J fiel im Schulhort vom Klettergerüst und musste abgeholt werden (Jotts Mama sprang an; mich hatte Jott– der Hort rief sie an, sie war aber im Büro– nicht erreicht, nächste Person der Kette war ihre Mama). Die nächsten Stunden war er ein bisschen ruhiger als sonst, klagte über Kopfschmerzen und Übelkeit; im Laufe des Tages ging es ihm aber wieder besser und Abends machte er die selben Faxen wie immer. Glück gehabt.
Sehr durchwachsene Nacht, fünf Leute im selben Raum sind nicht unbedingt zuträglich für guten Schlaf.
Vormittags waren die Kinder auf dem Spielplatz, Jott las und niemand wollte was von mir– also ging ich ’ne Runde über den Deich spazieren und guckte in die Landschaft. Auf dem Rückweg einen Mäusebussard am Boden gesehen, der partout nicht wegfliegen wollte– er hatte wohl Beute gemacht.
Außerdem: Die Störche kommen zurück.
Nach dem Mittagessen noch ein bisschen mit Jotts Papa & Frau erzählt, anschließend die Rückfahrt nach Berlin. Gut durchgekommen, sogar die letzten Meter in Köpenick trotz Union-Heimspiel. Zu Hause nur noch Tages- bzw. Wochenendausklang: Koffer ausräumen, Kinder in die Wanne schicken, ein bisschen umherräumen und nach Abendessen/Kinderfilm Couch und TV (My Lady Jane) mit Jott.
Nach dem Frühstück aufs Dorf bei Magdeburg gefahren. Jotts Papa hatte zum Geburtstag eingeladen, dem kamen wir gern nach. Den Rest des Tages in wechselnden Konstellationen vor allem gegessen, Nachmittags ein Stündchen an der Sonne gewesen und auf dem Spielplatz abgehangen und Tischtennis gespielt. Abends Restaurant, ich aß Hähnchenbrustfilet in Dukkah-Kruste– sehr sehr gut.
Jotts Geschwister samt Partner:innen verabschiedeten sich danach, wir ließen den Abend in kleiner Runde ausklingen. Auch heute die üblichen Einschlafprobleme von J, war zu erwarten– drei Kinder in einem Zimmer in fremder Umgebung sind suboptimal.
Rewe kam heute wieder morgens, gegen 9 Uhr war alles verräumt. Das mach ich nun immer :)
Heute nur am Vormittag eine Stunde Termine gehabt, danach war den Rest des Tages Ruhe. Himmlisch! Ich sortierte mich einmal gründlich, aktualisierte Stände, ging lose Enden der vergangenen Tage an, bereitete die Urlaubsrückübergabe für meine Kollegin vor und machte gegen 16 Uhr sehr pünktlich und guten Gewissens Feierabend.
M kam mit starken Kopfschmerzen nach Hause und legte sich erstmal hin. Das Schwimmtraining entfiel somit, aber wenigstens wurde der Kopfschmerz im Laufe des Nachmittags besser.
Große Aufruhr im Haus-Chat: Jemand hat in den Keller gekackt. Hausmeister und Hausverwaltung waren nicht erreichbar, niemand schien ans wegmachen zu denken oder vielleicht mal Katzenstreu/Hasenstreu raufzuschütten.
Spätnachmittags mit G auf den Wuhlespielplatz gefahren zum Sport machen & Hangeln. Ordentlich ausgepowert, mir schlackerten danach die Arme.
Nach dem Sport kurzentschlossen diverse Reinigungsutensilien und eine FFP2-Maske in den Rucksack gepackt, einen Kindereimer Sand von draußen geholt und den Keller so gut es ging gereinigt. Die Alternative wäre gewesen, dass der Scheiß (pun intended) liegen bleibt bis der Hausmeister (Donnerstag) oder die Hausreinigung (Mittwoch) kommt und alles vollstinkt bzw. vllt. sogar Ungeziefer anlockt. Absolut widerlich, ich bat im Anschluss nach Verkündigung meines heldenhaften Arbeitseinsatzes darum, dass wir doch bitte alle darauf achten, die Kellertür verschlossen zu halten.
Jott war Abends mit einer Bekannten zum Poetry Slam Berlin Brandenburg Halbfinale in der Freiheit 15 verabredet, die Kinder und ich machten uns einen entspannten Abend. Wir schauten Red Notice und aßen Sandwiches, gegen 21 Uhr war dann Ruhe. Leider konnte J wieder nicht einschlafen und zog dann in unser Bett um, ich machte es mir im Wohnzimmer bequem mit dem Hintergedanken, dass mich dann Jott nicht beim Nachhausekommen aufweckt. Ging nicht so ganz auf, sie kam nämlich als erstes ins Wohnzimmer und schaltete erstmal das große Licht an. Vielleicht hätte ich ihr vor dem Zubettgehen schreiben sollen…
Neben der Spur gewesen. Gefroren, unkonzentriert und unmotiviert gewesen. Die Luft war heute sehr merklich raus. Zum Nachmittag wurde es ein wenig besser, als wirklich auf der Höhe war ich nicht. Statt des geplanten Sports ging ich dann nur entspannt an der Wuhle spazieren, telefonierte mit meinem Papa und guckte dem Sonnenuntergang zu.
Abends überlegt, in welche Richtung eine eventuelle Weiterbildung gehen könnte. Vorstellen kann ich mir aktuell drei Richtungen: KI (z.B. KI-Manager, gibts bei Fraunhofer*, IHK oder Haufe), Requirement Engineering im agilen Umfeld (z.B. das hier bei Serview) oder, etwas trockener, in Richtung Auslagerungsmanagement. Beim KI-Manager und Requirement Engineer wäre allerdings deutlich mehr Herzblut dabei.
