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Freitag, 28.06.2024

Kurz nach 6 Uhr schon 25°C und 59% Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer. Ich startete mit einem starken Widerwillen in den Tag.


Krasser Guss am Mittag. So einen starken Regen habe ich hier noch nicht erlebt, die Berliner Wasserbetriebe schrieben das Regen in dieser Intensität statistisch nur einmal alle 30 Jahre auftritt (irgendwas um die 34 l/qm).
Ich sprintete mittendrin raus, um einer Nachbarin beim Festhalten ihres Pavillons zu helfen, und wurde wie sie ordentlich nass. Immerhin hielt der Pavillon die murmelgroßen Hagelkörner von uns ab.

Eine Dreiviertelstunde später schien die Sonne als wäre nichts passiert.


M hatte nach Heimkehr Hunger und fragte, ob er sich eine Kleinigkeit zu Essen machen könne… Ich hatte nichts dagegen, wurde dann aber doch davon überrascht das er sich fünf (5!) Eier in die Pfanne gehauen hatte. Er kennt wirklich kein Maß. Daraufhin gabs erstmal ’ne Ansage– er kann sich gern noch Toast oder Brot zum Sattessen dazu machen, aber doch nicht 5 Eier (vor allem, weil uns zwei davon nun am Wochenende fehlen werden und nochmal einer einkaufen gehen muss).


Eine geniale Jobchance bei einem sehr großen öffentlichen Akteur brach heute unverhofft weg. Wir hatten schon diverse Gespräche und Termine hinter uns, ich hatte eine mündliche Zusage… und erhielt dann heute die Info, dass auf Grund der kritischen Haushaltslage aktuell diverse Projekte gestoppt werden müssen und die dafür vorgesehenen Neubesetzungen gestrichen sind. Danke, Ampel!

Die Info traf mich tatsächlich sehr unvorbereitet und zog mich unfassbar runter; das war ein richtiger Downer. Nicht nur, dass ich mich wirklich sehr gefreut hätte und mich tatsächlich ab Herbst in einem ziemlich coolen Umfeld gesehen hätte, nein– jetzt beginnt der ganze Bewerbungsscheiß wieder vor vorne.


Schreck am Abend: Gs Schlüssel war nicht mehr auffindbar. Weder in der Wohnung noch auf dem Weg zur Schule noch im Klassenraum (ich fuhr ’ne Runde…). G weiß natürlich nicht, wo er sein könnte.


Ich hätte vermutlich einfach im Bett bleiben sollen.

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Donnerstag, 27.06.2024

Für Jotts Mama begann heute der Mietvertrag für ihre erste eigene Wohnung. Wie schnell dann doch alles ging!
Dementsprechend rödelte sie dann auch vor Ort herum, während ich im Home Office auch rödelte.


Jott brach am Mittag zu einer „Dienstreise“ auf. Gänsefüßchen weil es zum Sommerfest ihrer Firma nach Nürnberg geht, gearbeitet wird da nicht. Samstagabend kommt sie zurück.


Kein Schwimmen für M: Sein Training wurde auf 17 bis 18 Uhr gelegt, das war mir zu spät bzw. wollte ich nicht mit den Zwillingen eine Stunde im Schwimmhallenvorraum warten. So blieb M stattdessen zu Hause mit Jotts Mama, die Zwillinge und ich fuhren allein zum schwimmen.


Meine Trink- und Taschengeldbox (gefüllt mit 1- und 2-Euro-Münzen, die ich mir immer mal wieder wechseln lasse) rettete heute einen Tag: Der Parkscheinautomat hinterm Haus ließ sich nämlich nur mit Münzen bezahlen (wie in der Steinzeit)– und die gewünschte Menge gabs dann nur in der Box.


Das Wetter ist irre, die Wärme in Verbindung mit der hohen Luftfeuchtigkeit saugen uns jegliche Energie aus. Die Kinder gingen ohne maulen früher ins Bett und schliefen super schnell ein; ich tat es ihnen etwas später nach.


Ich beneide Menschen, die zweisprachig aufgewachsen sind. Wie toll muss das sein, in zwei Sprachen zu Hause zu sein?
Aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen las ich ein bisschen über Gebiete, in denen die Menschen mit unterschiedlichen Regional- und Amtssprachen aufwachsen (Südtirol z.B.) und bin dezent neidisch.

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Mittwoch, 26.06.2024

Saure-Gurken-Zeit im Büro. Ich muss wieder aktiv nach sinnvollen Aufgaben suchen und drücke mich so auch ein bisschen vor langweiligen Kram, den ich in dieser Ruhephase auch machen könnte…


Nachmittags fand das Sommerfest von Js Klasse statt. Ich hatte im Vorfeld überlegt, Tortellini-Spieße mit Mini-Mozzarella, Tomaten und grünen Pesto mitzubringen, switchte aber anbetrachts der hohen Temperaturen auf Eis um, dass Jott dann auf dem Rückweg ihrer Arbeit organisierte. Das kam gut an, aber da unangekündigt (wie wir auch, soviel Ehrlichkeit muss sein) noch eine andere Mutter ebenfalls Eis mitbrachte war es ein bisschen viel des Guten– M, J und G wollten später zu Hause jedenfalls nur noch sehr wenig Abendbrot essen, weil sie soviel Eis gegessen hatten.

