Kein guter Tag. Die Menge der auf meinem Schreibtisch liegenden Aufgaben sowie die bevorstehende freie Woche machen mir in punkto Arbeitslast nach der Rückkehr ganz schöne Sorgen. Außerdem hatte G nachmittags Halsschmerzen, Jott ging sehr früh ins Bett weils ihr nicht gut ging… Uff. Mein Hacken tut weh, der Rücken auch, ich fühl mich ziemlich zerschlagen. Sprich: Keine Urlaubsvorfreude, ganz im Gegenteil.
Dienstag, 29.07.2025
Die Sporteinheit von gestern Nachmittag heute morgen sehr deutlich bemerkt; zusätzlich sehr steif im Bereich der Lendenwirbelsäule gefühlt– so ganz sind die Rückenschmerzen von vor anderthalb Wochen doch noch nicht weg. Blöde Mischung, ich dehnte mich nach nach Rückkehr vom Kinder in den Hort bringen erstmal ausgiebig.
Guter Mix aus Terminen und Fokusarbeitszeit im Home Office. Ich schaffte was weg, bekam aber leider wieder viel neuen Input. Habe ein bisschen Sorge was während meines Urlaubs alles einläuft– ich werde zwar vertreten, aber meine Vertretung hat ja auch eigene Themen auf dem Tisch…
Nachmittags mit G an der Wuhle entlang spaziert, mit meinem Papa telefoniert und anschließend mit G Tischtennis gespielt. Schönes Programm :)
M hängt momentan viel bei einem Schulfreund ab, heute nahmen sie ihn sogar mit zu einem Ausflug ins Jump3000. So schön ichs find, dass er unterwegs ist und Spaß hat, so sehr hab ich aber auch ein schlechtes Gewissen weil wir uns gar nicht groß revanchieren können: Weder hätten die beiden Großen hier Ruhe, noch sind unter der Woche einfach so Ausflüge drin.
Noch zwei Arbeitstage bis Urlaub. Ich freu mich (trotz übervoller Aufgabenliste). Einzig der Blick aufs Wetter stimmt sorgenvoll, es soll relativ viel bei ca. 20°C regnen. Nächstes Jahr dann vielleicht doch in den Süden? Wobei das im Sommer auch gefährlich ist, ich möchte ungern bei 40°C irgendwo braten.
Was schön & gut war:
- Tischtennis mit G
- Morgens frische, kühle Luft
Montag, 28.07.2025
Zweitens: Wenn man grundsätzliches Verständnis davon hat, wie eine sog. KI funktioniert, dann weiß man, dass – egal in welchem Bereich – immer nur ein Durchschnitt des bereits bestehenden als Antwort hinten rauskommen kann. Egal ob ich an wirtschaftliche oder an künstlerische Nutzung denke: Ich habe noch nie gehört, dass „Durchschnitt“ ein erstrebenswertes Ziel ist – alle möchten immer mehr oder besser oder herausstechen.
Hm.
Christian schreibt über KI und geht auf verschiedene Aspekte (Technik, Gesellschaft/Gesellschaftspolitik, Pädagogik, Kreativität, Ethik) ein. Spannender Rundumschlag, je nach eigenen Kenntnisstand auch mit neuen/frischen Gedanken. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist der Inhalt des oben stehenden Zitats: Meines Erachtens ist der Output für Mainstream-Themen trotz aller Durchschnittlichkeit immer noch gut genug, so dass es für die durchschnittlichen Anwendungsfälle ausreicht. Ich merk das bei meinen Eingaben & Chats: Ich brauche, gerade im beruflichen Kontext, keine Exzellenz und keine Einzigartigkeit– es reicht, wenn auf einen schnell getipperten Prompt eine Zusammenfassung bzw. Wiedergabe von Lösungsmöglichkeiten kommt, die Millionen anderen Menschen auch geholfen hat. Und ich vermute, dass das den meisten Anwender:innen genauso geht. Quasi Pareto-Prinzip.
Auf Wunsch von G fuhren die Kinder heute mit dem Rad zur Schule. Wir hatten das letztes Jahr schonmal gemacht, aber weil keiner der Drei damals sein Ego zu Hause lassen konnte, raste und sich und andere in Gefahr brachte, hatten wir das nicht wiederholt.
Heute lief es besser, die Kinder fuhren allesamt vorbildlich. Niemand raste, sie hielten Abstand, niemand bremste einfach so den anderen aus, sie hielten an Straßen und fuhren generell sehr umsichtig. Voll schön.
Zur Belohnung durften sie, da sie ja die Räder nun bei hatten, im Ferienhort auf dem Schulhof herumfahren.
Nachmittags kamen sie allesamt allein nach Hause, auch das ging gut. Ich freu mich.
