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Montag, 11.11.2024

Das Deutschlandticket zu Ende des Jahres gekündigt. So oft wie angedacht fahr ich dann doch nicht und in Hinblick auf die bevorstehende Preiserhöhung rechnet es sich nicht. Die ab Januar benötigten Einzeltickets sind zwar ein Komfortverlust, aber das nehm ich für die Ersparnis dann doch in Kauf.


Ich frage mich, wie oft ich den Kindern noch erklären muss das sie gefälligst ihren Schlüssel benutzen sollen wenn sie nach Hause kommen. J-E-D-E-S-M-A-L klingeln sie. M trieb es heute auf die Spitze, ich war im Termin und wollte eigentlich nicht aufstehen– was ihn dann bewog, einfach Sturm zu klingeln. Nach drei Minuten dauertuten hielt ich es nicht mehr aus und ließ ihn rein, nach einer ordentlichen Standpauke gings in den Termin zurück.


Es ist mal wieder Zeit für den jährlichen Stromanbietercheck. Wir sind aktuell bei Eprimo und zahlen irgendwas um die 87 EUR pro Monat. Bei anderen Ökostromanbietern sind die Grund- und Stromkosten mehr oder weniger identisch teuer, das schwankt so zwischen 3 und 8 Euro im Monat. Sparen könnten wir nur durch die Wechsel- und Neukundenboni, da aber gleich richtig (zwischen 200 und 250 EUR im Jahr). Bin jetzt (wie eigentlich jedes Jahr) in der Zwickmühle ob ich es vertretbar finde, Stromanbieterhopping im Öko-Segment zu betreiben. Die diversen Boni gehören ja zu den größten Kostentreibern der Stromanbieter… Andererseits: 250 EUR im Jahr haben oder nicht haben.


Abends wieder eine Sporteinheit auf dem Hof. Im Gegensatz zum Joggen fühl ich mich bei den Eigengewichtsübungen ganz fit, immerhin.

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Sonntag, 10.11.2024

Beim Joggen am Vormittag– zum frühen Aufstehen und Lostraben konnte ich mich nicht überwinden– irritiert gewesen, wie ich vor einigen Wochen noch die 10k im Blick hatte. Aktuell scheint mir das wieder in weite Ferne gerückt zu sein, es ist doch verrückt wie sehr eine Erkältung und stressige Wochen die Form runterziehen.


Mittags kamen mal wieder A, S und E zu Besuch. Wir planten den Sommerurlaub fürs nächste Jahr, wir werden mit großer Sicherheit an die polnische Ostsee fahren. Jott hatte bereits Ferienhäuser rausgesucht, wir einigten uns auf eines in Rogowo, Jott fragte direkt an. Ich freu mich, ich war noch nie in Polen und bin jetzt schon gespannt.

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Samstag, 09.11.2024

Housekeeping am Morgen, die vielen kleinen unerwünschten Beweise das auch Kinder im Haushalt leben beseitigen. Sie hatten „unser“ Bad ziemlich unschön hinterlassen, da wirbelte ich erstmal durch damit ich keine Zustände bekam.

Die Todoliste für den Tag war ziemlich ambitioniert, es hatte sich wieder einiges angesammelt: Kontrolle der Mappen samt Inhalte, Kinder beim Vorbereiten für die nächste Schulwoche unterstützen antreiben, die Rewe-Lieferung in Empfang nehmen, mit M in die Bibliothek fahren, noch fehlende Lebensmittel bei Rewe einkaufen, aufräumen & saubermachen, Wäsche waschen… Ich war eigentlich schon nach dem Mittagessen durch für den Tag, hatte aber noch die zweite Tageshälfte vor mir…


M möchte Naruto als Manga lesen, ich recherchierte vor und zurück ob das für sein Alter schon geeignet ist oder nicht. So wirklich schlau wurde ich aus den Ergebnissen nicht, teils wurde der Manga ab 9 freigegeben, teils ab 12, teils ab 14. Ich entschied dann einfach, dass wir den ersten Band ausleihen, ich ihn mir anschaue und dann auf Basis meines Bauchgefühls entscheide. Immerhin hat er auch die Dragonball-Mangas gelesen und war danach nicht völlig verstört.


