott und die Kinder Schoko-Muffins. Die Kinder waren total heiß drauf und gierten richtig danach, nur um dann festzustellen das sie alle drei keine Schoko-Muffins mögen. It’s a hard knock life…

Abendbrot und Abendprogramm einigermaßen überstanden, die Woche steckte uns allen in den Knochen. Mit Jott zum Witcher-gucken verabredet, aber…

Jott bringt die Zwillinge ins Bett und ich habe den starken Drang irgendwas kaputt zu machen, weil mich das elendige Geseiere der nicht schlafen wollenden Kinder so unglaublich aufregt. Diese beiden sind schon wieder in einer so unfassbar schlimmen Phase, das ich mich ernsthaft frage wer sich die Sache mit den Kindern ausgedacht hat. Hunger Durst Pullern Kackern Bauchschmerzen Handschmerzen Kuscheln Tausend Sachen haben wollen mein Becher ist leer die Decke ist verrutscht nochmal gute Nacht sagen Hunger Durst Pullern Kackern…. Und alles weinerlich jammerich und mal zwei. Ich bewundere die Frau für ihre Geduld und das sie zumindest nach außen hin relativ ruhig ist.

Jetzt ist es schon etwas länger ruhig und sie stand gerad von ihrem kleinen Kinderhocker auf. Zeit für Netflix.

Eine Antwort auf „Journal Freitag, 6.3.2020“

Erbarmungslos ehrlich kann ich als Zwillingsmutter von Ole und Enie, bald 11 (sie haben 2 größere Geschwister), behaupten: es wird anders anstrengend, wenn sie größer werden. Aber es BLEIBT anstrengend. Wirklich. (Ich zähle nun inzwischen die Jahre bis zur Volljährigkeit runter.)

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