Auf dem Schulweg morgens ein Vogelnest mit leeren Eiern drin gefunden. Die Kinder waren fasziniert, G ließ es sich nicht nehmen eines der Eier aufgespießt auf einen Stock wie eine Trophäe vor sich her zu tragen um es in der Schule vorzuzeigen.
Die Zwillinge kommen seit heute erst 16 Uhr nach Hause. 15 Uhr war dann doch zu früh, es ist kaum möglich in Ruhe zu arbeiten wenn drei Kinder gleichzeitig zu Hause sind. Es ist einfach zuviel Gewusel, Gestreite, Musik über Alexa.
Während M die Ruhe normalerweise genießt, wusste er heute nichts mit sich anzufangen und wartete sehnsüchtig auf J, um mit ihm Fußball und Yu-Gi-Oh! zu spielen.
Abends Sport mit G auf dem Wuhlespielplatz, die erste Sporteinheit seit ungefähr zwei Wochen. Ich hab immer noch gelegentlich Husten und schniefe herum, wollte aber nicht noch länger aussetzen um meinen Fortschritt nicht zu gefährden. Wider Erwarten lief es ganz gut; ich hielt mich trotzdem noch ein bisschen zurück und verausgabte mich nicht vollends.
Vormittags mit den Kinder zum Sportplatz der Merian-Schule gegangen. Erst eine Runde Frisbee mit G gespielt, danach Fußball mit den Jungs und anderen Kindern.
Abfahrt Jotts Schwester.
Empfehlung fürs Mittagessen: Hähnchengeschnetzeltes mit Gemüse. Gabs bei uns heute mit Bandnudeln, schmeckte super und war Jott zufolge auch kein Akt.
Nachmittag Familien-Kaffee anlässlich Ms Geburtstag. Es kamen meine Eltern sowie Jotts Papa nebst Frau. Bisschen Kuchen essen, Kaffee trinken, erzählen. Ungewohnte Konstellation, so oft sehen ich meine Eltern und Jotts Eltern nicht.
Der Schulfotograf kam die Woche, ich schaute mir heute Fotos von Ms Klasse an. Es gibt neben den Portraitfotos auch Klassenfotos; einmal in lieb und freundlich, einmal in cool. Während alle anderen Kinder auch auf der coolen Fotoversion in die Kamera gucken, das Peace-Zeichen zeigen, Grimassen ziehen oder einen Dab machen, steht M mit dem Rücken zur Kamera, hält die Hände verschränkt und tut so als ob er umarmt wird. So’ne Knalltüte. Ich hätt auf dem coolen Klassenfoto gern auch sein Gesicht und nicht nur seinen Hinterkopf gesehen…
Abends meldeten wir die Kinder für das Schwimmcamp nach den Sommerferien an. Sie waren in den letzten Tagen zunehmend euphorischer geworden und freuen sich mittlerweile richtig darauf.
Nachmittags/Abends weiter im Haushalt gerödelt und die Todoliste runtergearbeitet. Das Fußball-Spiel gab ich mir nicht mehr, ich war k.o. und ging nach einer fixen Dusche ins Bett– wo ich dann aber nichtmal schlafen konnte, sondern einfach nur wach lag. Ärgerlich.
Vormittags der übliche Kram: Planen was alles am Wochenende gemacht werden muss, die Kinder an ihre Schulsachen erinnern. Ich hasse es beides aus tiefstem Herzen und bin jedes Mal angenervt, dass ich mir das regelmäßig freiwillig auf die Fahnen schreibe und dann auch noch der Blöde bin, der ständig an irgendwelche Aufgaben und Erledigungen erinnert, die gemacht werden müssen.
Mittags Abfahrt Jotts Mama. Jotts Schwester bleibt noch bis morgen.
Abends Gartenparty bei der ehemaligen Ausbilderin von Jott. Jotts Schwester passt auf die Kinder auf, während wir eine Stunde nach Falkensee durch die Stadt gurkten. Die Partygäste entstammten aus allen möglichen Phasen des Lebens der Gastgeberin, ein dementsprechend bunter Mix war es. Wir unterhielten uns ein bisschen mit den anderen, führten teils skurrile (… ich hätte gern nur ein Viertel des Selbstbewusstseins des Typs, der sich selbst in der Runde unironisch als geiler Typ bezeichnete), teils schöne Gespräche. Ich hatte Glück und geriet an eine der ältesten Freundinnen der Gastgeberin, mit der ich mich dann ordentlich verquatschte und nicht ganz so verloren in der Gegend rumsaß während Jott alte Bekanntschaften auffrischte.