Abends eine Sporteinheit auf Hof, schön dick eingepackt– es war frisch. Anschließend an den Laptop gesetzt und in Medieval 2 versucht, ein dänisches Großreich zu errichten und Europa samt Vorderasien zu eroben. Jott war derweil bei „Mama geht tanzen“.


Den Tag über gemerkt wie die auf der Schulungsreise gesammelte Energie direkt wieder vom Alltag abgesaugt wurde. Wenn das doch nur länger halten würde… Oder der Alltag nicht so anstrengend wäre.

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Freitag, 08.11.2024

Krasses Kirchenglockenläuten um 6 Uhr, mit geschlossenen Fenster und Schlafmaske gelang es mir nochmal einzuschlafen und erst kurz vor Acht wieder aufzuwachen. Wie am Wochenende/Urlaub :)


Der zweite Schulungstag hatte es wieder in sich. In weniger Zeit wurde mehr Stoff vermittelt, das war heftig. Nach der Mittagspause hörten sich die diversen Service- und Practice-Begriffe irgendwann alle gleich an. Insgesamt konnte ich die Schulungsinhalte heute aber besser einordnen, da ich doch einige Parallelen zu vergangenen und aktuellen Projekten ziehen konnte.
Am Nachmittag folgte direkt die Prüfung. Ich war nach ungefähr zwei Drittel der Timebox fertig und hatte bei Abgabe ein sehr neutrales Gefühl bzw. war mir nicht zwingend sicher, die fürs Bestehen notwendigen 65% oder mehr erreicht zu haben. Die eine Hälfte der Prüfungsfragen kam mir übermäßig schwer vor, die andere Hälfte hingegen zu einfach.


Nach der Prüfung brachte ein Schulungsteilnehmer mich und einen ebenfalls aus Berlin angereisten Kollegen zum Flughafen. Wir sparten uns so die Odyssee mit den Öffentlichen bzw. der Firma das Geld für eine Taxifahrt und unterhielten uns zusätzlich noch nett, das war ’ne schöne Sache. Dadurch waren wir sogar so früh am Flughafen, dass wir theoretisch sogar noch den Flieger vor unserem eigentlichen Flieger hätten erwischen können. Unser Umbuch-Versuch schlug aber leider fehl, der Flieger war schon ausgebucht. Stattdessen setzen wir uns in der Annahme, dass die beiden Flüge nach Berlin vom selben Gate abgehen, ins Gate des Vorfliegers und waren nach einer guten halben Stunde dann komplett allein– außer uns saß in einer riesigen Abfertigungshalle niemand mehr. Auch als sich herausstellte, dass wir zu einem anderen Gate mussten, blieben wir erstmal sitzen, genossen die Ruhe und entspannten uns. Tat uns beiden sehr gut, wie wir mittendrin feststellten.

Mittendrin kam eine Mail mit dem vorläufigen Prüfungsergebnis, ich habe bestanden und bin nun stolzer Besitzer einer ITIL Foundation Level Zertifizierung. Mein Kollege wollte auf Grund seines schlechten Gefühls erst gar nicht nachschauen, tat es dann aber doch und wurde positiv überrascht. So freuten wir uns beide :)


Die Heimreise verlief dann sehr unkompliziert und schnell: Von Stuttgart aus hatten wir Rückenwind, am BER erwischte ich eine gute Verbindung nach Köpenick und war dann bereits 22:30 Uhr mit einer Pizza vom Dönermann ums Eck wieder zu Hause.

Jott, das kleine Snoozletier, hatte es auf der Couch entschärft, sie schaute ein bisschen zerzaust hoch und wurde erstmal von mir ins Bett geschickt bevor ich mich über die überraschend gute Pizza hermachte.


Das war ein schöner Ausflug. Ich freu mich schon auf Ende November, da wiederhole ich das für eine weitere Schulung.

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Donnerstag, 07.11.2024

Nach dem Aufstehen zu einer kurzen Laufrunde quer durch die Felder (der Hauptsitz der Firma liegt sehr im Ländlichen) aufgebrochen. Dank Routenempfehlung eines Kollegen konnte ich im Grünen vor mich hintraben, das war ganz schön.


Die ITIL Schulung war sehr fordernd, weil die Inhalte sehr abstrakt waren und ich noch keine großartigen Anknüpfungspunkte zu meiner Arbeit bzw. auch keine Übersetzung für mich erstellen konnte. Das war mir davor schon so halb klar gewesen, ich war ja auch vor allem als „Urlauber“ bzw. Neugieriger dort um zu verstehen wovon andere Menschen um mich herum sprechen. Als es aber so geballt auf mich einprasselte, war ich schon ein wenig herausgefordert und gegen Nachmittag dann auch sehr dicht von den Versuchen, mir einen Reim aus den Inhalten zu machen.