Die meiste Zeit im Entwicklerbüro meines Zweitprojekts verbracht. Wir aktualisierten die Kundenwebsite auf die neueste Version des darunterliegenden Portalsystems. Ich trug zwar operativ nichts bei, wollte aber gemeinsam mit dem Product Owner Präsenz & Wertschätzung für die Arbeit der Entwickler zeigen, die Kommunikation bündeln und nah dran sein um schnell und direkt reagieren zu können falls etwas passierte. Das war ’ne gute Entscheidung, denn das Upgrade verlief nicht ganz nach Plan und verzögerte sich in einem Ausmaß, dass wir zwischenzeitlich kurz davor waren das ganze abzubrechen und auf eine stabile Version zurückzurollen (die Entscheidung lag bei mir, das war kein sonderlich angenehmes Gefühl). Die Kommunikation von Richtung Kundin/Auftraggeberin war dementsprechend auch etwas angespannt, aber das händelte ich laut Rückmeldung meiner Kollegen sehr professionell (fühlte sich nicht so an). Die geäußerte Kritik konnte ich jedenfalls nachvollziehen und auch annehmen, zum einen leistete ich mir tatsächlich einen Schnitzer den ich so nicht wieder machen werde (hoffentlich), zum anderen gab es quasi eine Gratis-Lehrstunde in Firmenpolitik– auch das ist (mit etwas Abstand) ’ne gute Sache und zeigt mir etwas auf, das ich gern beim nächsten Mal berücksichtigen werde. Wir waren nach dem erfolgreichen Update jedenfalls allesamt sehr erleichtert und froh. Den Rest des Tages merkte ich richtig, wie die Anspannung und der Stress nachließen– meinem Product Manager gings wohl ähnlich, das beruhigte mich ein bisschen.
Zwischendrin ein Gespräch mit meinem Team Lead zu aktuellen Themen. Bzgl. meiner Eskalationsmail wurde mein Lösungsraum/Möglichkeitshorizont aufgemacht/erweitert (so sprechen die Menschen da wo ich arbeite…), ich hab also einen neuen Punkt wo ich ansetzen kann um eine Lageverbesserung zu erzielen. Außerdem nochmals ein Update zur im November angefragten Gehaltsanpassung eingefordert. Der Drops ist erstmal gelutscht, da es auf individueller Ebene kein Budget gibt. Wir sprachen über mögliche Alternativen, vielleicht such ich mir ’ne schicke Weiterbildung raus.
Der DevOps-Kollege aus dem „war room“ zum Upgrade empfahl die deutsche Übersetzung vom Witcher, die sei wohl wesentlich besser als die englische Übersetzung. Jetzt bin ich natürlich versucht, mir auch die deutsche Ausgabe zuzulegen (ich hab schon geschaut was die fünf Bände bei Medimops kosten)…
Fahrradstress. G möchte gern Fahrrad fahren, aber bei ihrem Rad springt ständig die Kette raus. Aktuell nimmt sie Ms Rad, aber das ist keine dauerhafte Lösung. Ich weiß nicht, weshalb die Kette dauernd rausspringt, müsste mich mal damit beschäftigen und fühle mich davon leicht überfahren. Außerdem verstellt sich der Sattel bei Ms Fahrrad weiterhin (trotz neuem Sattelkloben), ich hab keine Ahnung woran es liegt. Auch damit müsste ich mich beschäftigen. Sowohl der Gedanke, selbst tätig werden zu müssen, als auch die Vorstellung, das beim Fahrradladen unterbringen zu müssen, stressen mich.
Abends für nichts mehr aufnahmefähig gewesen, vermutlich hätte ich einfach ins Bett gehen oder mir Kaminfeuer im Fernsehen ansehen sollen. Stattdessen schauten Jott und ich in Young Sherlock rein, viel bekam ich aber nicht mehr mit.
Auf Grund eines Workshops (Teil 2 von diesem) ins Büro gefahren. Viele Themen angesprochen, Sichtpunkte gespiegelt bekommen und ein paar Punkte gemeinsam entschieden. Im Anschluss desillusioniert gewesen weil der Fehler im System steckt und wir, außer unseren Schmerz eine Ebene höher zu verlagern, offenbar nicht viel machen können. Aber wer weiß– wenn der Schuh an anderer Stelle genug drückt, passiert vielleicht etwas. Immerhin war das Catering gut, es gab kleine Falafel- und Pulled-Beef-Burger. Das war der Zeitpunkt, an dem ich mich freute das zwei Teilnehmende krankheits- und terminbedingt nicht teilnehmen konnten– mehr Mini-Burger für mich ^_^
Einige Rückmeldungen zu meiner Eskalationsmail bekommen, allerdings nichts wirklich hilfreiches. Einmal Bestätigung durch das Account Management (gut), einmal der Hinweis doch mal einen Termin mit den Gewerken aufzusetzen (ach was). Morgen hab ich ein eingefordertes 1:1 mit meinem Team Lead, dort werde ich das Thema nochmals platzieren.
breadporn.
Jott machte mir mit Brotfotos den Mund wässrig.
Abends gründlichst k.o. und nur noch unproduktiv rumgepimmelt.
Lange geschlafen, gefrühstückt & danach noch ein bisschen gelesen und gefreut, dass wir heute nirgends hinmussten und niemand zu uns kommt. Den Tag sehr ruhig angehen lassen. Die Kinder gingen zum Spielen raus, wir pusselten in der Wohnung rum, machten dies und das und ließen Fünfe gerade sein.
Jott buk heute ein zweites Sauerteigbrot, wir inhalierten es zum Abendessen weg. Dieses Hobby darf sie keinesfalls beenden.