Die Nacht sehr wenig Schlaf bekommen. Ohne Jott kann ich nicht einschlafen, also blieb ich am Donnerstagabend lange wach in der Hoffnung, dass die Müdigkeit das Problem für mich lösen würde. Tat sie aber nicht, und auch eine Dreiviertelstunde lang Podcast hören half nicht. Schlussendlich schlief ich also erst gegen Mitternacht ein, wachte halb Zwei wieder auf als Jotts Mama wiederkam, blieb wach bis Jott gegen Viertel Drei ins Bett kam und konnte dann erst gegen 3 Uhr wieder einschlafen– bis der Wecker um 6:04 Uhr klingelte.
So müde war ich schon lange nicht mehr. Aber immerhin gings Jott genauso, und geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid.
Den Arbeitstag sehr entspannt rumgebracht. Da ich zwischen den Jahren eh nochmal reinschauen muss (Monatsabschluss, Bereitschaft), wird sich das zeitlich schon aussgehen.
Das verschobene Date:
Mitte Oktober hatte ich für Jott und mich Tickets für die Siegfried-und-Joy-Weihnachtsshow am 15.12. gekauft. Anfang Dezember wurde der Termin für die Weihnachtsfeier ihrer Firma auf… den 15.12. gesetzt. Nach viel Diskutieren, Schuldgefühlen (Jott), Zickigkeit und gekränkten Gefühlen (von mir) und Kompromissvorschlägen (von Jott) sagten wir den Zaubershow-Termin ab; die Karten dafür bekam Jotts Mama. Jott schlug als Ausgleich einen Nachholtermin am 16.12. vor– also heute. Ihre Wahl fiel auf die Komische Oper und „Die Perlen der Kleopatra“. Passte für mich, ich war noch nie in der Oper. Essen gehen wollten wir auch.
Gestern Nachmittag: Eine Mail der Komischen Oper trifft ein. Auf Grund eines Krankheitsfalles müsse die Vorstellung leider abgesagt werden.
Wir planten also um auf Kino und Essen. Ich würde Jott gegen 16 Uhr abholen, dann führen wir ins Astra nach Johannisthal, guckten „Einfach mal was schönes“ und gingen anschließend in Adlershof was essen.
Nicht bedacht bei dem Plan hatten wir: Unsere Müdigkeit und Jotts Zustand nach einem Tag im Büro, an dem sie mutterseelenallein (ihre beiden Kolleginnen waren krank und, ähem, nach einer Feiernacht mit viel Alkohol bis 4 Uhr morgens, auch krank) neben ihrem normalen, sowieso schon fordernden, Tagesgeschäft, das Büro wieder in Schuss bringen musste. Als ich kurz nach 16 Uhr ankam, war Land unter, Jott ziemlich am Ende und noch Kram im Büro aufzuräumen. Also erstmal mitangefasst und Möbel verrückt und Deko abgebaut– und dann war es mit einem Mal kurz vor 17 Uhr und wir wären niemals im Leben pünktlich zur 17-Uhr-Vorstellung gekommen. Wir entschieden uns nach ein bisschen gut zureden meinerseits für das einzig sinnvolle: Kein Kino, stattdessen in Ruhe Jotts Aufgaben im Büro fertig machen, nebenbei ein paar Essensreste snacken (ist ja fast wie Essen gehen) und einfach entspannt bleiben. Als wir fertig waren, trafen wir beim Aufräumen eine Sowas-wie-Kollegin von Jott aus der Schwesterfirma in einem anderem Gebäudeteil, quatschten noch mit ihr und fuhren anschließend wieder nach Hause; inkl. Abstecher zum Rewe für Schoko-Weintrauben, Ginger Ale und Chips (wir wissen, wie man feiert).
Tja, und so hatten wir gute anderthalb Stunden gemeinsam, ohne Kinder und teils in Gesellschaft anderer. Passt auch– man nimmt, was man kriegen kann.
Ausblick können sie in Jotts Büro:

