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Samstag, 25.05.2024

Wieder früh aufgestanden, zum Wuhle-Spielplatz gelaufen und dort eine Runde Sport eingeschoben. Ich will nicht soweit gehen und sagen, dass es Spaß macht, aber es ist ein gutes Gefühl sich diese Zeit abzuknapsen.


Jott war auf Wunsch der Kinder mit ihnen auf einem Flohmarkt in der Nachbarschaft. Die Kinder deckten sich mit neuem Spielkram ein. Besonders stolz präsentierten sie einen Tischkicker und ein Abalone-Spiel– für beides gaben sie insgesamt nichtmal zehn Euro aus.

Nebenbei lernten die Kinder von Jott, wie man handelt & das der erste Preis sogut wie nie in Stein gemeißelt ist (alles mit einem Augenzwinkern)– und dass auf die „Händler“-Frage nach einem guten Angebot nicht gemeint ist, im Tausch selbst Spielzeug anzubieten :)


M hat auf Amazon Music Witze- und Sprüche-Streams für sich entdeckt und gibt nun sehr gerne besagte Witze und Sprüche wider– auch wenn er sie nicht versteht und auch wenn sie nicht unbedingt für Kinder geeignet sind. Es ist eine Hölle aus miesen Pointen, verkackten Punchlines und tatsählich sehr unlustigen Witzen. Da müssen wir dann wohl doch mal einschreiten und können ihn das nicht einfach so hören lassen.


Nachmittags fuhren die Kinder und ich in die Stadt. Im Kater Blau an der Jannowitzbrücke sollte es eine Kinderdisco geben. Weil die drei sehr auf elektronische Musik abfahren und auch gern tanzen, wollte ich mir das mal anschauen und sie (eventuell) Party machen lassen. Außerdem war ich neugierig, ich war nämlich bislang weder am/im Holzmarkt noch im Kater Blau.

Wir mussten, wie es sich für einen Club/Disco/wie mans auch immer nennen mag gehört, erst eine Weile anstehen, bekamen am Eingang einen Stempel und durften dann rein– nur um nach einer Besichtigungsrunde nach ca. 10 Minuten direkt wieder zu gehen. Den Kindern war es zu voll, zu laut, zu wuselig und zu stickig, sie klagten über die schlechte Luft und es gab auch nicht wirklich einen Platz wo sie hätten Musikhören & tanzen können– überall standen und saßen Erwachsene im Weg.
Ich teilte ihre Meinung, hielt mich aber zurück– falls es ihnen gefallen hätte, hätte ich nämlich gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Da mich die selben Dinge störten, war ich aber ganz froh das wir schnell wieder gehen konnten.
So wirklich durchdacht schien mir das Ganze nicht zu sein, bzw. schien es mir nicht genügend für Kinder konzipiert zu sein. Mir kam das eher wie eine Gelegenheit für Erwachsene vor, ihre Kinder in eine angesagte Location zu bringen und dann selbst dort abzuhängen.

Auf dem Rückweg vom Holzmarkt zum Ostbahnhof beschwerten sich die Kinder noch über die unfassbaren Mengen an Touris und im Weg herumstehenden Menschen (ich musste innerlich sehr grinsen) und waren dann sehr froh, als sie mit einem Eis in der Hand wieder mit mir in der Bahn nach Hause saßen. Ich, wohlbemerkt, auch– die Ecke war ein einziger Touri- und Hipster-Hotspot. Dann doch lieber mit dem Rad an den See fahren und ggf. eine Soundbox mitnehmen.


Abends fasziniert in den Himmel geschaut– der Himmel strahlte in Orange.

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Freitag, 24.05.2024

Die Zwillinge liefen heute ca. 90% ihres Schulweges allein miteinander. Ich verfolgte sie unauffällig ungefähr die Hälfte des Weges und vergewisserte mich, dass sie alles richtig machten. Als ich mich überzeugt hatte, dass die beiden das schon hinkriegen, ging ich über einen Umweg an der Wuhle nach Hause und freute mich über die größer werdenden Kinder.


