Kategorien
Journal

Dienstag, 10.10.2023

G zeigte morgens stolz ihre langen Fingernägel vor– sie hatte die Blätter in ihren Jackentaschen wiedergefunden.


Nach dem Kinderwegbringen eine Runde Sport vor der Arbeit. Diesmal in der Wohnung, das Wetter war für Draußen-Sport nicht geeignet. Medaillenverdächtige Leistungen holte ich heute nicht aus mir heraus, aber für einen Werktag war ich trotzdem zufrieden überhaupt irgendwas gemacht und mich sportlich betätigt zu haben.


Interner Workshop „My Changeability“. Es ging um Veränderungsmanagement in Organisationen sowie den persönlichen Umgang mit Veränderungen. Ich war einerseits aus beruflichen Interesse drin– als Projektmanager, Berater und Scrum Master habe ich permament mit Veränderungen zu tun, je mehr ich darüber weiß umso besser und hilfreicher für mich und andere Beteiligte– andererseits aber auch aus privaten: Ich bin ja ein Gewohnheitstier, neige zum Schaffen von Routinen und bin Veränderungen nicht übermäßig positiv eingestellt. Weil ich mir dessen aber bewusst bin, arbeite ich immer mal wieder aktiv dagegen an, bilde mich weiter und suche nach Mitteln und Wegen, mich zu reflektieren und an meiner Einstellung zu Veränderungen zu arbeiten um ein bisschen flexibler zu sein.

Der Workshop war spannend, ich konnte vorhandenes Wissen auffrischen und lernte auch ein bisschen was neues. Vor allem der letzte Teil über die eigene Veränderungsbereitschaft war interessant; der Dozent ging zu meiner Überraschung sehr auf Bedürfnisse und auch Gefühle ein, beleuchtete Veränderungen auch von einer psychologischen Seite– das hätte ich in so einem Workshop mit Zielgruppe „Berater“ nicht zwingend erwartet. Einige Parallelen zur Psychotherapie entdeckt; meine Idee dass es eigentlich sinnvoll wäre mich mal ein paar Tage irgendwo wegzuschließen und gründlich in mich zu gehen/zu reflektieren erhielt weiteres Futter.


Nachmittags holte L spontan die Zwillinge ab und betreute sie; ich war ja im Workshop und Jott wollte sich beim Abholen von M vom Schwimmen einen Vortrag anhören– das geht mit drei Kindern an der Backe nicht, allein mit M aber schon.


Den Zahn hat sie ihm gezogen: Jott zog J am Abend einen schon länger vor sich hin wackelnden Milchzahn raus. J ist wohl das einzige Kind auf der Welt, dass Wackelzähne eklig findet und partout nicht daran wackeln möchte– was dazu führt, dass seine bleibenden Zähne zu zwei Dritteln rausgewachsen sind wenn die Milchzähne endlich ausfallen/gezogen werden.

Sowohl Jott als auch J waren nach der Aktion etwas grünblau um die Nase, J war dann aber sehr schnell sehr stolz und schaute sich seine blutige Zahnlücke im Spiegel an.


Beim Abendessen drüber sinniert, wer in welchem Hogwart-Haus wäre. Jott und ich waren recht sicher, dass M eher ein Slytherin als ein Gryffindor, J ein Gryffindor oder Ravenclaw, G eine Hufflepuff, Jott eine Ravenclaw und ich der Wildhüter (den Kindern zufolge der Hund des Wildhüters, blöde Bande…) wären.


Tat sehr gut am Nachmittag so eingebunden zu sein und den normalen Alltag/Nachmittagsstress nicht zu haben.


Spaß am Abend: Jott erzählte sehr entrüstet, wie sie einen Vogel beobachtet hatte, der aus dem Aschenbecher auf dem Balkon Zigarettenstummel klaute und den Balkon einsaute. Meinen Vorschlag, ihm eine Schale mit Bier hinzustellen, fand sie nur semilustig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert