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Journal Montag, 20.4.2020

Das Gesetz der 3: Heute bei M geschlafen. Meh. Aber immerhin geschafft, morgens rauszuschleichen ohne den sonst sehr hellhörigen J neben und M über mir zu wecken.

Standard-Corona-Tag. Vormittags die Kinder bespaßt und mich von den Zwillingen ärgern lassen, Nachmittags und Abends gearbeitet.

Flaaaaausch. Niedliche kleine Entenküken!

Was schön war: Beim Laufen am Abend sah ich einen Wuhlebiber! Beim Heranpirschen bemerkte er mich leider und verschwand mit einem Schwanzklatscher unter Wasser. Aber: Ein Biber! Voll cool.

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Journal Sonntag, 19.4.2020

Vormittags in der Wohnung herumgepusselt, aufgeräumt, durchgesaugt, Mittagessen vorbereitet. Man merkt es der Wohnung an, das wir alle deutlich mehr Zeit hier verbringen als noch, sagen wir mal, Anfang März.

Nachmittags raus. Jott traf sich mit Abstand mit einer Freundin, die Kinder und ich fuhren währenddessen durch die Gegend, aßen Eis, hielten Abstand zu Menschen so gut es ging und freuten uns über eine echt lange Steinkette im Uhlenhorster Forst.

Abends „The Expanse“ begonnen. ben_ hatte das vor einiger Zeit mal sehr gelobt, da kam es bei mir auf die Watchlist. Heute Abend schlug ich das Jott vor, und zu unserer großen Überraschung gefällt es uns beiden nach bislang zwei Episoden ausnehmend gut (und das will was heißen: Keiner von uns kann mit Science Fiction, Weltraum und Raumschiffen groß was anfangen).
Wird weitergeschaut.

Melitta stellt Atemmasken auf Filtertütenbasis her

Sie mögen aussehen wie ein Scherz, aber durch die Verwendung bestimmter Vliese, sind sie für den Schutz vor den Coronaviren gut geeignet: Die Gesichtsmasken, die Melitta in millionenfacher Stückzahl produziert.

Sieht wirklich aus wie ‘ne Filtertüte. Aber spannend, was offenbar machbar ist.

Was schön war: Gemeinsames Singen (Ich Wäre Gern Wie DU, Ducktales Intro, Ritter des Rechts Intro, Kinderlieder) mit Jott und den Kindern am Vormittag.

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Journal Samstag, 18.4.2020

Die Nacht seit längerem mal wieder ungestört im eigenen Bett verbracht. Party!

Viel draußen gewesen und Sonne getankt + mit der Familie Eis essen gewesen und anschließend neue Wege nach Hause gelaufen.

Beim Einkaufen gehen heute Mittag insgesamt drei Leute mit Mund-Nasen-Schutz gesehen. Ich hatte keine auf. Jott hat zwar welche genäht, aber ich habe mich unfassbar unwohl damit gefühlt. Am besten wäre es, wenn es eine Maskenpflicht gäbe, dann müsste die jeder tragen und alle hätten die selben Probleme und dann würde sich das komische Gefühl nach zwei Tagen legen.
Abstände werden nur sporadisch eingehalten, geht teilweise auch überhaupt nicht. Alle müssten permanent miteinander Absprachen treffen a la „Ich will jetzt dahin und muss da durch, können Sie bitte kurz warten?“, damit das funktioniert. Ich nehm mich da auch nicht aus, ich hab mich auch an Leuten vorbei gequetscht bzw. zu nah an ihnen nach Ware gegriffen. Ist schwer, sehr schwer.

Ich habe ingesamt sehr große Sorgen das wir Anfang Mai neue, drastischere Ausgangs- und Kontakteinschränkungen verordnet bekommen. Mir scheint, das die Menschen in den letzten Tagen wieder optimistischer geworden sind und den Pandemie-Scheiß nicht mehr so ernst nehmen. Subjektive Eindrücke, aber das deckt sich leider auch mit dem was andere Menschen auf Twitter schreiben.

Festgestellt: Ich bin in diesem Eltern-Ding nicht gut. Ich bin nicht geduldig und mitfühlend und duldsam sondern ob der Spinnereien und Macken und Eigenheiten der Kinder eher genervt. Nicht nur jetzt, sondern generell. Jetzt wird es nur verstärkt.

Was schön war: Vormittags allein laufen gewesen. Einmal Wuhlesee und zurück.

