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Wochenende 07. und 08.11.2020

Viel draußen gewesen und das schöne Wetter genossen. Im Wuhlheide-Wald einen geheimen Spielplatz entdeckt, mit Trampolin und Schaukeln und Hütte und kleiner Küche in der Hütte und einem großen Baum zum Raufklettern. Total irre, da wurde viel Arbeit reingesteckt– wir waren total begeistert.


Vernünftig gewesen und jeweils Mittags Mittagschlaf gemacht– wir wollen ja, dass die blöde Erkältung schnell wieder verschwindet. Mittagsschlafsfreund werd ich trotzdem nicht, ich fühl mich danach immer wesentlich groggier als davor und brauch ewig zum richtigen Wachwerden.


Die beiden Jungs haben eine akute Schwachsinnsphase. Die Abendessen der der letzten Tage waren Trauerspiele. Sie finden irgendeinen blödsinnigen Anlass, kichern los, pushen sich gegenseitig hoch, grölen am Ende nur noch lauthals Lachend herum und sind völlig in ihrer eigenen Welt. Da kommt kein Wort mehr durch, es ist sehr lästig und es gibt offenbar kein wirkungsvolles Mittel sie wieder runterzubringen. Ich ertrag das überhaupt nicht, dieses idiotische Lachen und überhaupt nicht wahrgenommen zu werden + das _jegliche_ Ansage/Aktion den Schwachsinn nur noch verstärkt.


G hat das Wochenende gut überstanden. Die Nacht zu Samstag schlief sie in unserem Bett, weil wir sie 24h nach dem Unfall im Auge behalten sollten. War aber nichts, sie ist unverändert. Wenn sie müde wird, sagt sie das ihr die Zähne weh tun, ansonsten tobt sie aber herum wie eh und je. Mal schauen was das Röntgen beim Zahnarzt morgen ergibt.

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06.11.2020

KiTa-Unfall bei G. Sie stolperte, fiel, konnte sich nicht abfangen und landete mit dem Kopf voran auf dem Boden. Die Lippe war aufgeplatzt, das Zahnfleisch um die oberen beiden Schneidezähne blutete und blutete und G weinte untröstlich. Jott holte sie ab, versuchte (erfolglos) sowohl Kinderarzt als auch (erfolglos) Unfallarzt als auch (erfolgreich) Zahnarzt zu erreichen und durfte sofort vorbei kommen. Beim Zahnarzt dann die Feststellung, dass die beiden Schneidezähne locker sitzen. Einer etwas mehr, der andere etwas weniger. Ob die folgenden Zähne betroffen sind, konnte nicht herausgefunden werden– Röntgen war mit der aufgelösten G nicht drin, da müssen wir Montag nochmal hin.

G darf nun die nächsten vier Wochen nur sehr weiche Kost bekommen und auch nur in kleinen Häppchen. Mit ein bisschen Glück wachsen die Zähne wieder an und keines der geschilderten Szenarien der Zahnärztin tritt ein (Wurzelbehandlung nötig, Schädigung des Folge-Zahns, Absterben der Milchzähne…).

Puh. Arme G.


Der Rest ist dagegen sehr unwichtig.

Aber, Chronistenpflicht…


Vormittags fand ein Remote-Firmenmeeting statt. Wo steht die Firma, wie gehts weiter, sowas. Das war einerseits sehr spannend und dann auch super günstig für den Haushalt, ich konnte nämlich nebenbei– ich musste ja nur zuhören und ab und an mal eine Folie angucken– staub wischen, saugen, Wäsche verräumen und den Bringmeister-Einkauf wegsortieren. Sehr praktisch, sowas.

Nachmittags erreichte mich leider die Nachricht, dass ein langjähriger Kollege das Unternehmen verlassen wird– und zwar schon zu Ende Dezember. Statt geplanter Aufgaben gab es also ein Krisentelefonat zur Besprechung notwendiger Übergaben, inklusive Erstellung einer Checkliste mit zu besprechenden Szenarien, Übergabetermin-Planung und -Abstimmung mit den teilnehmenden Kollegen und ihren Team Leads und dann waren gute anderthalb Stunden vergangen und der Arbeitstag beendet. Was‘n Stress. Aber das ist jetzt erstmal gut eingeplant & im besten Fall gelingt es uns tatsächlich, ganz viel Hoheitswissen abzuschöpfen.


Ich hab mir in den letzten Tagen einen Schnupfen eingefangen. Gestern fing es an, heute wurde es schlimmer (verstopfte Nase, müde & k.o., leichtes Kratzen im Hals). Hoffentlich bleibts beim Schnupfen.

Ich habe Jott im Verdacht, die hatte das letzte Woche.


Zufällig bei Netflix über The Last Kingdom gestolpert. Ich bin großer Fan der Buchreihe (bzw. war es, Bücher lesen ist seit Jahren nicht mehr drin) und frag mich, wie die Tatsache einer Verfilmung fünf Jahre an mir vorbei gehen konnte.

Wir geben dem jedenfalls eine Chance– allerdings erst, nachdem wir der dritten Staffel von Babylon Berlin ebenfalls noch eine Chance gegeben haben. Aktuell ist die Lust darauf eher gering (zu düster, zu viel Mitdenken erforderlich, zu viele nicht aufgedeckte Stränge), aber mich interessiert das schon… Mal gucken (im doppelten Wortsinne).


Unser SodaStream macht mich seit Monaten wahnsinnig. Gelegentlich– nicht zuverlässig reproduzierbar– schwappt beim Aufsprudeln Wasser aus den Flaschen und setzt den Flaschenbehälter unter Wasser. Das nervte mich irgendwann so unfassbar, dass Jott Sprudelwasserbeauftragte wurde. Sie hat da irgendeinen Trick oder einfach ein Händchen dafür, bei ihr passierte es deutlich seltener. Ich schaute trotzdem immer mal wieder nach einem Ersatz und las dabei gestern oder vorgestern total zufällig, dass dieses Verhalten durch Verkalkung auftritt und Zitronensäure (hach… Zitronensäure <3) dagegen helfen könnte. Mein mind war blown, wie es so schön heißt– auf diesen sehr naheliegenden Gedanken bin ich mehrere Monate partout nicht gekommen. Heute Abend war der Sprudler aber fällig und ich bin jetzt natürlich sehr gespannt auf künftige Besprudelungen.


Interessiert gelesen:

The Overwhelming Racism Of COVID Coverage

Western media cannot write western failure

Instead, however, the western media anoints white Germany a COVID leader, despite having outbreak the size of Iraq’s. They should be looking at Vietnam. Vietnam has the same population, much less wealth and has had a dramatically better response. Nearly 10,000 people have died in Germany, compared to 35 in Vietnam. Every two days Germany has as many cases as Vietnam did total. What are you learning here? To feel good about your race while dying? Why not learn from the best?

via Journal Freitag, 30. November 2020 – Glatte Beine, erster ApfelkuchenVorspeisenplatte

Da ist was dran. Die Verantwortliche & Berichterstattung hierzulande feiern sich meiner Wahrnehmung nach sehr dafür, dass es Deutschland so viel besser geht als seinen europäischen Nachbarn. Aber wenn man sich mal tatsächlich die im Artikel genannten Länder anschaut, dann gibt es dazu eigentlich nur wenig Grund. Es gibt offenbar durchaus bessere Antworten auf die Pandemie als die, die „wir“ gegeben haben. Nicht umsonst steigen die Zahlen so unfassbar.

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05.11.2020

Langer, pausenloser Arbeitstag bis in den späten Abend hinein. Dementsprechend k.o. und bettreif.

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04.11.2020

Bürotag. Anlass war mein Personalgespräch am frühen Nachmittag– geht zwar auch alles digital, aber ich wollte das doch lieber in echt führen (natürlicherer Gesprächsfluss, bessere Erkennung der Reaktionen, keine technisch bedingten Störfaktoren).

Hin und zurück gings bei strahlenden Sonnenschein und ziemlicher Kälte mit dem Fahrrad. So konnte ich mich ein bisschen bewegen und den ÖPNV mit seinen vielen Menschen umgehen (und ich fahr ja auch gern Fahrrad).

