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Journal Donnerstag, 18.7.2019

Zwei Tage nach unserem offiziellen Einzug wurde unser Kellerschloss– und das von einigen Nachbarn– geknackt. Im Keller fehlt nichts, schön ist es aber trotzdem nicht. Die Polizei kommt morgen Vormittag vorbei, heute Abend hatte niemand Zeit für sowas (ich hab ja nicht die 110 angerufen, sondern unseren Polizeiabschnitt rausgesucht und dann da angerufen). Keine Ahnung was die machen können und wollen; vermutlich wird der Fall aufgenommen und dann in drei Wochen zu den Akten gelegt.

Nächste Unschönheit: Nachdem Jott-Hulk heute die Waschmaschine ausrichtete, schmissen wir sie Abends zu einem Testdurchlauf an. Beim Abpumpen entdeckten wir dann, das zwischen Ablauf-Anschluss-Rosette und Wand ein bisschen Wasser lief. Also direkt mit dem Hausmeister und der Hausverwaltung und dem Notdienst der Hausverwaltung telefoniert. Morgen kommt da auch jemand.

Zusammen mit anderen Mängeln (Sicherung fliegt öfter raus wenn im Kinderschlafzimmer Steckdosen geschaltet sind, Lüfter im Gästebad geht nicht, zu hohe Spannung am Medienanschluss verhindert Nutzung, ein Fenster lässt sich nicht auf kipp stellen, ein Rollladen hängt, etc. pp.) hinterlässt das einen sehr schalen Beigeschmack.

Das hier ist ein fucking Neubau und hier hats mehr Probleme als in der alten Wohnung. Kannjawohlnichtsein.

Dazu kommt: Wir brauchen das gerad nicht. Wir haben weiß Gott genug anderen Kram im Kopf.

… Arbeit beispielsweise. Ich wollte ja mustergültige Urlaubsübergaben vorbereiten, aber Pustekuchen– das Tagesgeschäft kommt massivst dazwischen. Morgen ist auch eher ungünstig: Erst ist Übergabe der alten Wohnung, dann ‘ne längere Telko für die ich mich noch vorbereiten muss (http/2 anyone?), dann sollen Polizei und Waschmaschinenmenschen kommen, dann ist noch ‘ne Softwarepaketauslieferung angesetzt für die Qualitätssicherung und Packen des Pakets fehlen, und dann halt noch anderer Kram. Achja, wir müssen noch Klamotten packen für unseren Aufenthalt auf dem Land und 17 Uhr losfahren.

Langweilig wirds morgen also nicht. Und ich prophezeie, das ich im Urlaub sitzen und liegen gebliebenes und Übergaben machen werde– ich fehl ja nun Urlaubs- und KiTa-Eingewöhnungsbedingt länger und da brauchts so ein paar Informationsweitergaben.

… ich bleib morgen einfach im Bett liegen.

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Journal Mittwoch, 17.7.2019

Heute Büro für mich + Umzugsurlaub für Jott. Nachmittags gemeinsames Räumen & kurze Fahrt zur alten Wohnung, das Werk des für heute dort einbestellten Reinigungsmenschen begutachten (so sauber war die Wohnung zuletzt bei Einzug vor acht Jahren). Abends wieder sehr k.o. auf die Couch. Der Tag gestern steckte noch in den Knochen.

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Journal Dienstag, 16.7.2019

Alte Wohnung leer, neue Wohnung voll. Voller. Am vollsten. Jott und ich sind fix und alle. Aller Kram aus der alten Wohnung hat in die neue Wohnung bzw. den Keller gepasst, zumindest schön gebündelt in Form von Umzugskartons. Die müssen wir in den nächsten Tagen auspacken (ach was), um a.) zu sehen wo was hinkommt und b.) was wir loswerden müssen. Denn, das haben wir dann heute auch gemerkt, wir haben viel zu viel Zeug das wir gar nicht benötigen (allein die Gläser! Weingläser, Biergläser, Sektflöten… Dabei trinken wir so gut wie nie Alkohol und wenn, dann einfach direkt aus den großen praktischen IKEA-Gläsern…) und das wollen wir reduzieren.

Jetzt ist jedenfalls erstmal Feierabend für heute, die Dusche und das frisch bezogene neue Bett rufen.

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Journal Montag, 15.7.2019

Wir haben zu viel Kram für zu wenig Kisten. Uns fehlt ein Tag Vorlauf. Wir wissen nicht, wie der zuviele Kram in die neue Wohnung passen soll. Ich will nie wieder umziehen.

… eigentlich sieht es, glaube ich, ganz gut aus. Könnte auf jeden Fall schlimmer sein.

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Journal Sonntag, 14.7.2019

Vormittags mit den Kindern auf dem Spielplatz gewesen. Nach dem Mittag fuhr Jott mit ihnen zu ihrer Mama aufs Dorf bei Magdeburg, wo die drei ab heute eine Woche mit Oma zelten werden. Ich bereitete zu Hause den Umzug vor (Kisten packen).

Nach Jotts Rückkehr mit Freunden im Simply Asia in Friedrichshagen essen gewesen. Danach nochmal ein bisschen Kisten gepackt, jetzt Bett.