Am Nachmittag nach dem Heimkommen vom Abholen der Kinder nochmal an den Rechner gesetzt, mich auf die nächste Woche vorbereitet und lose Enden zusammengeführt/abgeschlossen. Ich mag die Arbeit am Freitagnachmittag (solange es niemand verlangt). Es ist sehr ruhig weil Kollegen und Kunden schon im Feierabend sind, die Kinder sind schon zu Hause und ich muss nirgends mehr hin, ich kann mir mehr oder weniger aussuchen was ich noch machen will… Perfekte Bedingungen.


Abends war erst ab ca. 21 Uhr Ruhe: Die Kinder standen allesamt nach dem Zubettbringen nochmal auf und wollten was, zankten sich wer welches Hörspiel auf Alexa hören darf, M kriegte einen Nervenzusammenbruch weil Alexa nicht verstand was er wollte usw usf.
Ich würde viel, sehr viel tun damit ab 20 Uhr verlässlich Ruhe ist und kein Kind mehr etwas möchte/Aufmerksamkeit auf sich zieht.

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Donnerstag, 23.05.2024

Ins Büro gefahren, gearbeitet, einen Kollegengeburtstag gefeiert, wieder nach Hause gefahren. Sehr unspektakulär, das alles.


Eigentlich war der Plan, pünktlich Feierabend zu machen und zu Hause eine Runde Sport einzuschieben. Leider musste ich aber nochmal ins Büro zurück weil ich meinen Quark vergessen hatte (und den nicht eine Woche im Kühlschrank stehen lassen wollte), dann gabs Verspätung auf der S3 und dann war es spät und ich wollte Jott, die kurz nachdem ich sportbereit gewesen wäre, mit den Kindern vom Schwimmen nach Hause käme, nicht komplett allein lassen. Also kein Sport, stattdessen rödelte ich ein bisschen in der Wohnung herum, nahm Jott und die Kinder in Empfang und verbrachte dann einen entspannten Abend mit Jott.


Action nach dem Abendessen: Der ADAC Rettungshubschrauber startete (mal wieder) von der Wiese hinter der Straße. M war zu cool um sich das Spektakel anzuschauen, die Zwillinge verfolgten es dafür umso gespannter.

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Mittwoch, 22.05.2024

Bürotag anlässlich eines Essens mit Kolleg:innen am Abend.


Im Regel-1:1-Gespräch mit meinem Team Lead wieder gefragt, wie so die Perspektiven sind. Weiterhin schlecht, die Firma spürt die gesamtwirtschaftliche Lage. Ich habe zwar genug zu tun, das sind aber zu ~50% eher Aushilfstätigkeiten und nicht das, was ich (perspektivisch) machen möchte… Mhm.


Das Essen am Abend fand bei einem Spanier am Checkpoint Charlie statt. Sehr touristisch, ich nutzte die Gunst der Stunde und probierte mich mit den Kolleg:innen durch diverse Tapas. Mittendrin schickte ich eine Warnung an Jott– das Essen war sehr, sehr knoblauchhaltig.

Frittierter Manchego, frittierte Zucchini, frittierte Kichererbsenbällchen

Auf dem Heimweg in der blauen Stunde die vielen, vielen Ratten entlang der Leipziger und am Spittelmarkt bemerkt. Die sind wirklich groß, denen scheints da sehr gut zu gehen.

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Dienstag, 21.05.2024

Mit Jott das Verhalten der Kinder am Wochenende Revue passieren lassen und festgestellt, dass wir beide nicht mit ihnen auf die Beerdigung von Jotts Opa gehen möchten. Das Risiko ist uns zu groß, dass sie sich vor versammelter Runde komplett daneben benehmen und sich nicht zusammenreißen können.
Daraufhin beschlossen, dass Jott allein fahren wird während ich mit den Kindern zu Hause bleibe.


M hat nun bei Adidas offiziell eine Herrenschuhgröße– in der 39 passen ihm keine Sportschuhe mehr, es muss die 40 sein. Wo will das Kind nur hinwachsen…

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Montag, 20.05.2024

Morgens sehr fasziniert von unserer Aussicht auf den Riebeckplatz gewesen. Verkehr auf drei Etagen, das ist schon nicht so ganz alltäglich.