Danach waren allerdings die Finger einmal gut durchgefroren, ich hatte vergessen Handschuhe anzuziehen…

Im Büro zu sein war ganz angenehm. Das letzte Mal ist auch schon wieder acht Wochen her, der Tapetenwechsel tat gut. Und auch die Kollegen in echt zu sehen und gemeinsam Essen gehen zu können war schön.

Das Personalgespräch als solches lief gut, keine großartigen Überraschungen auf beiden Seiten. Sowohl meine Teamleiterin als auch ich haben zum allergrößten Teil das selbe Bild von mir. Ich find das recht beruhigend, weil ich allem Pessimismus/Negativismus zum Trotze offenbar doch ein recht realistisches Bild von mir selbst habe. In Punkto Weiterentwicklung kamen ein paar sehr spannende Denkanstöße, die ich mir definitiv durch den Kopf gehen lassen werde– es betrifft die generelle Richtung („Generalist“ vs. „Spezialist“) und zeigt auch im Detail ein paar spannende Möglichkeiten für die nächsten Jahre auf, was mir entgegen kommt. Dabei ging es auch um die Auswertung des Belbin-Tests vor ein paar Wochen sowie um ein paar Erkenntnisse aus 2020, die meine Teamleiterin und ich unabhängig voneinander hatten. Mal schauen. Nichts davon ist spruchreif, es sind ja erstmal nur Gedankenanstöße. Aber ich hab was zum Nachdenken.

Weil wir an einer Vertragsanpassung noch auf keinen gemeinsamen Nenner kommen konnten, wird es einen zweiten Termin geben– kurz vor Weihnachten. Bleibt mir noch ein bisschen Zeit, die ein oder andere Sachen mitzunehmen.

Und irgendwas gegen die Nervosität zu tun, die sich bei mir bei Geldfragen– denn darum gings– immer einstellt.


In der KiTa fand heute das Halloween-Herbstfest statt. Die Kinder durften verkleidet und geschminkt in die KiTa gehen und waren bereits am Morgen voller Vorfreude völlig überdreht. Mit der Energie hätte Berlin für ein Jahr mit Strom versorgt werden können…

Für das Gruselfrühstück gab es Monstereier, Gruselis, Spinnenwürstchen und Gespensterbaguettes. Jott war da unglaublich kreativ:


Abends weiterhin völlig überdrehte, überzuckerte und gleichzeitig übermüdete Kinder. Furchtbare Mischung.

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02.11.2020

Ruhiger Arbeitstag. Monatsabschluss, die üblichen Anfragen, nix weltbewegendes. Früher Feierabend, weil M und ich wieder zu Logopädie nach Friedrichshagen fuhren.

Abends digitales after work Bier (bzw. Wasser für mich) mit ein paar Kollegen.

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01.11.2020

Wir durften heute ausschlafen. Und das meine ich weder ironisch noch in Gänsefüsschen– wir wachten von selbst gegen 8:15 Uhr auf und waren die ersten. Alle Kinder schliefen noch. Irre.


Nach dem Frühstück gingen die Kinder und ich in einer Nieselpause eine Runde in den Wald. Diesmal Richtung Hirschgarten, genauer gesagt zum Geheimspielplatz– wir wollten mal gucken ob das Stöckerzelt noch stand, wir waren da jetzt eine Weile nicht mehr. Tat es, die Kinder bespielten es auch direkt wieder. Ich stapfte währenddessen durchs Wäldchen und bedauerte, dass weder Jott noch ich Pilze essen– ich hätt uns ein schönes Mittagessen sammeln können.


Ab dem Mittag hatten wir Besuch, unsere Premiumkontaktfamilie kam vorbei und blieb bis zum frühen Abend. Es gab Szegediner Gulasch, Himbeertiramisu, „Small Foot“ als Mittagsfilm (empfehlenswert) und nach dem Vesper eine Runde Toben und in der Dämmerung Fledermäuse gucken auf dem Hof.

Somit hat die Kontakt Tagebuch App dann auch heute ihren ersten Eintrag bekommen.


Abends Iron Man 2 und nebenbei Foto-Duplikate auf dem Handy löschen (lassen).