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Journal Freitag, 17.4.2020

Kein so guter Tag. Von Internetkommentaren zu Artikeln und Blogbeiträgen anderer verunsichern lassen (Reflexion meines beruflichen Einsatzes, Qualifikation als Mensch und Vater). In der Arbeitszeit herumlaviert (dieses eine noch recht neue Projekt, von dem ich technisch keine Ahnung habe und jeden Schritt mit dem Senior-ITler besprechen/rückfragen muss und das mir immer wieder aufzeigt das meine Fähigkeiten als Projekt_leiter_ nicht wirklich ausgereift sind…) und mittendrin selbst festgestellt, dass das alles hochgradig ineffektiv/ineffizient ist. Vormittags mit den Kindern zuviel vom Handy ablenken lassen und auch beim Spiel nur gedacht, das ich eigentlich lieber was ganz anderes machen würde. Abends stumpfsinnig ins Handy und den Laptop geguckt anstatt einfach früh schlafen zu gehen. Eine Stunde vor dem Editorfenster gesessen und nichts zu schreiben gewusst.

Immer wieder die innere Stimme gehört die leise flüsterte „Stell Dich nicht so an, andere Leute haben es viel schwerer, was willst Du mit Deinem normalen Gehalt, Deinen verständnisvollen Chefs/Kollegen und Deiner stabilen Familiensituation eigentlich?! Andere Menschen verlieren ihre Existenz oder sterben!“

Ich kann das nicht entkräften.

Was mich herunterzieht: „Die Experten“ sind sich einig, dass nur Herdenimmunität oder die Eindämmung des Virus unsere Lage verbessern wird. Herdenimmunität wird, wenn wir viele Tote vermeiden möchten, nur durch einen Impfstoff zu erreichen sein. Die Entwicklung soll so ca. bis Mitte 2021 dauern. Aber: Es gibt wohl noch keinen Impfstoff gegen Corona-Viren– und die sind ja nicht erst seit gestern bekannt… Und die effektive Eindämmung und somit Ausrottung von „Virennestern“ Bedarf noch viel strengerer Maßnahmen als allem, was bei uns bislang lief– das muss dann eher in Richtung Wuhan gehen.
Das bedeutet: Alle aktuellen Maßnahmen bzw. vermutlich sogar wieder Verschärfungen werden uns ca. ein Jahr begleiten. Oder länger. Viel länger.

Ich muss wieder mit dem „Was schön war“ anfangen, glaub ich. Erster Versuch:

Was schön war: Jott an ihrem neuen Rechner beim Spielen zusehen. Der Rechner kam superschnell, gestern Abend richtete ich ihn ein (Neu-Installation Windows 10, Updates und Treiber aktualisieren/installieren, Windows 10 Einrichtung) und heute Abend konnte sie dann seit Ewigkeiten mal wieder auf dem Rechner Sims zocken. Ganz vertieft und mit viel Begeisterung.

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Journal Donnerstag, 16.4.2020

Die Kindertageseinrichtungen in Berlin arbeiten zunächst im Krisenmodus weiter. Geöffnet sind sie auch künftig nur für eine Notbetreuung von Kindern, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Eine Rückkehr zum Regelbetrieb ist erst mit Beginn des neuen Kita-Jahres ab dem 1. August 2020 vorgesehen.

Kitas: Ausbau der Notbetreuung, Regelbetrieb ab 1. August

👨🏻🔫

Das zieht uns beide gerad etwas runter.

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Journal Mittwoch, 15.4.2020

Tjo, dann machen wir wohl erstmal bis Anfang Mai so weiter, was?

Ich wüsste gern, was danach kommt. Und wie lange wir im Schichtbetrieb leben müssen. Denn das wird uns in absehbarer Zeit völlig ausgelaugt zurück lassen.

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Journal Dienstag, 14.4.2020

Die aktuelle Situation Diese bescheuerte Pandemie und die Einschränkungen haben mir heute zu schaffen gemacht. Es nervt, und außer einem Arrangieren mit der aktuellen Lage kann man nichts tun. Dazu war es kalt, die Kinder anstrengend, ich fragte mich 2/3 des Tages ob das, was ich arbeitstechnisch sowie in punkto Kinderbetreuung, Haushalt und Ehemanntechnisch mache genug ist, fühlte mich mehrere Stunden lang ziemlich unterbelichtet weil ich in einem übernommenen Projekt von der technischen Komponente so überhaupt gar keine Ahnung habe und da eh alles kompliziert und anstrengend und in jeglicher Hinsicht intensiv ist und dann war ich auch noch nach der Arbeit Joggen. Das war eigentlich sehr schön, aber das war wohl die Stunde die die kinderbetreuende Jott gefährlich nahe an den Rand des Nervenzusammenbruchs brachte, weswegen es halt dann ins richtige Licht gerückt doch nicht schön war. Außerdem läuft ja eigentlich parallel noch meine IPMA-Weiterbildung, die ich aber gerade mit aller Kraft ignoriere. Nächste Woche soll ein erneuter Präsenztermin sein und ich hoffe inständig, dass das komplett auf irgendwann später verschoben wird weil ich weder irgendwo hin fahren noch acht Stunden remote daran teilnehmen möchte.
Und mir fehlen verdammt nochmal Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten. Bis Mitte 2021 drin bleiben ist doch keine Option für nichts.