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Dienstag, 25.06.2024

Ich müsste eigentlich mal wieder ins Büro– es ist nur momentan so furchtbar unpraktisch, weil ständig was ist… Mal schauen wie wir das ab Juli handhaben, ab da gilt nämlich eine verpflichtende Anwesenheit von zwei Tagen pro Woche im Büro.

Heute arbeiten Jott und ich jedenfalls beide aus dem Home Office– ich entschied mich am Morgen spontan, nicht reinzufahren weil ich mich einfach nicht aufraffen konnte. Wir hatten aber beide nicht viel davon– da wir ständig in Terminen waren, sahen wir uns nicht großartig mehr als sonst.

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Montag, 24.06.2024

Auf dem Schulweg morgens ein Vogelnest mit leeren Eiern drin gefunden. Die Kinder waren fasziniert, G ließ es sich nicht nehmen eines der Eier aufgespießt auf einen Stock wie eine Trophäe vor sich her zu tragen um es in der Schule vorzuzeigen.


Die Zwillinge kommen seit heute erst 16 Uhr nach Hause. 15 Uhr war dann doch zu früh, es ist kaum möglich in Ruhe zu arbeiten wenn drei Kinder gleichzeitig zu Hause sind. Es ist einfach zuviel Gewusel, Gestreite, Musik über Alexa.

Während M die Ruhe normalerweise genießt, wusste er heute nichts mit sich anzufangen und wartete sehnsüchtig auf J, um mit ihm Fußball und Yu-Gi-Oh! zu spielen.


Abends Sport mit G auf dem Wuhlespielplatz, die erste Sporteinheit seit ungefähr zwei Wochen. Ich hab immer noch gelegentlich Husten und schniefe herum, wollte aber nicht noch länger aussetzen um meinen Fortschritt nicht zu gefährden. Wider Erwarten lief es ganz gut; ich hielt mich trotzdem noch ein bisschen zurück und verausgabte mich nicht vollends.

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Sonntag, 23.06.2024

Vormittags mit den Kinder zum Sportplatz der Merian-Schule gegangen. Erst eine Runde Frisbee mit G gespielt, danach Fußball mit den Jungs und anderen Kindern.


Abfahrt Jotts Schwester.


Empfehlung fürs Mittagessen: Hähnchengeschnetzeltes mit Gemüse. Gabs bei uns heute mit Bandnudeln, schmeckte super und war Jott zufolge auch kein Akt.


Nachmittag Familien-Kaffee anlässlich Ms Geburtstag. Es kamen meine Eltern sowie Jotts Papa nebst Frau. Bisschen Kuchen essen, Kaffee trinken, erzählen. Ungewohnte Konstellation, so oft sehen ich meine Eltern und Jotts Eltern nicht.


Der Schulfotograf kam die Woche, ich schaute mir heute Fotos von Ms Klasse an. Es gibt neben den Portraitfotos auch Klassenfotos; einmal in lieb und freundlich, einmal in cool. Während alle anderen Kinder auch auf der coolen Fotoversion in die Kamera gucken, das Peace-Zeichen zeigen, Grimassen ziehen oder einen Dab machen, steht M mit dem Rücken zur Kamera, hält die Hände verschränkt und tut so als ob er umarmt wird. So’ne Knalltüte. Ich hätt auf dem coolen Klassenfoto gern auch sein Gesicht und nicht nur seinen Hinterkopf gesehen…


Abends meldeten wir die Kinder für das Schwimmcamp nach den Sommerferien an. Sie waren in den letzten Tagen zunehmend euphorischer geworden und freuen sich mittlerweile richtig darauf.


Nachmittags/Abends weiter im Haushalt gerödelt und die Todoliste runtergearbeitet. Das Fußball-Spiel gab ich mir nicht mehr, ich war k.o. und ging nach einer fixen Dusche ins Bett– wo ich dann aber nichtmal schlafen konnte, sondern einfach nur wach lag. Ärgerlich.

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Samstag, 22.06.2024

Kein Sport am Morgen, bin immer noch verschnupft.


Vormittags der übliche Kram: Planen was alles am Wochenende gemacht werden muss, die Kinder an ihre Schulsachen erinnern. Ich hasse es beides aus tiefstem Herzen und bin jedes Mal angenervt, dass ich mir das regelmäßig freiwillig auf die Fahnen schreibe und dann auch noch der Blöde bin, der ständig an irgendwelche Aufgaben und Erledigungen erinnert, die gemacht werden müssen.


Mittags Abfahrt Jotts Mama. Jotts Schwester bleibt noch bis morgen.


