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Montag, 03.07.2023

6 Uhr klingelt im Kinderzimmer ein Wecker. Ein böser Verdacht– klingelte der auch am Wochenende? Ich hab nichts gehört, aber das würde natürlich erklären weshalb die Kinder allesamt so früh wach waren…

Beim Brotbüchsen machen mit Jott kurze Abstimmung zu Ms Schwimmtraining: L ist auf Klassenfahrt, unser Plan B fällt wg. Erkrankung des eigenen Kindes aus, ich selbst kann nicht weil ich G, J und seinen Freund von der KiTa abhole und betreue. Jott müsste eigentlich ins Büro, schichtet und schiebt aber um sodass sie M bringen kann.

Auf dem Rückweg von der KiTa entdecke ich, dass meine Laufroute an der Wuhle die nächsten 3 bis 6 Monate unterbrochen sein wird: Auf Grund von Bauarbeiten in der Birnbaumer Straße am Trinkwassernetz wird die Wuhlebrücke Birnbaumer Straße und auch unser Zugang zum Wuhlespielplatz gesperrt. So’n Scheiß.
Ich bin pissed weil a.) meine morgentliche Runde dadurch beeinflusst wird, b.) ich nun nicht mehr morgens am Klettergerüst rumhangeln kann und c.) weil ich nun nicht mehr jeden Morgen den ich da lang laufe ein Foto von der Brücke aus machen kann. Blödes Trinkwasser, wer braucht das schon.

Zu Hause ein schnelles Frühstück mit Jott, dann gehts an den Rechner zum Arbeiten. Bzw. nicht so wirklich, weil mir noch tausend Sachen im Kopf herumfliegen zu den nächsten Wochen sitz ich da, schreibe Sachen in den Kalender, auf PostIts und auf Stickies und sortiere mich einmal durch. Als das fertig ist, hab ich wieder Kapazität für Arbeitskram.

Vormittags bin ich dann offiziell Scrum Master im Projekt und möchte durch mein erstes Daily führen. Leider reißt die WLAN-Verbindung die Hufe hoch, sodass ich zum ersten Termin fünf Minuten zu spät komme weil ich noch fix auf Hotspot umstelle. Upsi. Geht sich aber doch alles aus, ich glaub ich hab das gut gemacht (die Zeit wirds zeigen…).

Mittendrin noch einen Zahnarzt-Termin für J organisiert, dem wächst sein erster bleibender Zahn hinter einem Milchzahn hoch; der Milchzahn sitzt aber wie alle Zähne von J bombenfest. Da G und J aber demnächst bei Jotts Mama und danach mit uns im Urlaub sind, möchten wir doch rechtzeitig einen Zahnarzt raufschauen lassen

Mittags Reste vom Wochenende aufgewärmt, nochmal mit Jott geplant und festgestellt, dass die Abholung von M durch sie nur knapp vor knirsch möglich wäre. Wieder überlegt, ggf. könnte ich mit den Zwillingen und Js Freund ja per Straßenbahn… Mit der Mama von Js Freund geschrieben, sie versteht nicht was ich will, schickt Sprachnachrichten, ich schreibe sehr geduldig zurück, irgendwann verstehen wir uns. Parallel weiter gearbeitet.

Als M nach Hause kommt ist großes Theater, er will partout nicht zum Schwimmen. Erklärung hier, Verzweiflung da, Tränen dort, am Ende haben wir alle unsere Standpunkte ausgetauscht, er geht nicht schwimmen, wir haben den ganzen Abstimmungsknatsch umsonst gehabt, aber ich muss immerhin nicht mit x Kindern durch Köpenick fahren. Atmen.

Danach nicht mehr weiter gearbeitet, sondern G, J und seinen Freund abgeholt. Wieder zu Hause kurz versucht, noch was zu machen, aber mit vier Kindern gibts dazu keine Chance. Sehr resigniert aufgegeben und stattdessen voll und ganz für die Kinder da gewesen. Ich muss die fehlende Zeit vom Morgen und vom Nachmittag nacharbeiten, das wird ’ne längere Session.

Gegen 18 Uhr wird Js Freund abgeholt. Die verbleibende halbe, Dreiviertelstunde bis zum Abendbrot könnte ich arbeiten, bin aber im Kopf unfassbar durch und schreib stattdessen die Einträge ab Mittwoch. Vermutlich dumm, das hat ja nun keine Prio– aber ich schaffs nicht mich zum Arbeitskram durchzuringen, ich hab da gar keinen Kopf für.

Anschließend Abendessen, Kinder bettfertig machen, aufräumen, 5 Minuten Löwenzahn mitgucken, fast einschlafen. Aufgaben für den Rest des Tages sind Abstimmung zur aktuellen Woche mit Jott (wir müssen zu bestimmten Zeiten an mehreren Orten gleichzeitig sein), Abstimmungen zur folgenden Woche mit Jott (da müssen wir immerhin nur an unterschiedlichen Orten, aber nicht gleichzeitig da sein), Zeit rausarbeiten (höheres Wesen hilf mir) und Blogbeiträge fertigschreiben damit das von meiner mentalen Todoliste runter ist.

Ich brauch Urlaub, weniger Wochenstunden, längere Tage, mehr Energie.

3 Antworten auf „Montag, 03.07.2023“

Ich lese deinen Blog grade immer morgens zum Frühstück, bin irgendwie drauf gestoßen, weil ich wissen wollte, wie andere das so machen mit Alltag und Kindern und überhaupt.
Danke für deine ehrlichen Berichte, dass es eben häufig mal knirscht und knackt und sandet im Getriebe und es einfach selten Pausen gibt. Genauso läuft es bei uns auch (allerdings in der Kleinkind+Baby-Version, also mehr dauerhaft zur Verfügung stehen und aktiv bespaßen, dafür weniger Termin/Abholkoordination).

Ihr macht das super! Und toitoitoi, dass der Rücken hält ✌

Ich habe jetzt alle Blogeinträge seit Mittwoch gelesen, gelegentlich Schnappatmung bekommen bei Ihren durchgetakteten Tagen und wollte hier nur mal hinterlegen, dass ich Sie dafür wirklich bewundere. Sie machen das gut!

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