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Journal Samstag, 13.7.2019

Während Jott samt fleißiger Helferlein (danke! Tausend Dank!) in der neuen Wohnung Möbel aufbaute, verbrachte ich beinah den ganzen Tag allein mit den Kindern. Es war nahezu durchgehend furchtbar. Ich hab mich anderswo schon ausgekotzt und wiederhole das aus Faulheit nicht. Wenn die Kinder morgen von Jott zum einwöchigen Zelturlaub zur Oma gebracht werden, mach ich jedenfalls ‘ne Pulle Schampus auf.

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Journal Freitag, 12.7.2019

Wieder aus dem Home Office gearbeitet. Jott hütete die neue Wohnung, strich Wände und nahm Möbellieferungen in Empfang.

Morgens die Kinder in die KiTa gebracht und nachmittags abgeholt. Beim Verabschieden vom Team ein wenig emotional geworden– gerade im Nestbereich für die Kleinen arbeiten supertolle Leute und die Kinder wurden so warm, liebevoll und wertschätzend begleitet, dass es eine wahre Freude war. Genau das gesagt, dabei leicht feuchte Augen gehabt + gesehen, dass es auch der Zwillings-Bezugserzieherin so geht.
Vor Verlassen des Hauses mit den Kindern eine große Runde gedreht. Allen Räumen tschüss gesagt, allen Menschen tschüss gesagt, allen gewunken, frohen Mutes und schweren Herzens durch das Tor gegangen, angehalten, den Kindern gesagt das wir jetzt aber wirklich tschüssi zur alten Kita sagen und dann gemeinsam ohne Umdrehen losgegangen und dabei erzählt, wem wir alles demnächst hallo sagen und wen wir neu begrüßen können.
Ich hoffe, das machts ihnen leichter.

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Journal Donnerstag, 11.7.2019

Fix und alle. Heute Arbeit aus dem Home Office (Jott führte unterdessen ein Entwicklungsgespräch zu den Zwillingen und kaufte im Anschluss Farbe und Malerzubehör), unterbrochen von der Wohnungsübergabe für die neue Wohnung. Ich kroch mit Smartphone-Taschenlampe und Kamera in jeden Winkel der neuen Wohnung und dokumentierte alles, was irgendwie mangelhaft aussah.
Danach wieder nach Hause, weiterarbeiten. Jott blieb in der Wohnung und begann mit dem Streichen der Wände.
Nachmittags fuhr ich mit den zuvor abgeholten Kindern in die neue Wohnung. Auf dem Weg aßen wir noch ein Eis und kosteten Sonne und Wärme aus– morgen soll es ja eher unschön werden. In der neuen Wohnung interessierten sich die Kinder vor allem für den großen Spielplatz im Innenhof und nahmen den ausgiebig unter die Lupe.
Kurz vor 19 Uhr mit den Kindern zurück in die alte Wohnung. Jott blieb zum Streichen zurück. Zu Hause Kindereskalation mit wüsten Geschrei (ich) und Heulen (Kinder), dann gemeinsames Abendessen in relativer Ruhe und Kinderinsbettbringung. Gegen 21:15 Uhr kam Jott nach Hause, zum Streichen war es mittlerweile zu dunkel. Einträchtiges Aufräumen von Esstisch und Küche, Vorbereitung der Frühstücksboxen, dann ging Jott ins Bett und ich noch kurz an den Arbeitsrechner.

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Journal Mittwoch, 10.7.2019

Weil ich ja demnächst im Büro nur noch sporadisch anwesend sein werde und meine Aufgaben vermutlich zumindest teilweise von Kollegen aufgefangen werden müssen, hab ich heute mit Projekt-Dokumentation angefangen. Dabei stellte ich mich so schlau an (keine Ironie), dass ich in Zukunft eine wunderbar aufgeräumte Statusliste für ein Projekt habe, die zudem als Vorlage für andere Projekte dienen kann.

Zu Hause diverse Termine und Umzugsrelevante Sache in den Kalender eingetragen. Ich hab jetzt einen guten Überblick über die nächste Zeit, hurra!

Rückblickend betrachtet ein Planungstag also. War nicht so geplant (hehe), hat sich aber ergeben.

Die Kinder müssen die bevorstehenden Veränderungen spüren. Ich kann mir nicht erklären, weshalb sie sonst so schräg drauf sind. Gut, das sie ab Sonntag für eine Woche außer Haus sind.

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Journal Dienstag, 9.7.2019

… in fünfzehneinhalb Jahren sind sie raus. In fünfzehneinhalb Jahren sind sie raus. In fünfzehneinhalb Jahren sind sie raus. In fünfzehneinhalb Jahren sind sie raus…

Das große Angebot hab ich heute fertig gestellt und abgestimmt. Das zog sich tatsächlich nochmal, aber jetzt ist es erledigt. Morgen können dann die 3000 anderen Sachen angegangen werden, die ich die letzten Tage vernachlässigt habe.
Im Ernst: Es wäre schön, wenn es dann jetzt endlich mal ruhiger würde.

Zur Feier des Tages keine Abendarbeit, dafür ein bisschen Haushalt (also ich ein bisschen. Jott viel).