Kategorien
Journal

Journal Samstag, 7.5.2016

Vormittags Wocheneinkäufe getätigt, nachmittags mit Herrn Schnuffke zu meinen Eltern ins Brandenburgische gefahren, mit Übernachtung. Wir fuhren ohne Jott, die war andersweitig verplant.

Herr Schnuffke fährt gern Bahn, zumindest wenn er aus dem Fenster gucken kann. Konnte er heute. Den ersten Teil des Weges, den wir mit der Straßenbahn bewältigten, ließ ich ihn im Buggy- die Straßenbahn wackelt und schwankt sehr stark-, erst in der S-Bahn holte ich ihn heraus, stellte ihn auf eine Sitzbank und ließ ihn die Landschaft angucken. Das kam sehr gut an, als ich ihn kurz vor der gewünschten Haltestelle wieder in den Buggy bugsierte war er nur mäßig begeistert.

Das Wetter ist kompliziert: Was ziehe ich Herrn Schnuffke an? Heute hatte es um die 23° mit viel Sonnenschein und teilweise böigen Wind. Ein Jäckchen über dem Body hielt ich für zuviel Stoff, andererseits war der Wind teils recht frisch und hätte besagtes Jäckchen eventuell erfordert. Ich selbst war in T-Shirt und kurzen Hosen unterwegs und fror nicht, aber ist das aufs Kind übertragbar? Andere Kleinkinder, die ich sah, waren entweder wesentlich dicker angezogen (das kam mir übertrieben vor) oder genauso (Hose, Schuhe, Body).
Herrn Schnuffkes Nacken war den Tag über konstant warm, er machte auch keine Anzeichen das ihm kalt sei. Vermutlich ging die Wahl der Bekleidung also in Ordnung, aber ganz sicher bin ich nicht.

Mir fehlen die Natur und die Ruhe, die es hier (im Brandenburgischen) gibt. Mit zunehmenden Alter kristalliert sich das heraus. Bin ich etwa doch ein Landei? Könnte ich mir vorstellen, im Speckgürtel Berlins zu leben? Mit noch längeren Fahrzeiten zur Arbeit? In einem Haus mit Grundstück statt einer Wohnung (das wir eh nicht finanzieren können, aber vorstellen kann man sichs ja mal)?

Komplizierte Fragen.

Was schön war: Herr Schnuffke im Spiel mit seinen Großeltern. Das war Gold.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert