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Mittwoch, 19.08.2026

Zur Hausärztin gegangen und mich für den Rest der Woche krankschreiben lassen. Die Halsschmerzen sind zwar mittlerweile verschwunden, aber ich fühl mich weiterhin sehr malade und war auch nach dem fünfminütigen Fußweg zum Arzt komplett außer Atemn.

Die Woche hab ich mir anders vorgestellt. Eig. wollte ich verkürzt arbeiten und nachmittags mit den Kindern was machen, das entfällt komplett. Sehr angenervt.


Endlich mal wieder ein Buch angefangen: „Best served cold“ aus der First Law Welt. Viele alte Bekannte wieder getroffen, neue Charaktere kennen und lieben gelernt. Wie auch in der First Law Trilogie alle in Graustufen– nicht böse, nicht gut, aber glaubhaft und menschlich. Joe Abercrombie hats drauf :)


Vanessa fliegt spontan nach Zagreb und spricht über Change Management
Starke Aktion. Ich bewundere die Kurzentschlossenheit, das Selbstbewusstsein und wie tief man im Thema sein muss, um „mal eben so“ mit super wenig Vorbereitungszeit einen Workshop durchführen zu können.


Stabiler Typ, der Monchi.
Auch hier: Graustufen, schwarz-weiß funktioniert nicht.

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Dienstag, 18.08.2026

Weiterhin krank. Trotzdem an einem Vorbereitungstermin zum ISO-27001-Audit teilgenommen: Ich muss Anfang Oktober im Rahmen des Audits über Anforderungs- und Changemanagement referieren und wollte daher gut informiert sein.
Anschließend längere Pause mit liegen und lesen.

Im Anschluss kurz zu Rewe, damit genügend Essen für uns da ist– die Kinder essen so, als ob sie sich demnächst verpuppen wollen.


M war Nachmittags wieder außer Haus und wollte bis 21 Uhr unterwegs sein. Das war mir nichts, da ists mittlerweile schon wieder dunkel & ich möchte nicht, dass er im Dunkeln am und im Bahnhof unterwegs ist. Aus dem Bauch heraus 19:30 Uhr als Uhrzeit ausgegeben, das scheint nach Recherche für 11-jährige ganz okay zu sein.

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Montag, 17.08.2026

Jott in aller Frühe verabschiedet, wieder hingelegt. Anderthalb Stunden später aufgestanden, auf Arbeit für heute und morgen abgemeldet und die Zwillinge geweckt damit sie in den Hort gehen können.
Die beiden durften ihre Brot- und Vesperbüchsen selbst machen und verstanden das als Bonus und Belohnung und nicht als Pflicht. Glück gehabt, das sparte viele Diskussionen.


M war nachmittags bei einem Freund und kehrte erst Abends zurück, das entzerrte den Nachmittag/machte ihn einfacher.

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Sonntag, 16.08.2026

Krank. So richtig schön erkältet. Halsschmerzen, Kopfschmerzen, ausgeprägtes Krankheitsgefühl.
… und letzte Woche hab ich noch gedacht wie cool es ist, dass ich dank Draußensport und Fokus auf genügend Schlaf so wenig Infekte dieses Jahr hatte.

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Samstag, 15.08.2026

Geschlafen wie ein Stein, leider trotzdem krank aufgewacht. In Anbetracht der „Alternativen“ zum geplanten Tagesablauf (bei 36°C mit nicht ausgelasteten Kindern zu Hause sein vs. im Sommerbad Wuhlheide im Schatten liegen während die Kinder im Wasser toben) Grippostad genommen & mit der Familie ins Sommerbad gefahren.
Die Schattenplätze waren bereits fast vollständig belegt, wir ergatterten Jott sei Dank noch ein Fleckchen das im Laufe des Tages Schatten haben würde, hatten aber nicht viel Abstand zu den „Nachbarn“. Nach uns strömten noch Massen an Menschen nach, es war ein bisschen gruselig. Ich saß/lag unter’m Baum und guckte in die Gegend, las auch ein bisschen aber behielt kaum etwas– es war zu laut, zu warm, zu voll, ich zu angeschlagen.
Am Nachmittag wurde es immer stressiger und anstrengender. Um uns herum wurden Tische und Stühle aufgebaut, Musik aus mehreren Bluetooth-Boxen dröhnte, Menschen breiteten teils direkt neben uns ihre Decken aus um noch ein Fitzelchen Schatten zu bekommen, latschten über unsere Decke… Es war einfach viel zu voll um noch Spaß zu machen, also entschieden wir uns gegen 16:30 Uhr wieder nach Hause zu fahren.

Aber: Die Kinder hatten Spaß und waren beschäftigt, so war der Tag gut rumgebracht.


Wieder zu Hause noch fix eine Waschmaschine mit den nassen Badesachen angeschmissen und im Anschluss direkt hingelegt und anderthalb Stunden geschlafen.

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Freitag, 14.08.2026

Unkonzentriert und müde gewesen, etwas früher mit der Arbeit angefangen. Sport am Nachmittag ging aber gut, auch wenns ziemlich warm war.

Abends Downton Abbey mit Jott angefangen. Hat nur ungefähr ~zehn, zwölf Jahre gedauert bis sie bereit dafür war :)


Im Laufe des Abends immer stärkeres Kratzen im Hals & Schluckbeschwerden. Sehr unpassend, morgen solls ins Sommerbad Wuhlheide gehen und nächste Woche fährt Jott auf Dienstreise.

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Donnerstag, 13.08.2026

In aller Frühe ins Büro aufgebrochen, heute war Jott zu Hause. Gearbeitet, Schnitzel in großer Kolleg:innenrunde gegessen, mehrere sehr konstruktive Nachmittagstermine wahrgenommen. Auf dem Fußweg zur Jannowitzbrücke ein langes Telefonat mit meinem Papa, vor dem Bäcker zu Hause zufällig Jott getroffen und noch kurz gemeinsam durchs Forum gebummelt. Schön wars!

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Mittwoch, 12.08.2026

Die Kinder wieder schlafen lassen und (sehr) früh an den Rechner gesetzt. Funktionierte gut für mich, der Vorteil eines so frühen Starts ist, dass keiner etwas von mir möchte. Jott brach parallel ins Büro auf.


11°C draußen, beim Lüften wurde es so frisch das ich einen Pullover brauchte. Halleluja! Nach anderthalb Stunden hatte es statt 26°C in der Küche nur noch 21,8°C. Es wird, es wird.


Gemeinsames Frühstück mit den Zwillingen, bevor sie zur Schule aufbrachen. M schlief, und so war die Dynamik beim Essen eine ganz andere als normal. Das war schön, weil es friedlicher als normal verlief. Die Geschwister-Konkurrenz-Situation war entschärft.


G ging heute wieder in den Hort. Ihren Zeh tapte (tapete? tape-te?) ich nach ihren Anweisungen (sie hatte gestern beim Arzt aufgepasst), das schien ihr zu helfen.


Große Freude meinerseits: Wir haben nun einen Topf, der groß genug für die Zubereitung von 1kg Nudeln ist.


M lebt sein bestes Leben. Er chillt den Großteil des Tages in seinem Hochbett, liest Mangas, hört Podcast, guckt Netflix, denkt sich Charaktere für Dungeons & Dragons und Brawlstars aus und steigt gelegentlich auf der Suche nach Futter in die Niederungen der arbeitenden Sterblichen hinab.
Latenter Neid meinerseits.


Spätnachmittags eine Runde Sport auf dem Wuhlespielplatz. Beim Rausfahren aus der Garage über G, J und einen Freund gestolpert die durch die Gegend rannten und Passanten „prankten“ (sie legten Gummi-Eidechsen, -Skorpione und -Schlangen auf den Weg und freuten sich wenn die Leute sich erschraken)– dem Zeh gehts offenbar besser.


Abends gemeinsam am Bahndamm die Sonnenfinsternis betrachtet. Sehr beeindruckend und schön. Ungewohntes Licht, Helligkeit und Farben wirkten wie runtergeregelt. Die Kinder staunten kurz als sie die teilverdeckte Sonne sahen, hatten aber schnell genug und quatschten/spielten/benahmen sich wie die Axt im Walde. Jott hatte Erbarmen und ging mit ihnen nach Hause, ich schaute noch ein bisschen der Sonne und dem Mond beim gemeinsamen Untergehen zu.

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Dienstag, 11.08.2026

Glück gehabt: Gs Zeh/Mittelfuß ist nur böse geprellt, nicht gebrochen. Jott brachte die frohe Kunde vom Besuch der Akutsprechstunde einer Unfallchirurgie in Friedrichshagen mit, zu der sie mit G gegen 7 Uhr aufgebrochen war um auch auch ja in die Akutsprechstunde reinzukommen. Gegen 10 Uhr gabs die Entwarnung.


Ich brachte derweil J in die Schule und fuhr anschließend mit der Bahn ins Büro. Dort war ich mit einem Kollegen zu zweit im Viererbüro, das war herrlich entspannt. Meine Garmin zeigte mir für den gesamten Nachmittag, als ich mit Musik auf den Ohren Tickets, Angebote und Nachrichten schrieb, stressfreie Zeit an.


Blitzverliebt in ein Fahrrad. Wie schön und wie hochwertig es aussieht!
… mit so einem Rad würde ich in ständiger Angst leben, dass es einsfixdrei geklaut wird.


Bahnchaos auf der S3 auf dem Rückweg. Signalstörung, Verzögerungen auf der Stadtbahn, kein Zugverkehr zwischen Wuhlheide und Köpenick, keine S3 in Sicht am S Friedrichstraße. Ich fuhr bis S Ostbahnhof in der Hoffnung, dort in eine stehende S3 einsteigen zu können. Essig wars, auch dort keine S3 in Sicht. Nach ein bisschen Alternativen abwägen* fuhr ich mit der S9 bis Schöneweide, stieg in die Straßenbahn und kam mit ungefähr 20 Minuten Verspätung zu Hause an. Das ist dann doch gar nicht so wild.

* Über den Norden (U5) bis Karlshorst/Elsterwerdaer Platz oder den Süden über Schöneweide/Adlershof


Abends Location Scouting zum Betrachten der Sonnenfinsternis morgen. Ich hatte eigentlich die Idee, mit der Familie zum S Wuhlheide zu fahren und dort von den Brücken aus Richtung Westen zu gucken. Das erwies sich aber nur als die zweitbeste Lösung. Die beste Lösung entdeckte ich zufällig auf dem Rückweg, als ich nämlich bei uns am Bahndamm entlang fuhr und mir die Sonne gerade in den Nacken schien. Wir werden uns, so das Wetter mitspielt, die Sonnenfinsternis an der Unterführung zum Forum Köpenick bzw. an der Brücke über die Wuhle anschauen. Dort haben wir um 20:08 Uhr einen störungsfreien Blick auf die Sonne.
Die Sonnenfinsternisbrillen kamen heute, somit haben wir sowohl das Material als auch den Ort. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen :)

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Montag, 10.08.2026

Weil wir nette Eltern sind, ließen wir die Kinder schlafen und ersparten ihnen den Ungemach des Alltags. Reicht ja, wenn Jott und ich um 6 Uhr aufstehen müssen.
G war kurz nach 7 Uhr wach, die Jungs schliefen tatsächlich bis 8 Uhr.


Gs Zeh ist weiterhin blau und dick, am Arztbesuchsentschluss änderte sich daher nichts.
Aber: Die Unfallarzt-Praxis vor der Haustüre hat urlaubsbedingt geschlossen. Das stand natürlich nirgends im Internet, sondern auf einem Zettel an der Tür. Ungemach!
Es folgte ein ungefähr zweieinhalbstündiger Recherche- und Anrufmarathon mit und bei Unfallarztpraxen, die G hätten heute behandeln können. Am Ende stand fest: Keine Chance. Nächste Möglichkeit: Morgen früh zur Akutsprechstunde.
Es war total irre. Praxen, die geöffnet haben aber nicht ans Telefon gehen. Praxen mit Anrufbeantworter und der Info, dass auf Grund von Personalmangel keine telefonische Erreichbarkeit besteht. Praxen, bei denen über zwei Stunden hinweg dauerhaft besetzt war. Praxen, die auch keine Akutpatienten aufnehmen. Ich zweifelte nach den zweieinhalb Stunden an allem und jeden, bevor ich beschloss das Gs Zeh bis morgen warten muss.

… und da wundern sich Leute über überfüllte Rettungsstellen/Notaufnahmen.

Beim nächsten Unfall weiß ich Bescheid, dann fahren wir einfach ohne Rücksicht auf Verluste in eine der heute recherchierten Unfallarztpraxen.


Parallel waren alle Kinder zu Hause. G fußbedingt, M weil er nicht mehr in den Ferienhort geht und J, weil ich keinen Nerv hatte ihn anzutreiben und auch nicht allein losschicken wollte. Ich beneidete Jott im Büro sehr.


Vormittags kam ein Freund von M vorbei, die Jungs inklusive J verschwanden für anderthalb Stunden zum Fußballspielen. Ich nutzte die Zeit um weiterzuarbeiten und anschließend Mittag für die vier Kinder und mich zu kochen. Wir aßen gemeinsam, die Kinder unterhielten sich munter. G brachte mehrfach ihren (vielleicht gebrochenen) Zeh ins Gespräch ein, einerseits ist sie zwar angenervt, andererseits scheints aber ein willkommenes Alleinstellungsmerkmal zu sein.


Nach dem Mittag hätten die Kinder Medienzeit gehabt und still sein müssen. Leider spielten sie aber sehr lautstark miteinander. Ich beneidete Jott im Büro erneut sehr.
Leiser wurde es erst, als Ms Freund wieder ging und sich die Zwillinge vor ihre Endgeräte verkrümelten.


16 Uhr harter Cut weil der Ergotherapietermin anstand. Dem Impus widerstanden und nicht den Arbeitslaptop mitgenommen, sondern den Privatlaptop um die Essensplanung und Rewe-Bestellung für nächste Woche anzugehen. Das war schlau von mir, so blieb der Abend einigermaßen frei.


… gearbeitet habe ich den Tag übrigens auch. Von 6:30 Uhr bis kurz vor 8, von 10:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 16 Uhr. Ich bin so froh, dass ich mir den Tag schon vor dem Urlaub komplett geblockt habe, im Gleitzeitmodell arbeite und mir meine Arbeit relativ frei legen kann wie ich möchte.


Nach der Ergo stand Me Time an– ich fuhr bei ab und an fallenden Regentropfen zum Spielplatz an der Wuhle und turnte mein Programm runter. Das tat sehr, sehr gut nach diesem kopflastigen Tag.


Fragmente fragt, welches Tier die Disziplin wäre. Auch nach längeren Überlegen gibts dazu keine Assoziation bei mir.
Disziplin hat für mich etwas mit dem immer wieder stattfindenden Überwinden von Widerständen zu tun. Das tut meinem Verständnis nach kein Tier von sich heraus. Ich habe eher die Kolben in einem Motor vor Augen, oder die Räder einer altertümlichen anfahrenden Lokomotive, die sich erst langsam und dann immer schneller drehen.


Süß. (gesehen bei heibie)