Mich außerdem an Stadt-Ansichten probiert und beim Angucken der Bilder sehr froh gewesen, dass ich nichts beruflich in Richtung Fotografie mache.

Die Schere zwischen Vorstellung Realität ist bei diesem Bild besonders groß…


Große (pubertäre) Freude über die vielen MILES-Autos mit dem abgekratzten unteren E-Strich.


Wir brachen nach einem gemeinsamen Frühstück bei H und N nach Hause auf. Kurz nach Fahrt erzählte uns M einen selbst erfundenen Witz, den er mit den Worten „Der ist sehr böse“ anteaserte:

Harry zu Hagrid: „Hagrid, in dieser Welt ist alles lebendig– die Schokofrösche, die Bilder, die Treppen… Gibt es hier auch etwas, das nicht lebt?“

Hagrid: „Deine Eltern, Harry“

Das verschlug Jott und mir dann doch für ein paar Sekunden die Sprache– gefolgt von einem „Huiuihuih“.

Wenn das wirklich eine Eigenkreation ist, bin ich sehr beeindruckt.


Im späteren Verlauf der Fahrt drehten dann leider vor allem J und M so durch & frei, dass wir 500m Meter Luftlinie vor unserem zu Hause anhielten und kurz davor waren, die beiden den Rest der Fahrt laufen zu lassen.
Sie hatten sich so sehr in ihre Quatschstimmung reingesteigert, dass sie überhaupt nicht mehr zugänglich waren, sich über alles kaputtlachten, unfassbar respektlos und doof waren und einfach nicht mehr runterkamen. Ganz schwierige Stimmung, weder für mich noch Jott– die ja auch noch Auto fahren musste– zu ertragen.

Nachdem Jott dann gebremst hatte und Js Tür schon offen war, beruhigten sie sich dann doch nochmal.

… das man sich ständig mit diesem Scheiß beschäftigen muss.


Nachmittags mit G auf den Wuhlespielplatz gegangen. Während sie am Klettergerüst und meinen Gymnastikringen hangelte, machte ich eine Runde Sport.


Am Abend dann weitere Kinder-Eskalation. Alle drei, besonders aber die Jungs, sind momentan nur schwer zu ertragen mit ihren ständigen Forderungen, der Undankbarkeit, Respektlosigkeit und ihrem Mangel an Demut & Einsicht.

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Sonntag, 19.05.2024

Früh aufgestanden und nach Halle zu Jotts Bruder H und seiner Freundin N gefahren. Auf dem Weg über die überall wachsenden Mohnblumen gefreut– das ist eine meiner Lieblingsblumen.

Nach Ankunft brunchten wir gemeinsam mit der Familie– Jotts Papa nebst Frau waren auch da, Jotts Schwester kam etwas später.

Am Nachmittag gings dann auf einen Spielplatz damit sich die Kinder austoben konnten, sie waren ordentlich hibbelig nach der langen Autofahrt und dem Aufeinanderhocken in der Wohnung. Der Spielplatz war riesig, so konnten J und M auf einem separaten Fußballplatz mit anderen Kindern bolzen (voll schön, das waren zwei Teenager-Jung– „Bestimmt achte Klasse“, erzählte J beinah ehrfürchtig am Abend– die mit den beiden Kleinen spielten) während G sich durch und über die Klettergerüste hangelte.

Zum Abendessen gingen wir zu Hs und Ns Lieblingsitaliener, leider aber ohne N die auf Grund einer gerade so überstandenen Lungenentzündung noch ziemlich schlapp war (ich fühlte sehr mit ihr). Das Essen war gut, insgeheim zweifelte ich die Authentizität an– auf meiner Pizza mit Gemüse und Mozzarella hatte sich auch reichlich Ananas verirrt… Während wir aßen, schüttete es abwechselnd aus Kübeln und die Sonne kam raus, auf dem Rückweg sahen wir einen unfassbar schönen Regenbogen der bestimmt eine halbe Stunde am Himmel schien.

In meinem Kopf sah das schöner aus
Kurz bei unserer Rommé-A nachgefragt, ob sie vllt. auf Sprüh-Tour in Halle war.

