Mit J bei M geschlafen. Gegen 7 Uhr von Tablet-Spiel-Geräuschen geweckt worden– M, der Fuchs, hatte sich das Tablet geschnappt und angefangen, die Kikaninchen-App zu spielen. Ich habe da gemischte Gefühle: Schön, dass er das Tablet und die App mittlerweile super allein bedienen kann. Auch toll, dass er sich nach dem Aufstehen erstmal allein beschäftigt. Andererseits: Ich weiß nicht ob es in Ordnung ist, wenn ein 4-jähriger sich einfach so ohne Aufsicht das Tablet holt und spielt… Gerade M, der sehr versinken kann in Spielen.
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Vormittags war Haare schneiden für J und G angesagt. Gs Pony war zu lang, Js Frisur nur noch schwer als solche erkennbar. Jott sorgte mit Schere und Rasierapparat dafür, dass G wieder aus den Augen gucken und J nun raspelkurze Haare wie M hat. Er sieht damit allerdings wesentlich kleinkindlicher aus– die großen Augen, das runde Gesicht und ein bisschen Babyspeck machen ihn jünger.
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Nach dem Vesper (heute mit Osterzopf) gingen wir wieder eine große Runde spazieren. Leider war es heute ziemlich frisch, die Kinder waren nicht ganz so motiviert und wurden mit Gummibärchen bestochen. Eigentlich wollten wir nochmal Eis essen gehen, hatten aber nicht bedacht das der Laden zu dem wir heute gehen wollten geschlossen hat. Um eine Meuterei der Kinder zu verhindern, bestachen wir sie mit dem Versprechen, zu Hause alle Sorten Eis, die wir vorrätig haben (Stracciatella und Schoko), essen zu dürfen. Das wirkte, die Aussicht auf wirklich alle Sorten und bunte Streusel noch dazu war sehr motivierend.
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Beim Abendessen unglaubliches Gekasper der Jungs. Die letzten Tage über nahm das nach ein paar Tagen/Wochen Ruhe wieder stark zu, heute endete es damit dass M von uns abgewandt am Wohnzimmertisch essen musste und J, ebenfalls von uns abgewandt, an der Küchen-Anrichte. Wenn sich die beiden nicht sehen, gehts eigentlich.
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Ich bin sehr gespannt auf Corona-Updates aus der Politik diese Woche. Die Ratschläge von der Leopoldina, die wohl großes Gewicht haben sollen, haben mich ziemlich geschockt. Das würde nämlich, direkt auf uns bezogen, bedeuten, dass wir noch bis zum Beginn des neuen KiTa-Jahres die Kinder zu Hause lassen müssten. 14 weitere Wochen!
Vorausgesetzt, dass die Lage zu Beginn des neuen KiTa-Jahres grundlegend anders wäre– was ich nicht sehe, weil bis dahin weder Herdenimmunität erreicht werden noch ein Impfstoff verfügar sein kann.
Ich frage mich, wie das alles weiter gehen soll und was es für Perspektiven gibt.



4 Antworten auf „Journal Montag, 13.4.2020“
Ich hab zwar Schulkind (2. Klasse) und Kitakind (4), aber stehe vor dem selben Dilemma, dass beide nicht wieder gehen dürfen. Ich begrüße ja, dass es endlich Pläne gibt. Aber BIS zu den Sommerferien mit Kitakindern zu rechnen, ist irgendwie sinnfrei, denn die haben ja keine 6 Wochen frei. Mich gruselt‘s vor der kommenden Zeit.
Ich habe das starke Gefühl, dass niemand von der Leopoldina Kinder im Kitaalter hat.
Letzten Endes sind das, trotz ihrer Wichtigkeit, nur Empfehlungen und noch keine Entscheidungen. Panik ist frühestens ab Mittwoch angesagt. Ich glaube nicht, dass sich dieser Vorschlag breit durchsetzen lässt – jede Menge Kitaeltern sind jetzt schon an der Grenze. Es wird einfach nicht gehen. Die Regierungen müssen sich was einfallen lassen. In Hamburg sprechen die Grünen als Reaktion auf die Empfehlungen bereits von Kitaöffnungen gemeinsam mit den Schulen, wenn auch schrittweise. Evtl Schichtsystem… Das würde ja schon helfen. Da merkt man dann, dass die oberste Grüne in Hamburg zwei Kinder unter 2 hat…
Worum geht es hier denn? Was soll die Lösung sein? Alle Kinder in die Kita stecken und dann geht die Pandemie fröhlich ungebremst weiter? Ernsthaft?
P.s. habe ein Grundschul- und ein Kitakind. Und ja, es ist sauanstrengend.
Also falls die Frage an mich ging: um eine schrittweise Öffnung ginge es mir. Also Schichtbetrieb.