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Journal Montag, 13.4.2020

Mit J bei M geschlafen. Gegen 7 Uhr von Tablet-Spiel-Geräuschen geweckt worden– M, der Fuchs, hatte sich das Tablet geschnappt und angefangen, die Kikaninchen-App zu spielen. Ich habe da gemischte Gefühle: Schön, dass er das Tablet und die App mittlerweile super allein bedienen kann. Auch toll, dass er sich nach dem Aufstehen erstmal allein beschäftigt. Andererseits: Ich weiß nicht ob es in Ordnung ist, wenn ein 4-jähriger sich einfach so ohne Aufsicht das Tablet holt und spielt… Gerade M, der sehr versinken kann in Spielen.

Vormittags war Haare schneiden für J und G angesagt. Gs Pony war zu lang, Js Frisur nur noch schwer als solche erkennbar. Jott sorgte mit Schere und Rasierapparat dafür, dass G wieder aus den Augen gucken und J nun raspelkurze Haare wie M hat. Er sieht damit allerdings wesentlich kleinkindlicher aus– die großen Augen, das runde Gesicht und ein bisschen Babyspeck machen ihn jünger.

Nach dem Vesper (heute mit Osterzopf) gingen wir wieder eine große Runde spazieren. Leider war es heute ziemlich frisch, die Kinder waren nicht ganz so motiviert und wurden mit Gummibärchen bestochen. Eigentlich wollten wir nochmal Eis essen gehen, hatten aber nicht bedacht das der Laden zu dem wir heute gehen wollten geschlossen hat. Um eine Meuterei der Kinder zu verhindern, bestachen wir sie mit dem Versprechen, zu Hause alle Sorten Eis, die wir vorrätig haben (Stracciatella und Schoko), essen zu dürfen. Das wirkte, die Aussicht auf wirklich alle Sorten und bunte Streusel noch dazu war sehr motivierend.

Beim Abendessen unglaubliches Gekasper der Jungs. Die letzten Tage über nahm das nach ein paar Tagen/Wochen Ruhe wieder stark zu, heute endete es damit dass M von uns abgewandt am Wohnzimmertisch essen musste und J, ebenfalls von uns abgewandt, an der Küchen-Anrichte. Wenn sich die beiden nicht sehen, gehts eigentlich.

Ich bin sehr gespannt auf Corona-Updates aus der Politik diese Woche. Die Ratschläge von der Leopoldina, die wohl großes Gewicht haben sollen, haben mich ziemlich geschockt. Das würde nämlich, direkt auf uns bezogen, bedeuten, dass wir noch bis zum Beginn des neuen KiTa-Jahres die Kinder zu Hause lassen müssten. 14 weitere Wochen!
Vorausgesetzt, dass die Lage zu Beginn des neuen KiTa-Jahres grundlegend anders wäre– was ich nicht sehe, weil bis dahin weder Herdenimmunität erreicht werden noch ein Impfstoff verfügar sein kann.

Ich frage mich, wie das alles weiter gehen soll und was es für Perspektiven gibt.

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Journal Sonntag, 12.4.2020 – 🙌🐰🐣🥚

Die Kinder Osterkörbchen suchen lassen, mit den Kindern joggen gewesen, auf dem Balkon angegrillt, Eis gegessen, einen langen Osterspaziergang gemacht, nochmal Eis gegessen, per Facetime mit den (Groß-)Eltern telefoniert, der Frau einen Laptop gekauft.

Guter Ostersonntag, gern wieder.

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Journal Samstag, 11.4.2020

Der Tag verlief eigentlich so wie gestern: Vormittags spielten die Kinder & begleiteten mich anschließend beim Joggen. Nach dem Mittag fuhr Jott in ein Fahrradfachgeschäft, während die Kinder und ich zwei oder drei Folgen der Sendung mit der Maus guckten (ich interessierter als die Kinder). Als Jott wieder nach Hause kam, gab es Vesper und im Anschluss fuhren die Kinder (bzw. nur die Jungs, G bummelte so dermaßen rum das wir sie wieder nach Hause begleiteten– ich kann nicht einerseits G antreiben schneller zu fahren und andererseits die Jungs bremsen) und ich nochmal eine Runde mit dem Fahrrad. Abends mit Jott „Spiderman – Far from Home“ geschaut.