Abends Gartenparty bei der ehemaligen Ausbilderin von Jott. Jotts Schwester passt auf die Kinder auf, während wir eine Stunde nach Falkensee durch die Stadt gurkten. Die Partygäste entstammten aus allen möglichen Phasen des Lebens der Gastgeberin, ein dementsprechend bunter Mix war es. Wir unterhielten uns ein bisschen mit den anderen, führten teils skurrile (… ich hätte gern nur ein Viertel des Selbstbewusstseins des Typs, der sich selbst in der Runde unironisch als geiler Typ bezeichnete), teils schöne Gespräche. Ich hatte Glück und geriet an eine der ältesten Freundinnen der Gastgeberin, mit der ich mich dann ordentlich verquatschte und nicht ganz so verloren in der Gegend rumsaß während Jott alte Bekanntschaften auffrischte.

Aufbruch kurz vor 1 Uhr, um 2 Uhr lagen wir dann im Bett.


Leichter Grusel beim Gedanken an die kommenden Wochen, ich möchte direkt vorausschauend Urlaub einreichen.

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Freitag, 21.06.2024

Kurzer Arbeitstag, für den Nachmittag war Ms Geburtstagsfeier angesetzt. Wir wurden zum Mittag noch durch Jotts Schwester verstärkt, die eigens für die Party ihres Neffens anreiste.


Kurz nach 14 Uhr Aufbruch zur Schule, M, J, G und die Partygäste abholen. Weil einige Kinder (das sind so Hohlbirnen, ey) genau heute durch den Rasensprenger laufen mussten und klitschnass waren, verzögerte sich alles (denken die nicht mit? Ist es so schwer zu verstehen, dass eine Geburtstagsfeier in nassen Klamotten doof ist?!?).


Die Party fand bei Porta an der B1/B5 statt. Dort gibts unterm Dach einen riesigen Indoor-Spielplatz, den wir vor ein paar Jahren entdeckt hatten und seitdem immer mal wieder da waren. Nicht unbedingt glamourös, aber genau richtig für 7 Kinder zwischen 7 und 10 Jahren. Für recht wenig Geld (ich meine, es sind 10 EUR die Stunde) kann man sich dort quasi einmieten und seinen Kindergeburtstag feiern– und sogar selbst Essen und Trinken mitbringen. Wir waren kaum da, als die Kinder schon losstürzten und sich eine wilde Verfolgungsjagd lieferten. Zwischendrin futterten sie Unmengen an mitgebrachten Süßigkeiten, beschenkten M, futterten nochmehr und verbrannten sämtliche Kalorien doppelt und dreifach.

Zwischendrin bewunderte ich die Aussicht und das heraufziehende Unwetter, während die Kinder von allem keine Notiz nahmen.

Kurz vor 18 Uhr zogen wir weiter: Direkt neben Porta ist eine Filiale der L’Osteria, wo wir für den Abend reserviert hatten. Die Kinder bekamen jeweils ein Kindermenü, das– ich war überrascht– tatsächlich für sie ausreichte. M moserte darüber rum weil er Lasagne essen wollte (und ließ es sich auch nicht nehmen, seine Bestellung mit „Eigentlich wollte ich ja Lasagne, aber das darf ich nicht…“ einzuleiten), war aber nach einer kurzen Ansage unter vier Augen von Jott ein bisschen demütiger.

Anschließend gings zurück nach Hause. Die Kinder spielten noch ein bisschen/schauten Fußball, bevor sie allesamt pünktlichst abgeholt wurden.


Spätabends die Nachricht, dass Jotts Oma gestorben ist. Trauer gepaart mit Erleichterung, weil das Leiden nun ein Ende hat.

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Donnerstag, 20.06.2024

Überraschende Szenen am Morgen:

Er liebt seine Fußballschuhe heiß und innig.


M baute sich währenddessen Bling Bling aus Lego:

Die 4, so wie sein großer Held Sergio Ramos.


Unkonzentriert gearbeitet, ich war nicht recht bei der Sache. Nachmittags die Kinder zum Schwimmen gefahren. Als wir wiederkamen, waren Jott und ihre Mama zurück– bzw. Jott bei der Elternversammlung von Ms Klasse.

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Mittwoch, 19.06.2024

Weiterhin reichlich erkältet, für Home Office reichte es aber schon wieder.


Der Schwimmverein der Kinder bietet Anfang September ein Freizeitcamp übers Wochenende an. Die Kinder hatten heute verhalten Lust drauf. Wir fragen sie nun die nächsten Tage nochmal und lassen das ein bisschen reifen, wenn sich die Begeisterung steigert melden wir sie an. Das wird bestimmt ’ne coole Sache– und wer weiß, vielleicht gefällt es ihnen so gut, dass sie später mal in den Ferien auch in ein Ferienlager fahren wollen :)


Jotts Mama und Jott fuhren am Nachmittag spontan nach Magdeburg, Jotts Großmutter liegt im Sterben.