Aufbruch kurz vor 1 Uhr, um 2 Uhr lagen wir dann im Bett.
Leichter Grusel beim Gedanken an die kommenden Wochen, ich möchte direkt vorausschauend Urlaub einreichen.
Kurzer Arbeitstag, für den Nachmittag war Ms Geburtstagsfeier angesetzt. Wir wurden zum Mittag noch durch Jotts Schwester verstärkt, die eigens für die Party ihres Neffens anreiste.
Kurz nach 14 Uhr Aufbruch zur Schule, M, J, G und die Partygäste abholen. Weil einige Kinder (das sind so Hohlbirnen, ey) genau heute durch den Rasensprenger laufen mussten und klitschnass waren, verzögerte sich alles (denken die nicht mit? Ist es so schwer zu verstehen, dass eine Geburtstagsfeier in nassen Klamotten doof ist?!?).
Die Party fand bei Porta an der B1/B5 statt. Dort gibts unterm Dach einen riesigen Indoor-Spielplatz, den wir vor ein paar Jahren entdeckt hatten und seitdem immer mal wieder da waren. Nicht unbedingt glamourös, aber genau richtig für 7 Kinder zwischen 7 und 10 Jahren. Für recht wenig Geld (ich meine, es sind 10 EUR die Stunde) kann man sich dort quasi einmieten und seinen Kindergeburtstag feiern– und sogar selbst Essen und Trinken mitbringen. Wir waren kaum da, als die Kinder schon losstürzten und sich eine wilde Verfolgungsjagd lieferten. Zwischendrin futterten sie Unmengen an mitgebrachten Süßigkeiten, beschenkten M, futterten nochmehr und verbrannten sämtliche Kalorien doppelt und dreifach.
Zwischendrin bewunderte ich die Aussicht und das heraufziehende Unwetter, während die Kinder von allem keine Notiz nahmen.
Kurz vor 18 Uhr zogen wir weiter: Direkt neben Porta ist eine Filiale der L’Osteria, wo wir für den Abend reserviert hatten. Die Kinder bekamen jeweils ein Kindermenü, das– ich war überrascht– tatsächlich für sie ausreichte. M moserte darüber rum weil er Lasagne essen wollte (und ließ es sich auch nicht nehmen, seine Bestellung mit „Eigentlich wollte ich ja Lasagne, aber das darf ich nicht…“ einzuleiten), war aber nach einer kurzen Ansage unter vier Augen von Jott ein bisschen demütiger.
Anschließend gings zurück nach Hause. Die Kinder spielten noch ein bisschen/schauten Fußball, bevor sie allesamt pünktlichst abgeholt wurden.
Spätabends die Nachricht, dass Jotts Oma gestorben ist. Trauer gepaart mit Erleichterung, weil das Leiden nun ein Ende hat.
Unkonzentriert gearbeitet, ich war nicht recht bei der Sache. Nachmittags die Kinder zum Schwimmen gefahren. Als wir wiederkamen, waren Jott und ihre Mama zurück– bzw. Jott bei der Elternversammlung von Ms Klasse.
Weiterhin reichlich erkältet, für Home Office reichte es aber schon wieder.
Der Schwimmverein der Kinder bietet Anfang September ein Freizeitcamp übers Wochenende an. Die Kinder hatten heute verhalten Lust drauf. Wir fragen sie nun die nächsten Tage nochmal und lassen das ein bisschen reifen, wenn sich die Begeisterung steigert melden wir sie an. Das wird bestimmt ’ne coole Sache– und wer weiß, vielleicht gefällt es ihnen so gut, dass sie später mal in den Ferien auch in ein Ferienlager fahren wollen :)
Jotts Mama und Jott fuhren am Nachmittag spontan nach Magdeburg, Jotts Großmutter liegt im Sterben.
M schlief nicht bis 9 Uhr (wäre auch nicht möglich gewesen, da Werktag), sondern stand kurz nach 6 Uhr auf der Matte bei uns– inklusive der Zwillinge, die genauso aufgeregt wie er selbst waren. Kurzes Gratulieren und Bekuscheln, mehr war mit Schlafsand in den Augen noch nicht drin. Anschließend hastiges Geschenkeauspacken, große Freude bei allen Kindern.
Die durch das frühere Aufstehen gewonnene Zeit investierte M direkt in Band 1 der Dragonball-Mangas.
