Jott-Geburtstag. Die Zwillinge hatten wunderschöne Bilder und Karten gebastelt, M gestern spontan ein Lied geschrieben und vertont– das spielte er heute morgen auf seinem Handy ab, weil er ziemlich heiser war. Große Begeisterung und ein paar Tränchen beim Geburtstagskind, das war wirklich schön.

Die Morgensonne spiegelt sich in den Fensterscheiben auf der anderen Seite des Hofes, das Licht wird zurückgeworfen und zeichnet diverse Baum-Muster auf dem Haus neben dem Parkplatz. Sieht in echt schöner aus, als es auf dem Foto den Anschein hat.
J war wieder leidlich fit und konnte in die Schule gehen. M war ein bisschen blass um die Nase, wollte es aber auch erstmal probieren.
Gemeinsames Home Office mit Jott. Zum Mittag (wir bestellten Indisch) kam auch ihre Mama vorbei. Bisschen geschluckt als ich die Preise gesehen habe (alles im Schnitt drei bis fünf Euro teurer als vor ein paar Jahren), aber gut– an so einem wichtigen Tag darf das mal sein.
Nach dem Mittag ein Anruf aus der Schule, M möge bitte abgeholt werden. Ich schnappte mir das Rad und transportierte ihn auf dem Gepäckträger zurück, mal schauen wie lange das noch geht– er wird nicht leichter. Er war beim Abholen wieder sehr blaß, klagte über Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Zu Hause legte er sich hin und war am späten Nachmittag dann wieder soweit hergestellt, dass er in Schlafanzug, Bademantel und Sonnenbrille Quatsch machen könnte.
Ich war da ziemlich ungehalten, das kollidierte mit meiner Erwartungshaltung: Wenn er so krank ist, dass er aus der Schule abgeholt werden muss, dann soll er doch bitte auch zu Hause im Bett liegen, sich ausruhen und keinen Blödsinn treiben.
Das nachmittägliche Schwimmtraining entfiel auf Grund der Erkältungen, wir hatten einen freien (und dank dreier unausgelasteter Kinder unentspannten) Nachmittag.
Jott fuhr am Nachmittag mit ihrer Mama noch spontan zu Pflanzen Kölle, die Kinder und ich blieben zu Hause. Beim Blick in die Mails entdeckt, dass der vom Betriebsrat des neuen AG abgesegnete Arbeitsvertrag schon zugeschickt worden war. Kurzentschlossen– wenn ich mich auf Grund von Wechselgedanken woanders bewerbe, muss ich das ja auch entsprechend abschließen– unterschrieb ich alle Dokumente und war danach sehr aufgeregt– zuletzt hatte ich sowas im Sommer 2014 gemacht…
Die Unterschrift konnte ich digital mit DocuSign erstellen, das war neu für mich. Beim letzten Mal ging noch Papier hin und her und ich musste vor Ort vorbei schauen.
Somit in aller Deutlichkeit: Ich habe ab Mitte Juni einen neuen Job. Krasse Sache.
Meine Statistik:
- 13 eingereichte Bewerbungen
- Bei neun Bewerbungen kam es zu Absagen nach Eingang meiner Unterlagen
- Bei vier Bewerbungen wurde ich zum Interview eingeladen
- Bei einer dieser vier Bewerbungen kam nach dem Interview eine Absage
- Eine Bewerbung führte zu einem Vor-Ort-Termin, den ich aber auf Grund des unterzeichneten Arbeitsvertrages absagte
- Ein Interview sagte ich auf Grund des unterzeichneten Arbeitsvertrages ebenfalls ab
- Eine Bewerbung führte zu einem Job-Angebot und dem unterzeichneten Arbeitsvertrag
Im Anschluss war ich so aufgeregt, dass ich erstmal eine Runde an der Wuhle laufen ging um mich auszupowern. Funktionierte, ich schnaufte nach der Rückkehr ganz schön.
Zur Feier des Tages mit Jott Abends die 5. Staffel von Yellowstone angefangen. Wir warten nicht, bis sie bei Netflix verfügbar ist, sondern abonnierten einen zusätzlichen Channel über Amazon Prime– die 3,99 EUR für zwei Monate oder so verkraften wir dann auch noch.
Wir waren dann beide etwas ernüchtert, weil die Staffel ziemlich düster startet. Mal schauen, wo das hinführt– A sagt, dass ihr die 5. Staffel am besten gefallen hat.