Großer Schreck am Mittag: Ich hörte es am Schreibtisch nur rumpeln und scheppern– eines von Jotts Bildern war von der Wand gefallen und hatte die Kabelbuchse „geköpft“.

Sachen gibts. Ich zog sie im Nachgang ein bisschen auf– von so durchschlagenden Kunstwerken träumen viele Künstler.
Zuwachs in der Familie meines Bruders: Ein kleiner brauner Labrador zog heute dort ein.

Ich. will. auch.
Und gleichzeitig auch wiedeer nicht, so ein Tier macht enorm Arbeit, muss gefordert werden, kostet Geld, bringt noch mehr Verantwortung mit sich, braucht Betreuung…
Aber… Die Öhrchen! Die Pfoten! Die ganze Tappsigkeit und Fluffigkeit!
Nachmittags mit G eine Runde Tischtennis auf dem Wuhlespielplatz gespielt, anschließend ausgiebig Sport gemacht. Im Laufe des Abends zunehmend zerschlagener gefühlt, das war wohl sehr effektiv heute.
Kleiner Abendspaziergang als die Kinder im Bett waren, mittendrin setzte ich mich in der Abendsonne auf eine Bank an der Wuhle und machte zwei Italienisch-Lektionen.
Was schön & gut war:
- Sport, Spazieren, Sprache lernen (musste jetzt der Alliteration wegen sein)
- Hundebilder gucken
Sonntag, 27.07.2025
Full House: Einen Teil des Tages waren Jotts Arbeitsfreundin, Jotts Mama, A, S und E und wir– mit Ausnahme von M, der sich zu einem Freund abgesetzt hatte– gleichzeitig hier. Ganz schön viele Menschen… Nach dem gemeinsamen Mittagessen reduzierte sich das allmählich. Immer schön, wenn Gäste auch wieder gehen.
Dementsprechend passierte auch nicht viel außer beisammensein, essen, quatschen, Füße hochlegen. Am aufregendsten war noch der Umstand, dass ich trotzdem dank zweier Spaziergänge mein Schrittziel erreichte.

Jotts Abends so „Mein Sozialakku ist erschöpft“. Willkommen in meiner Welt.
Abends noch kurz ab 2. Halbzeit der Verlängerung das EM-Finale geschaut, mich sehr mit den englischen Spielerinnen gefreut (die waren so happy, ich fand das toll). Anschließend Kontrastprogramm „The Old Guard“, Action (und ein bisschen wunderbare Romantik) am Sonntagabend.
Done-Liste:
- Postmappen und Hausaufgabenhefte der Kinder durchgeschaut ob noch irgendwas relevantes drin ist, Ablage für die Kinder
- Überfällige (ups) Rechnung für Schulmaterial überwiesen
- Endlich Kinderfotos aus iserv runtergeladen
Was schön & gut war:
- Rausgehen, spazieren
- Gemeinsames Mittagessen in großer Runde
- Die sich leerende Wohnung
- Couching mit Jott
Samstag, 26.07.2025
10 Jahre.
Wer hätte das im Juli 2015 gedacht? Ich nicht. Und tatsächlich gibts hier für den Großteil der ungefähr 3650 Tage auch einen Beitrag– das hätte ich auch nicht gedacht. Zwar nicht immer täglich, aber da wollen wir mal nicht so sein.
Manchmal, wenn ich wieder mehrere Tage im Rückstand bin und die rudimentären Tagesnotizen– denn die gibt es immerhin– in einigermaßen lesbare Text verwandeln muss/möchte, denk ich mir, dass ichs auch lassen könnte um viel Zeit einzusparen– aber wenn ich dann mal drei Tage nichts schreibe, brennt es mir unter den Fingernägeln. Außerdem ist Schreiben immer noch das beste aller Mittel, um Tage zu verarbeiten– und ich freu mich immer, wenn ich nachlesen kann was früher so los war :)
Die letzten Tage ein bisschen Zeit mit der Nase in Dragons of Autumn Twilight (Dragonlance, ich schrieb davon) verbracht. Klassische Fantasy, liest sich gut weg, ist aber sehr archetypisch und bislang wenig überraschend.
Weil ich mein Ziel, Dungeons & Dragons zu spielen, noch nicht aufgegeben habe, schaue ich immer mal wieder in unterschiedliche Discord-Channels rein– nur um mich zu fragen wie die Leute es schaffen, sich Zeitblöcke von vier Stunden und mehr für dieses Hobby freizunehmen. Es ist der Wahnsinn– da finden sich Spielangebote für unter der Woche ab 20 Uhr, die 3, 4, 5 Stunden gehen. Müssen die nicht am nächsten Morgen um 6 Uhr aufstehen? Oder am Wochenende, locker flockig ab 10 Uhr bis 16 Uhr. Total irre.
