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Journal Donnerstag, 23.2.2017

Am Mittwoch war übrigens eine Sozialpädagogin bei uns. Sie wird uns bei diversen Anträgen helfen, die zu bearbeiten und auszufüllen Jott die Zeit fehlt. Dadurch kann Jott Aufgaben delegieren und hat den Kopf hoffentlich für andere Sachen frei.

Seit ein paar Tagen werden die Zwillinge etwas pflegeleichter. Sie weinen nicht mehr soviel, sind wacher und nehmen ihre Umgebung und uns besser wahr. Das geht soweit, dass sie uns beide anlachen, wenn wir sie beispielsweise im Gesicht streicheln. Sie können sich zwar immer noch nicht selbst beruhigen und brauchen dazu weiterhin Hilfe von uns, aber (gefühlt) inzwischen weniger als noch vor drei Wochen. Auch Jott, die die beiden ja nun weitaus länger sieht als ich, bestätigt eine Tendenz zum Besseren.

🎊 Ab der kommenden Woche wird uns an fünf Tagen die Woche eine Mütterpflegerin unterstützen. 🎉

M. wird die nächsten Tage wieder bei meinen Eltern im Brandenburgischen verbringen. Der heutige Abend war dadurch wesentlich entspannter- es sind eben nur zwei Kinder zu versorgen (außerdem haben wir beim Inder bestellt, Abendessen zubereiten und alle damit verbundenen Aufbau- und Aufräumarbeiten entfielen also).

J. war auf Grund seiner Erkältung die vergangene Nacht offenbar fast stündlich wach. Arme Jott. Mein Angebot, ihn heute Nacht zu mir zu nehmen, winkte sie nur müde (ja, doppeldeutig) ab- ich muss morgen halbwegs fit für die Arbeit sein. Gerade weil ich aus dem Home Office arbeiten werde, muss ich was schaffen- es soll ja niemand Grund zum Klagen haben.

Weil ich beim Arbeiten die Zeit vergaß und zu allem Überfluss kurz vor knapp noch dachte „Ach, das machste noch fix“, kam ich später als vereinbart nach Hause. Normalerweise kein Problem, aber gerade heute dann doch: Am Abend stand die wöchentliche Lebensmittellieferung an, und Jott war mit den Zwillingen mehr als ausreichend beschäftigt. Und wie es so kommt, stand der Lieferwagen natürlich diesmal überpünktlich- also 5 vor 6- vor der Tür… Zu dem Zeitpunkt fuhr meine Bahn gerade in den Bahnhof ein. Jott musste also mit vor Hunger brüllenden Kindern im Wohnzimmer die Lebensmittel in Empfang nehmen.

Zum Glück hat sie meine Entschuldigung fürs Zuspätkommen und sie im Stich lassen akzeptiert und sich mit einer Einladung für Essen bestellen beim Stamm-Inder besänftigen lassen.

Ich habs ihr bereits gesagt, und ich sags auch öffentlich: Ich habe eine Hochachtung vor Jott, ihrer Arbeit mit den Zwillingen, und ziehe meinen Hut. Ich habe derzeit eindeutig den einfacheren Job.

Im Büro fällt mein Lieblingsprojekt, auf dem ich die letzten Monate und Jahre hauptsächlich arbeitete, hinten runter. Es begann mit meiner Abwesenheit vor und nach Weihnachten und verschlimmerte sich während der Kind- und Paul-krank-Tage ab Mitte Januar bis Anfang Februar. Das ärgert mich, ich habe viel Energie, Gehirnschmalz und Zeit reingesteckt und möchte natürlich nicht, dass diese Arbeit leidet. Mal gucken, was da gemacht werden kann- zur Not muss ich, wenn ich wieder fehle, irgendwie Zeit zu Hause freischaufeln, damit keine Arbeit mehr liegen bleibt.

Morgen habe ich einen Einzeltermin bei der Schrei-Ambulanz. Ich in gespannt, wie das wird.

Ein langer, sehr erhellender Artikel über junge Trump-Wähler, über ein sehr bekanntes Imageboard, über eine verlorene Generation, über Gender… Der Artikel deckt unglaublich viel ab.

Was schön war: In der Bahn die Zeit haben, besagten Artikel lesen zu können.

2 Antworten auf „Journal Donnerstag, 23.2.2017“

Offenbar Licht am Horizont! Es sei Ihnen so sehr gegönnt! Geniessen Sie jedes Lächeln und jeden Augenblick der Entspannung. Damit Sie sich später auch noch an die schönen Augenblicke der ersten Zeit erinnern können. Es geht so viel verloren…

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