Nach dem Ende des Kurstages löste ich noch eine Probeklausur und bestand diese. Das beruhigte mich, da offenbar doch ein bisschen hängen geblieben war bzw. mit Nachdenken sowie über die Jahre angesammelten Wissen doch was zu erreichen war.


Gemeinsames Abendessen mit einigen Schulungsteilnehmern. Wir unterhielten uns gut, ich stellte (erleichtert) fest, dass auch andere Teilnehmende Verständnisprobleme hatten. Nach dem Essen waren meine Sozialakkus sehr leer, ich war froh als sich die Runde kurz danach auflöste.


Kurz nachdem ich im Hotelzimmer nochmals über die Probeklausur nach– und mir dachte, dass ich ja doch ein recht schlauer Typ bin, verhedderte ich mich beim Umziehen für eine kurze Fitnesseinheit in T-Shirt/Pullover und musste mich sehr unwürdig entheddern. Schön, wenn kleine Höhenflüge sofort gestoppt werden.

Nach der Sport- bzw. Fitnesseinheit nochmal eine Lerneinheit von 22 bis 0 Uhr, ich übersetzte das Tagwerk in eine für mich geeignete Sprache. Anschließend leichte Einschlafprobleme, der Kopf kreiste um die Schulungsinhalte.

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Mittwoch, 06.11.2024

Packen und Vorbereitung für meine Fahrt nach Stuttgart ab Mittag, ich nehme morgen und Freitag an einer ITIL-Schulung teil.


Beim Warten auf die S-Bahn zum Hauptbahnhof sehr gewundert über das viele Blaulicht vor dem Forum Köpenick, nichts dabei gedacht. Als ich dann im ICE nach Stuttgart saß, gingen die Klassenchats steil: Offenbar hatte am Forum Köpenick jemand um sich geschossen und war flüchtig, die Schule bat um Abholung der Kinder falls man in der Gegend wohnt. Kurz mit Jott abgestimmt, sie organisierte die Abholung durch ihre Mama. Ganz merkwürdiges Gefühl, während ich parallel die WhatsApp-Gruppen und Nachrichten-Seiten las. Vor allem Beunruhigung/Sorge, die Vorstellung das da jemand mit einer Waffe sowie der Bereitschaft sie zu nutzen in der unmittelbaren Nachbarschaft herumlief war besorgniserregend.

Parallel– ich bin auch nur ein neugieriger und sensationsheischender Paul– mit einer Bekannten geschrieben die im Forum arbeitet. Sie hatte gar nichts mitbekommen und hätte, wenn sie nicht wiederum von einer Bekannten informiert geworden wäre, nichts mitbekommen.


In der Bahn noch ein bisschen gearbeitet und die losen Enden von gestern verwoben, ansonsten aus dem Fenster geschaut und später dann Blogbeiträge geschrieben.

Plangemäße Ankunft in Stuttgart Hauptbahnhof, ich erwischte sogar einen 5 Minuten später fahrenden Anschlusszug und kam früher als erwartet in Ludwigsburg bzw. später im Hotel an.

Auf Grund von akuter Müdigkeit alle Abendpläne über den Haufen geworfen und mich gegen kurz nach 21 Uhr hingelegt.

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Dienstag, 05.11.2024

Sehr ruhiger Arbeitstag, ich hatte exakt einen Termin– das ist schon sehr ungewöhnlich. Danach in deep work abgetaucht, bis die Kinder gegen halb Drei eintrudelten. Danach nur noch work, deep war auf Grund der Lautstärke nicht machbar.


Nachmittags Schwimmtraining für die Zwillinge, M blieb zu Hause– mit seinem gebrochenen Daumen darf er nicht mitmachen. Lang und breit gefragt ob das für ihn okay ist, allein zu Hause zu bleiben. Er war dabei entspannter als ich und freute sich auf die Ruhe.