Jott und ihre Arbeitsfreundin flogen heute Vormittag aus und verbrachten den Tag außer Haus. Mit nur zwei Kindern– G war weiterhin bei Jotts Mama– fühlte sich der Tag sehr entspannt an; dazu trug allerdings auch bei das die Kinder nichts für die Schule vorbereiten mussten und wir daher recht entspannt in den Tag hinein leben konnten.
Sportrunde am Nachmittag. Wir waren mit G und Jotts Mama verabredet. Während ich meine Übungen absolvierte, las M und die Zwillinge spielten mit ihrer Oma Tischtennis.
Erbarmen.

… und die war auch nicht transkribierbar :(
Abends die Ruhe genossen, Blogbeiträge nachgeschrieben und noch ein bisschen mit Jott und ihrer Arbeitsfreundin gequatscht.
Done-Liste:
- Die Bibliotheks-Passwörter für die Kinder und mich geändert weil ab Mitte August starke Passwörter verpflichtend sind
- Auf dem neuen Macbook Air alle Mailkonten in Thunderbird importiert (dauerte länger als gedacht weil ich natürlich seit dem letzten Mal vergessen hatte, wie das geht und erst nachschauen musste/Daten nachschlagen musste)
Was schön & gut war:
- Filmabend mit den Jungs (wir schauten „Espen und die Legende vom Bergkönig“ zu Ende, diesmal schaute M mit)
- Sport
- Den Tag entspannt angehen lassen
Freitag, 25.07.2025
Ich glaub, ich seh Licht am Ende des Tunnels in punkto Arbeitslast. Ich konnte heute wieder recht viel runterarbeiten, habe einen Plan für die nächsten Tage bis zu meinem Urlaub Ende nächster Woche und hoffe, den umsetzen zu können.
Zudem werde ich die nächsten Wochen etwas autarker arbeiten– meine Mentorin ist im Urlaub, mein fachlicher Ansprechpartner auch. Ich fühl mich allerdings ganz gut vorbereitet– in den letzten Wochen ist soviel passiert, dass mich eigentlich nichts mehr überraschen sollte (jetzt hab ichs gesagt…)
Nachmittags kam eine Arbeitsfreundin von Jott zu Besuch und brachte Baklava mit. Gute Frau, darf gern wieder kommen. Damit sie in Gs Zimmer schlafen kann, quartierten wir G zu ihrer Freude bei Jotts Mama ein.
Weil Jott und ihre Arbeitsfreundin Abends auswärts waren, machten J, M und ich einen „Männerabend“– der sich von einem normalen Filmabend nur insofern unterschied, als das eben die Frau/das Mädchen des Haushalts aushäusig waren und wir einen Film gucken konnten, dessen Trailer für G zu gruselig schien („Espen und die Legende vom Bergkönig“). Allerdings verabschiedete sich auch M nach den ersten 20 Minuten, er mag keine Filme mit unheimlichen/mysteriösen Elementen… J hingegen war Feuer und Flamme und hätte den Film am liebsten heute schon zu Ende geschaut.
Was schön & gut war:
- Baklava schnabulieren
- Film schauen mit den Jungs, zumindest teilweise
- Völlige Ruhe nachdem die Kinder im Bett waren
Donnerstag, 24.07.2025
Die Kinder durften heute ausschlafen, da sie gestern Abend so spät im Bett waren. Während Jott leise ins Büro düste, arbeitete ich am Küchentisch und nahm die Kinder gegen Viertel Acht in Empfang.
Den Arbeitstag jeweils hälftig in Abstimmungen und deep work verbracht. Gute Mischung; noch schöner wäre es gewesen wenn aus den Abstimmungen nicht wieder neue Aufgaben erwachsen wären (ich scherze, genau das ist der Job).
M brachte heute japanische Pokémon-Karten aus dem Hort mit, die er eingetauscht hatte. Beim Blick in cardmarket zeigte sich: Einige dieser Karten werden für richtig viel Geld gehandelt! In seiner Vorstellung ist er nun sehr reich; ich brachte es nicht übers Herz ihn darauf hinzuweisen, dass das nicht ganz so einfach ist. Schließlich muss er a.) sicherstellen, dass die Karten echt sind und b.) erstmal einen Käufer finden. Nur weil eine Karte für einen Median-Preis von ~350 EUR eingestellt ist, heißt das ja nicht das sie auch wirklich gekauft wird…
Nachmittags einigermaßen pünktlich Schluss machen können und mit G eine Runde Sport auf dem Wuhlespielplatz durchgeturnt. Die Rückenschmerzen, die mich die vergangenen Tage quälten, sind mittlerweile fast vollständig verschwunden, ich merke richtig wie es nach jeder Sporteinheit besser wird.
