Kategorien
Journal

Montag, 04.04.2022

Bei uns läuft nachts nun wieder ein Babyfon, bzw. sowas ähnliches– ein Alarmmodul für eine Klingelhose. Jott und ich schliefen daher beide nicht so toll, wir rechneten beide jeden Moment mit dem Piepen und waren daher minimal angespannt.

Ironie der Sache: Das Alarmmodul ging erst heute morgen 6:30 Uhr los, die Nacht über war alles ruhig.


Traurige Nachrichten am Vormittag über einen Todesfall im Familienkreis. Ganz ohne Corona– Krebs ist auch weiterhin ein Arschloch.


Die Kinder waren nachmittags alle drei mit Jott zum Handball-Probetraining. Jott war letzte Woche zufällig drauf gestoßen, und weil wir die letzten Wochen über immer mal wieder überlegt hatten was die Kinder machen könnten testen wir das nun aus.

Das Training findet bis zu zwei Mal die Woche statt, je Montag und Mittwoch 16 Uhr. Mittwoch fahr ich mit den Kindern hin, ich freu mich ihnen zuzuschauen.

Zu Hause waren sie gegen 18:15 Uhr, das ist also eine nachmittagsfüllende Beschäftigung :)


Abends mit Jott hingesetzt und ein Review unserer gemeinsamen Finanzen für Q1 durchgeführt. Die letzten beiden Corona-Jahre hatte ich das vernachlässigt; ab Januar war ich wieder mehr hinterher.

Wir handhaben unsere Finanzen schon seit vielen Jahren so: Jeder behält, unabhängig eventueller Gehaltsunterschiede o.ä., einen gleich hohen Eigenanteil seines Gehalts (quasi wie Taschengeld, ausgerichtet an den persönlichen Fixkosten/Bedürfnissen), der Rest wandert auf gemeinsame Konten. Ein Wirtschaftskonto für monatliche Kosten (variable Kosten wie Wocheneinkauf, Kinderklamotten, Tanken, alles was nur über Umwege planbar ist; aber auch monatliche Fixkosten wie Miete und Autostellplatz), ein Sparkonto für alle Fixkosten die viertel-, halb- und ganzjährlich abgehen (Beispiel: GEZ – Mitgliedsgebühren Kinderschwimmen – KFZ-Verzicherung).

Im letzten Jahr war ich nicht mehr so ganz zufrieden mit der Konto-Situation. Teilweise mussten unsere pers. Rücklagen Lücken stopfen, teilweise mussten wir fürs Sparen vorgesehene Summen für Lücken aufwenden. Zudem stellte sich immer mehr heraus, dass mein Bedürfnis nach Planbarkeit in Finanzdingen nicht mehr so ganz befriedigt war. Ich führe ja Haushaltsbuch um a.) Ausgaben generell zu erfassen, aber auch um Daten zu haben aus denen ich Rückschlüsse ziehen kann im Sinne von „Wenn wir in Q1 jeden Monat ~900 EUR für Lebensmittel ausgeben, ist die Chance hoch das sich die Kosten im laufenden Jahr auf dem selben Niveau bewegen -> Wir brauchen also jeden Monat ein ca. 900 EUR Budget für Lebensmittel.

Insgesamt funktionierte das, aber aufs Jahr gesehen gibt es reichlich Gelegenheiten für Mehrausgaben die doch irgendwie eingeplant werden sollten– Sonderlocken wie der Sommerurlaub, aber auch Dinge wie jahreszeitabhängige Käufe von Kinderkleidung (Sandalen im Frühjahr, Winterstiefel im Herbst), Mehrkosten in der Weihnachtszeit weil wir dann doch mal was anderes/mehr/teureres kaufen, Kosten für Kindergeburtstage und Geschenke, eine Umlage für Auto-Wartungskosten nach AU/HU, alle 5 Jahre neue Reifen, usw.. Also halt alles, was von „normalen“ Kosten abweicht, plötzlich da ist und ein Loch in die Haushaltskasse reißt.

(Mir fällt gerad ein das Haushalts-Wartungskosten wie „Waschmaschine und Trockner gleichzeitig kaputt“ noch fehlen. Hrmpf)

Das gingen wir also heute Abend an. Jott hatte ich vorgewarnt, dass ich sie die Tage Abends genau dafür brauche; und so setzten wir uns also hin für unsere Review. Die Sonderlocken hatte ich zur Vorbereitung mit ungefähren Zahlen versehen, die gingen wir durch und Jott bestätigte sie als einigermaßen realistisch. Außerdem schauten wir auf unsere aktuellen Gehälter und welche persönlichen Fixkosten wir haben, überlegten und rechneten ein bisschen und kamen zum Ergebnis, dass jeder von uns bei den persönlichen Rückbehalten etwas zurücksteckt und wir dafür jeder mehr auf das Sparkonto überweisen. Das war nicht unbedingt spaßig, aber notwendig und sinnvoll– und ich krieg ab sofort keinen Herzkasper mehr wenn im Frühjahr mal eben 150 EUR für neue Sandalen und leichte Schuhe hermüssen, weil das eben eingeplant ist.

(Wie unglaublich privilegiert wir sind, weil wir das genau so machen können und nicht andersrum, nämlich Ausgaben streichen/knappsen müssen)

Eine Antwort auf „Montag, 04.04.2022“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert