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Samstag, 19.09.2026

Fahrradreparaturtag. Zu erledigen war:

  1. Einstellen der Schaltung am neu gekauften Fahrrad
  2. Einstellen der Schaltung an Gs Rad– die war nämlich nur super schwer zu verstellen
  3. Austauschen von Bremsen und Kassette an meinem Rad
  4. Reifenwechsel an Gs alten Rad um es endlich bei Kleinanzeigen einstellen zu können
  5. Anbringen eines Korbs an Gs aktuellen Rad

Bis auf #1 und #3 schaffte ich alles. #5 war demutlehrend („humbling experience“)– ich stieg nicht durch, wie das gehen sollte, der Korb wackelte immer und lies sich abziehen. Jott, zufällig vom Einkaufen zurückkommend, löste das Problem nach einem kurzen Blick und kombinierte Träger, Schrauben und Korb sehr anders als ich es getan hatte– der Korb hielt. Das hat Parallelen zum fehlenden Lösungsvermögen bei Gs Matheaufgabe ein paar Tage früher– ggf. bin ich nicht der größte Logiker/Praktiker (aber immerhin hab ich gesehen wie Jott das gemacht hat und kanns beim nächsten Problem nachmachen).
Beim Einstellen der Schaltung am neu gekauften Rad (#1) war ich eigentlich gut dabei und löste das Grundproblem, schaffte es aber nicht das Schleifen der Kette in bestimmten Gängen zu beheben. Durch das wiederholte Schrauben, Wackeln, Nachjustieren wurde es dann wieder schlimmer, ich gab irgendwann auf und fragte bei S nach, ob wir morgen gemeinsam raufschauen können.
Für mein Rad (#3) fehlte am Ende die Zeit, das muss ich demnächst mal machen. Die Kinderräder hatten Prio, ich kann ja noch problemlos fahren.
Insgesamt fühlte sich das Tagwerk reichlich unbefriedigend an. In den YouTube-Videos sieht alles immer ganz leicht aus, in echt fluppts dann leider nie so.


Eine Sache begeisterte mich dann sehr: Mit wenigen Handgriffen, WD40 und Alufolie befreite ich den Gepäckträger von Gs alten Rad von Flugrost.

Links mit Flugrost, rechts ohne.

Dadurch wirkt das Rad direkt ein bisschen besser erhalten und wertiger.

Ich überlege nun, ob ich die Kette (angerostet) und die Bremsen (abgenutzt) auch noch austauschen sollte. Das sind Zusatz-Kosten von ungefähr 25 EUR (ohne Mensch-Kosten), bei denen ich nicht weiß ob sie sich lohnen: Da ich keine Garantie habe, ob und für wieviel Geld ich Rad verkauft kriege, könnte das ein Zuschussgeschäft sein.
Andererseits würd ich das, glaub ich, gern als Mini-Bastelprojekt machen…


Abends eine Sporteinheit auf dem Wuhlespielplatz eingelegt und den Frust weggeturnt. Ich habe mein Trainingsprogramm angepasst und für den stabilen Core/Gleichgewichtstraining vertical planks (2x 30s/Seite), Vrksasana (die Baumstellung aus dem Yoga, auch hier 2x 30s/Seite) und Single Leg Romanian Dead Lifts (3x 10/Seite, erstmal ohne Gewicht) in den Plan integriert. Sobald ich mich dran gewöhnt habe, steiger ich die Zeit bzw. ergänze Gewicht.


Schönes Portrait über Lazarus »Laz« Lake und den Backyard Ultra

Bei einem Backyard Ultra starten alle Teilnehmer gemeinsam und laufen einen abgesteckten Rundkurs ab. Die Strecke ist 4,167 Meilen lang, also 6,706 Kilometer. Für diese Runde haben sie genau eine Stunde Zeit. Wenn Sie nach 50 Minuten zurückkommen, haben Sie zehn Minuten Pause. Wenn Sie 59 Minuten brauchen, bleibt ihnen noch eine Minute. Zu Beginn der nächsten vollen Stunde müssen sie jedenfalls wieder an der Startlinie stehen. Wer die Runde nicht innerhalb einer Stunde beendet oder nicht rechtzeitig im Startkorridor steht, scheidet aus. Das ist es auch schon: jede Stunde dieselbe Strecke, immer wieder.

Was ich beinahe philosophisch finde, steckt in folgenden Sätzen:

Wenn Sie sehr weit laufen wollen, brauchen Sie jemanden, der ebenfalls sehr weit laufen kann.
[…]
Das Prinzip steckt in den Regeln: Wer weit kommen will, braucht jemanden, der ebenfalls weit läuft. Denn sobald der vorletzte Läufer es nicht mehr ins Ziel oder in die nächste Runde schafft, ist das Rennen vorbei. Die anderen sind also Konkurrenten – und gleichzeitig ermöglichen sie es überhaupt erst, so weit zu kommen.

Ohne Wettbewerber keine Höchstleistung, keine Verbesserung. Oder auch: Nur gemeinsam als Community können die Teilnehmenden Spitzenleistungen erbringen.

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