Es zeigt sich wieder einmal: Wird Herr Schnuffke ausgelastet- gestern war es der Besuch bei seinen Großeltern-, dann schläft er durch. Das war sehr schön, denn nach dem extrem langen Fußballspiel war die störungsfreie Nacht sehr angenehm und sehr erholsam.
Nach dem Frühstück zogen Herr Schnuffke und ich los zum Müggelsee. Sonntag morgen um Neun sind die Straßen erstaunlich leer und die Stadt angenehm ruhig. Herr Schnuffke nutzte den Weg für ein Schläfchen, ich holte mir ein Eis in der Bölschestraße und musste ausnahmsweise mal nicht teilen.
Am Spielplatz am Spreetunnel war bei unserer Ankunft kurz nach Zehn schon Hochbetrieb. Herr Schnuffke wachte auf, sobald die Räder des Buggys still standen, guckte erstmal vergnügt in die Runde und, nach einer guten halben Stunde Eingewöhnung in die Situation, krabbelte durch die Gegend.

Heute wurden Enten und Boote angeguckt, geschaukelt, geklettert- seit ein paar Tagen ist Stufen hoch und runter klettern ganz angesagt- und mit Sand um sich geschmissen.
Kurz vor 12 fuhren wir mit der Straßenbahn zurück nach Hause, aßen Mittag und zogen uns anschließend ins Kinderzimmer zum Spielen zurück, um Jott ein ungestörtes Mittagschläfchen machen zu lassen. Herr Schnuffke wollte sich dem nicht anschließen, er war zwar müde, spielte aber lieber mit seinen zum Geburtstag geschenkten Holzbausteinen (er schmiss von mir gebaute Türme um).
Am Nachmittag trafen wir uns im Innenhof mit unseren Nachbarn von oben zu Kaffee und Kuchen. Die Kinder spielten im Sand und mit einer Aquaplay-Wasserbahn (ich will das auch, in GROSS!), Jott und ich erzählten und drückten die Daumen, dass die höchstschwangere Nachbarin möglichst noch vor Donnerstag entbinden kann, um um eine Einleitung herumzukommen.
Gegen 17 Uhr wurde Herr Schnuffke immer ruhiger, kuschelte sich irgendwann an Jott an und schlief kurz darauf auf ihr ein. Meine Befürchtung, dass er deshalb Abends lange wach bleiben würde, bestätigte sich zum Glück nicht. Nach Baden und Abendessen schlief er schnell wieder ein- es scheint, als ob ihn dieser Tag auch ordentlich ausgepowert hat.
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Aus Gründen (Herr Schnuffke hat mich beim Tragen komplett von oben bis unten vollgepullert) stieg ich mit dem Kind in die Wanne. Das war schön, wenn auch ein wenig beengt. Wir müssen das idealerweise mal bei Jotts Papa wiederholen, der hat eine 2×1-Meter-Badewanne und da sollten das Kind und ich genug Platz drin finden, ohne das der Großteil meines Körpers aus dem Wasser guckt.
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Was schön war: Das Zähneputzen heute morgen lief nicht ganz furchtbar ab. Herr Schnuffke steckte zumindest die Zahnbürste mitsamt Zahnpasta in den Mund und erlaubte mir, sie ein bisschen auf und ab zu bewegen.