Abends dann sehr k.o. und überreizt, vor allem durch die Beschallung ab 14:30 Uhr sowohl zu Hause als auch in der Schwimmhalle. Die lose geplante Sporteinheit aus akuter Unlust und zu Gunsten eines Sofa-Abends mit Jott & Klamauk (Die Werwölfe von Düsterwald auf Netflix) ausfallen lassen.

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Montag, 04.11.2024

Zurück im Alltag: Die Kinder mussten in die Schule, Jott ins Büro. Ich genoss die himmlische Ruhe, nachdem alle aus dem Haus waren.


Mittags zum nächsten UPS-Paketpunkt geradelt und neue Ohrnupsies für die mir von Jott vermachten Air Pods abgeholt. Ich brauch die wirklich in XS, alles andere ist zu groß. Hoffentlich halten sie mit den kleineren Nupsies besser beim Laufen.

Fasziniert festgestellt, dass der Paketladen gar nicht weit weg ist (10 Minuten mit dem Rad)– aber da ich sonst nie in der Richtung unterwegs bin, fühlt sich das gedanklich immer ganz weit entfernt an.


Abends völlig überreizt vom Lärm der Kinder gewesen. Vor allem J drehte immer mehr auf und kam nicht selbst runter, ich war irgendwann kurz davor trotz Ohrstöpsel aus der Wohnung zu stürmen.


Nach dem (berechtigten) Hinweis, dass wir nicht genügend Platz für weitere Bücher-Großbestellungen haben, reaktivierte ich meinen Bibliotheksausweis und bestellte direkt die nächsten in Italien spielenden Krimis (die Rocco-Schiavone-Reihe von Antonio Manzini) – mit der Montalbano-Reihe von Andrea Camilleri bin ich nämlich so gut wie durch. Ich bin gespannt, wie der Ortswechsel von Sizilien ins Aosta-Tal ausfällt :)

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Sonntag, 03.11.2024

10 Stunden geschlafen. Die letzten Tage waren ganz schön anstrengend.


Den Vormittag größtenteils mit Haushaltsaufgaben und Familienorga verbracht. Nach dem Mittag verabschiedete sich erst Jotts Schwester und dann später auch ihre Mama. Die Kinder und ich gingen nach dem Vesper nochmal raus und spielten eine große Runde Verstecken auf dem Wuhle-Spielplatz, heim ging es erst als es so dunkel war das ich nicht Kind von Strauch unterscheiden konnte und das Versteckspiel unschaffbar schwer wurde.

Auf dem Rückweg wollten sie um die Wette rennen. Was als heiteres Kinderspiel begann artete schnell aus, weil J absolut nicht einverstanden war mit seinen (sehr knappen) Niederlagen gegen M. Er eskalierte also auf dem weiteren Heimweg und auch zu Hause munter vor sich hin, das trübte meine Stimmung ziemlich.


Die Kinder sagen teilweise Hamsterdam. Ich korrigiere nur widerwillig.


Abends Couching mit Jott, wir schauten das Staffelfinale von Agatha All Along und wurden bestens unterhalten.

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Samstag, 02.11.2024

Zu strahlenden Sonnenschein aufgewacht. Nach dem Frühstück im Hotel liefen wir nochmal zur Van Stapele Koekmakerij und besorgten Mitbringsel für unsere Kindersitter. Bei Sonne sah die Stadt nochmal ein ganzen Stück schöner aus, ich schaute nochmal ausgiebigst in die Gegend.

Auf dem Weg zum Bahnhof kam dann eine Nachricht der Bahn, die uns kurzzeitig die Laune verhagelte: Unser Zug nach Berlin entfiel. Zum Glück fuhr zwei Stunden später schon der nächste; Jott buchte uns Sitzplätze und dann versuchten wir das beste aus dem Bonusaufenthalt zu machen.


Der nächste Zug war dann pünktlich und gar nicht so voll wie gedacht, wir hatten die gesamten sechs Stunden Fahrt das Sechser-Abteil für uns. Die Fahrt war relativ ereignlos, wenn man von lärmenden Mitreisenden absieht die wir auf Grund der nicht schließenden Abteiltür nicht ausblenden konnten.


Ankunft zu Hause gegen 20:30 Uhr, die Kinder waren noch wach und begrüßten uns fröhlich. Wir waren ganz schön durch, Jotts Mama und ihre Schwester auch– wir erzählten noch kurz, dann verabschiedeten sich die beiden recht bald darauf und wir gingen, direkt nachdem sie weg waren, auch ins Bett.