Abends mit Jott das Staffelfinale von Ginny & Georgia Staffel 3 geschaut. Die letzte Folge endete düster und hing sowohl Jott als auch mir ziemlich nach.
Was schön & gut war:
- Konkretisierung meiner Idee eines Zusammenarbeitsoptimierungsworkshops mit dem Account Management
- Sport
- Couching mit Jott– ein schöner Ruhepol
Mittwoch, 23.07.2025
Gemeinsames Home Office mit Jott. Ich fuhr heute nicht ins Büro weil Zeugnistag war und es mir wichtig war, zu Hause zu sein wenn die Kinder kommen.
Gegen Viertel Zwölf trudelten die Zwillinge ein, beide sichtlich froh das nun anderthalb Monate Ferien sind. M hatte sich telefonisch abgemeldet, er ging noch zu einem Freund und wollte später nach Hause kommen.
Die Zwillingszeugnisse waren gut/sehr gut; größte Baustelle ist das Einhalten von Gesprächs- und Rederegeln– nur weil man etwas weiß, darf man trotzdem nicht einfach in den Unterricht reinquatschen…
Ms Zeugnis ist weiterhin sehr gut, das darf er nun gern die nächsten zwei Grundschuljahre beibehalten damit zumindest der reguläre Übergang zum Gymnasium klappt. Er hat seine Baustelle beibehalten– Teamfähigkeit ist nicht so seins.
Große Freude und großer Stolz auf die Kinder; leichte Irritation dass wir ab 01.08. einen Fünftklässler und zwei Drittklässler zu Haus haben.
Im Laufe des Tages trudelten sowohl Jotts Mama als auch meine Eltern ein, guckten Zeugnisse, blieben für einen Plausch und beschenkten die Kinder.
J möchte gern ein Labubu. Ein Freund hat wohl eines und er findet die niedlich… Immerhin wusste ich, was das ist, ich hatte es vor kurzem in einem Podcast gehört. Nun die spannende Frage, wo man eines herbekommt– offenbar sind die gehyped ohne Ende und immer ausverkauft? Ich muss mal recherchieren.
Abends Fußball, die Kinder durften aufbleiben und mitschauen. G hielt bis ungefähr zur Hälfte der ersten Halbzeit durch, dann ging sie freiwillig ins Bett (schlaues Kind). Die Jungs und ich schauten bis zum Ende der zweiten Halbzeit und gingen dann schlafen, Jott hielt bis zum (bitteren) Ende durch.
Drei (!) Bibersichtungen beim abendlichen Spaziergang.
Was schön & gut war:
- Die Freude der Kinder über ihre Zeugnisse (und die Belohnungen von Jotts Mama/meinen Eltern)
- Bibergucken
- Fußballgucken
Dienstag, 22.07.2025
Ganztägiger interner Planungsworkshop inkl. Abendprogramm (= gemeinsames Essen gehen), von 7:20 – 21 Uhr außer Haus. Doch ein wenig anstrengend.

Was schön & gut war
- Intensiver Austausch mit den Kolleg:innen
- Mittagessen vom Caterer, ich kam auf meine Kosten ^_^
Montag, 21.07.2025
Den ganzen Tag auf den per Unwetterwarnung versprochenen Regen gewartet, der sich immer weiter in den Abend verschob. Ab 18 Uhr begann es doch relativ stark zu regnen, laut Regenradar geht das nun die nächsten Stunden so weiter. Mal schauen wie es morgen an der Wuhle aussieht.
Nachmittags überfordert und frustriert von Prozessen und Abläufen des neuen Jobs gefühlt. Alles natürlich richtig und wichtig und aus der Erfahrung heraus entwickelt, aber wenn man denkt etwas durchschaut zu haben und dann die Info bekommt „Hey, ja, aber Du musst erst diese Schleife durchlaufen“, dann ist das frustrierend.
Parallel spielten die Zwillinge wilde Sau, waren laut, tanzten halbnackt durch die Küche und verhielten sich nicht so wie ich es mir für den Nachmittag gewünscht hätte. Kein guter Nachmittag.
Immerhin war ich so schlau, gegen 17 Uhr mit der Arbeit aufzuhören und einfach eine Runde spazieren zu gehen.
Done-Liste:
- Wäsche gewaschen, mit den Kindern 60°-Wäsche gelegt
Was schön war:
- Spazieren gehen, einmal vor, einmal im Regen
- Den Abend am Rechner versumpfen, ohne Programm
- Konstantins Reise ins Ferghanatal nachlesen