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Journal Dienstag, 8.11.2016

Kein Bürotag, ich war auf einer Weiterbildung zum Brandschutzhelfer.
Fettexplosion
War spannend, sowohl was den theoretischen Teil betrifft als auch den praktischen Teil. Ich habe zum allerersten Mal einen Feuerlöscher benutzt und einen Mini-Flächenbrand gelöscht.

Wie auch bei den bislang besuchten Erste-Hilfe-Kursen hoffe ich, dass ich nie in die Situation komme, das erlernte Wissen anwenden zu müssen. Falls doch, bin ich jetzt zumindest ein bisschen besser vorbereitet.

Weshalb der 8.11. der Wahltag für die US-Präsidentschaftswahl ist. Zusammengefasst:

Essentially, Congress set up a day that would most accommodate a bunch of (white, male) farmers’ working, traveling, and religious practices.

Superniedliches Tool: Calli Clever's kostenloser TippTrainer für Kinder.
Ich nutze zum Tippen ein Vierdreiviertel-Finger-System, langjährig erprobt durch lange Nächte in Chats, Spielen und eben beim Bloggen (seit zehn Jahren inzwischen, wow!). Ich bin relativ fix damit, aber es „System“ zu nennen ist arg euphemistisch- mal gehts schneller, mal langsamer und wenn ich aus dem Takt gerate muss ich auf die Tastatur gucken.

Bereits bei den ersten Übungen merke ich, wie ich meinen Kopf anstrengen muss um mit den richtigen Fingern die Tasten zu drücken. Das ist gar nicht so leicht (oder ich bin doof- wie Option besteht natürlich auch).

An manchen Tagen gehe ich abends eben ins Bett und bin gescheitert. War ungeduldig, habe Dinge vergessen, war zu erschöpft, um aufmerksam zu sein, hab mich falsch verhalten.

Aber dann kommt eben ein neuer Tag und ich kann es wieder versuchen – nur eben nicht auf dem völlig überzogenen, nie zu erreichenden Ideal-Niveau – sondern mit der Erlaubnis zu scheitern und somit auch weichherzig für das Scheitern der anderen zu werden.

Wenn ich, wie gestern, weißglühend vor Zorn aus dem Kinderzimmer stürme, ist da eine Viertelstunde später das Gefühl, versagt zu haben. Als Paul, der seine große Schwäche (die Ungeduld) nicht richtig im Griff hat. Und als Vater, der sein Kind anmault und nicht immer 100%ig liebevoll ist, sich unsouverän verhält und seinen eigenen Stress auf das Kind spiegelt- obwohl das Kind ja nichts dafür kann, weil es noch gar nicht versteht wo das Problem ist und mit Sicherheit auch nicht freiwillig so ein Theater macht.

Drum habe ich den obigen Beitrag und auch das verlinkte Interview gern gelesen. Nicht, weil es mir als Entschuldigung dienen soll für gelegentliches Fehlverhalten (im Sinne von „Ich bin halt so“). Sondern als Bekräftigung, das Scheitern eben menschlich ist. Und das ich am nächsten Tag versuche, die Situation zu verbessern.

Was schön war: Nachmittagsschlaf! Dank Lehrgang war ich etwas früher als sonst zu Hause; Herrn Schnuffke musste ich heute auch nicht abholen. Also nutzte ich die Zeit und holte Schlaf nach.

Eine Antwort auf „Journal Dienstag, 8.11.2016“

Meine Mutter hat, als ich zwölf war, beschlossen, dass ich später bestimmt auch mal am Pc arbeiten werde und mich für einen Zehnginger-Tippkurs in der VHS angemeldet. Ich sags mal so, es war keine schlechte Idee und ich bin ihr regelmäßig dankbar dafür

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