Nochmal krank gemeldet, direkt wie ein Simulant gefühlt weils mir doch schon etwas besser ging als gestern; wirklich fit war ich aber trotzdem nicht. Wie gestern auch an zwei Terminen teilgenommen. Anders als gestern waren die direkt hintereinander, das war besser. Anschließend wollte ich eigentlich schlafen, wurde aber durch im 15-Minutentakt klingelnde Paketboten (Amazon, DHL, nochmal DHL) immer wieder aus dem Bett geklingelt.
Am Nachmittag kam Jotts Mama zu Besuch, sie wird uns bei Ms Party am Freitag unterstützen und bis dahin ein bisschen Zeit mit uns verbringen.
Krank gemeldet. Nach dem Frühstück wieder hingelegt und geschlafen; rechtzeitig zum Sprint Planning meines Scrum Teams wieder aufgestanden, am Planning teilgenommen und mich anschließend wieder hingelegt.
Nachmittags das selbe Spiel, einen Projektplanungstermin wollte ich nicht ausfallen lassen weil der Kollege erst in einer Schulung und dann im Urlaub ist.
Danach gemerkt wie k.o. ich bin. Nochmal hinlegen war keine Option, weil die Kinder mittlerweile wieder zu Hause waren.
Die Kinder kamen heute wieder allein nach Hause, ich war sehr froh nicht zur Schule und zurück laufen zu müssen.
Den Tag über viel gelesen, das war ganz entspannend.
Ein Hoch auf Nasenspray und Ibuprofen– die machen das alles etwas erträglicher.
Lange geschlafen. Weiterhin krank. Es ist aber immerhin kein Corona (das geht wohl schon wieder um), der Test blieb negativ.
J war nachmittags auf der Geburtstagsfeier einer Schulfreundin eingeladen, G und M waren allein. Leider spielten sie nicht etwa miteinander, sondern hingen an Jott. Die erbarmte sich und spielte sogar Yu-Gi-Oh mit ihm, nur um nach einigen Runden das Handtuch zu werfen weil einfach viel zu viel berücksichtigt werden muss.
Wie gestern auch ein Mittagsschläfchen eingelegt. Um zu verhindern, dass ich in eine Tiefschlafphase abgleite und komplett groggy mittendrin geweckt werde, stellte ich mir den Wecker zwei Mal hintereinander auf 30 Minuten. Nach dem zweiten Mal fühlte ich mich sogar fast erholt.
Die Nachbarn von oben waren am Abend da, ich konnte Ms Geburtstagsgeschenk abholen und bin nun sehr erleichtert.
Abends die letzte Folge der dritten Bridgerton-Staffel angeschaut. Relativ gegen Ende während eines Monologs von Colin zu Jott geschaut und bemerkt, wie on point die Synchronisierung ist. Verdutzte Blicke, dann lachen– sie hatte im selben Moment daran gedacht und wie ich die Worte ins Englische mitgedacht. Wir tauschtens uns kurz darüber aus und rätselten, ob ggf. KI eingesetzt wurde um die Lippenbewegungen auf die Sprache abzustimmen.
Ms Aufregung steigert sich. Sein Selbstbewusstsein/Coolness auch…
Krank aufgewacht. Erkältungsgefühl (aka „wie vom Traktor überfahren“) und starke Halsschmerzen. Dementsprechend kein Sport am Morgen; so ein Scheiß– das hatte sich im Mai schön eingepegelt und jetzt hab ich schon wieder ’ne Woche Pause und es wird noch mehr bis ich wieder fit bin :(
Den Tag dementsprechend sehr ruhig angehen lassen, viel gelegen/gesessen und gelesen– die Brunetti-Romane von Donna Leon beschäftigen mich weiterhin.
Abends Bridgerton mit Jott. Gegen 22 Uhr wollte ich ins Bett und bat sie inständig, die letzte Folge, auf die sie hinjieperte, schonmal ohne mich zu schauen– ich hol das einfach später nach.
Die Nachbarn, bei denen Ms Geburtstagsgeschenk liegt, waren heute nicht erreichbar. Leichtes Unwohlsein beim Gedanken, das Geschenk nicht rechtzeitig abholen zu können.
M, die letzten Tage noch gelassen anlässlich seines kommenden Geburtstages, wird so langsam aufgeregt– Anzeichen dafür sind bei ihm übersteigertes Selbstbewusstsein. Einerseits putzig, andererseits schwer auszuhalten.