Wieder zurück bei H & N konnten die Kinder noch ein bisschen spielen, bevor wir sie ins Bett legten, wo sie erwartungsgemäß ewig nicht zur Ruhe kamen. War dann aber auch egal; wir Erwachsenen saßen währenddessen beisammen, erzählten und snackten.

Später dann fuhren Jott, ihre Schwester und ich ins Hotel. Jotts Mama opferte sich und schlief bei den Kindern.

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Samstag, 18.05.2024

Wieder Sport am Morgen. Sehr stolz auf mich gewesen.


Vormittags holten Jott und ich meine neue Brille ab und verquatschten uns dabei ein bisschen. Anschließend noch fix zu Rewe und wieder nach Hause. Mir war die ganze Zeit schwummerig, die neue Brille sitzt doch einen Tick anders und die Umgewöhnung dauert immer etwas.


Nachmittags ins Brandenburgische gefahren. Endlich mal dazu gekommen, die Wohnung meines Bruders anzuschauen. Anschließend mit meiner Mama (Papa gings nicht gut genug dafür) und meinem Bruder die Kinder auf einem Spielplatz spielen gelassen und ein bisschen erzählt. Von meinem Bruder über Dating Apps aufklären lassen und innerlich gedacht, wie schön es ist mich damit nur so aus Neugierde auseinandersetzen zu müssen. Gestaunt wie groß meine/unsere Nichte schon ist– das letzte Mal ist schon wieder ein paar Monate her, die Entwicklung ist der Wahnsinn.


Abends Reisevorbereitungen und viel Haushalt, damit wir morgen a.) nach Halle fahren können und b.) bei Rückkehr am Montag nicht vom Haushalt erschlagen werden. Anschließend sehr gerädert Bridgerton weitergeschaut.

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Freitag, 17.05.2024

Zerstückelter Tag, mittendrin ein privater Termin um den herum ich die Arbeit legte, nachmittags Zwillinge abholen, weiterarbeiten… Das war mal wieder intensiv heute.

Son of a Duck

Abends die Nachricht, dass Jotts Opa gestorben ist.

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Donnerstag, 16.05.2024

37! Das letzte Jahr „Mitte 30“.


Mit ordentlich Muskelkater aufgewacht, die Kniebeuge beim Sport gestern zeigten Wirkung.


Reich beschenkt worden: Meinen Schreibtisch wird ab sofort der Son of a Duck Kartenhalter zieren. Von Jott gabs eine Fahrradtasche, die sich außerdem zu einem Rucksack umfunktionieren lässt. Sie hat sich das beinahe ein Jahr lang gemerkt, ich war beeindruckt.

Ich muss dann wohl mal wieder mit dem Rad ins Büro fahren :)


Auf dem Weg ins Büro verwirrte Menschen in der Bahn, die laut erzählten/unruhig waren. Bisschen unangenehm, ich komm mit der Irrationalität nicht gut klar.


Im Büro eine Runde Eis für die Kolleg:innen geschmissen, ein Ständchen gesungen bekommen (argh…) und den Tag ansonsten mit lockerem Runterarbeiten verbracht.



Abends mit Jott im Eicheneck essen gewesen, ihre Mama hütete die Brut.

Wir aßen gut und (vor allem ich) reichlich, ich hatte beinahe sowas wie einen Streit mit dem Kellner, weil ich gern bei Bestellung die Info erhälten hätte, dass grüner Spargel statt zweier Spiegeleier mein Gericht direkt um 10 EUR verteuert (ich habe noch nie soviel Geld für ein einzelnes Gericht ausgegeben…). In seiner Welt vermutlich logisch, ich hatte es nicht erwartet (aber vielleicht bin ich an der Stelle auch weltfremd weil ich nicht so oft essen gehe, wer weiß). Es schmeckte jedenfalls sehr gut.

Nach Rückkehr in die neue Bridgerton-Staffel reingeschaut, gut unterhalten worden und den Abend entspannt ausklingen lassen.


Gekonnt das Depri-Gefühl, das ich an Geburtstagen immer habe, ignoriert.