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Journal Samstag, 21.3.2020

G hats nun auch erwischt. Gestern Abend hatte sie nur ein bisschen gehustet, aber heute Nacht hörte sie sich schlimm an. Jeder Atemzug klang angestrengt, dazu röchelte sie vor sich hin. An Schlaf war so nicht zu denken, bis wir ihr den eigentlich J verschriebenen Saft gaben und sie auch inhalieren ließen. Danach wurde es besser.

Tagsüber ließen wir es daher langsam angehen um die Kinder zu schonen. Bis auf einen kurzen Spaziergang am Nachmittag verließen wir die Wohnung nicht, und bei dem saßen J und G im Kinderwagen und ließen sich herumschieben, während M auf seinem Laufrad vorfuhr. Gut, das wir den Zwillingsbuggy noch haben.

Nach dem Mittag ging ich eine Runde an der Wuhle spazieren, um ein bisschen frische Luft zu schnappen. Himmel und Menschen waren unterwegs, das hätte ich nicht gedacht. Aber immerhin nur zu zweit bzw. in Familienverbänden. Einen Sicherheitsabstand zu anderen Spaziergängern ließ sich trotzdem nicht durchgängig einhalten.

Abends weiter Sex Education geguckt. Gefällt uns sehr gut.

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Journal Freitag, 20.3.2020

J hat ‘ne fette Bronchitis. Jott und ich sind beide erkältet. Die Kinder waren heute fordernd.

Aber ich konnte ganz gut arbeiten, hab mich mit Schoko-M&Ms vollgefuttert und Abends mit Jott angefangen, Sex Education zu netflixen. Es ist nicht alles schlecht.

Oh und übrigens: Klopapier-Hamsterer soll der Blitz beim Scheißen treffen. Aus Gründen.

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Journal Donnerstag, 19.3.2020

J hat einen Husten, der uns Sorgen bereitet. Wir haben keines unserer Kinder bislang so husten gehört und sahen auch bislang weder M noch G noch J so darunter leiden. Heute sind wir nicht zum Kinderarzt gefahren, weil vor allem ich das ganze noch einen Tag beobachten wollte, aber nachdem J im Laufe des Abends mehrmals absolut furchtbare Hustenanfälle bekam, werden wir morgen mit ihm zur Kinderärztin fahren und das abklären lassen. Die Symptome weisen eher nicht auf eine typische Erkältung hin. Aber mal schauen, was unsere Kinderäztin morgen sagt.
Eine ganz kleine leise Stimme im Hinterkopf sagt, dass es Covid-19 sein könnte gemäß Symptomen– aber das wäre nun wirklich sehr unwahrscheinlich und sehr weit hergeholt und ist vermutlich einfach nur ein Zeichen der Unsicherheit/Angst.

Ansonsten… war ich für die Kinderbetreuung zuständig und bin daher ziemlich geschafft. Wir waren viel draußen (Hof, Waldspaziergang), aber das war heut alles kein Zuckerschlecken. Abends dann auch nicht gelaufen– das hab ich tagsüber genügend gemacht–, sondern mit Jott gecouched.

“Die Kurve abflachen”(“Flattening the Curve”) ist ein tödlicher Trugschluss
Uff. Klingt erstmal schlüssig, deckt sich teilweise mit dem Inhalt des Coronoa-Update-Podcasts. Heißt im Umkehrschluss für mich: Drastische Maßnahmen (Ausgangssperren) werden kommen, da ansonsten dem Virus nicht beizukommen ist.

Material um Kindern das Corona-Virus zu erklären. Alles meiner Ansicht nach eher für etwas ältere Kinder, für 3- bis 4-jährige ist das vermutlich noch etwas zu kompliziert.
Wir haben das aktuelle Geschehen– bzw. eigentlich erstmal nur die KiTa-Schließung– so erklärt, dass gerade sehr sehr viele Leute eine Erkältung bekommen, daher die KiTas und Schulen und einige Geschäfte geschlossen werden und wir deswegen zu Hause bleiben, um nicht selbst krank zu werden und um keine anderen Menschen krank zu machen. Das schien erstmal zu reichen. Ich weiß allerdings nicht, was sonst noch so bei den Kindern hängen bleibt.

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Journal Mittwoch, 18.3.2020

Frühling.

Und es fühlt sich an wie in einem Weltuntergangsfilm.

Gestern Abend mit viel, sehr viel Glück noch einen freien Bringmeister-Slot für Freitag Abend zwischen 18 und 22 Uhr bekommen. Wir mussten da ein paar Mal hin und her probieren und hatten eben Glück– die nächsten freien Plätze wären erst am 27.03. oder so gewesen.

J hats ganz schön erwischt. M war relativ fix wieder munter, aber J hat ordentlich an seiner Erkältung zu knabbern. Vorhin hat er im Schlaf ordentlich geschwitzt, ich hoffe das ist ein Zeichen dafür das es wieder aufwärts geht. Kranke Kinder sind so schon doof, in der aktuellen Situation noch mehr.

Heute war Jott ganztägig für die Kinder eingeteilt und ich arbeitete. Das lief für mich gut, für Jott eher weniger. Sehr direktes Feedback war, dass wir uns doch bitte ein anderes Modell ausdenken sollen, solche Tage will sie nicht nochmal haben. Kann ich gut verstehen. Wir überlegen jetzt, einfach das für Dienstag und Freitag geplante Modell auszuweiten: Jeder betreut einfach je einen halben Tag die Kinder und darf die andere Hälfte in Ruhe arbeiten.

Generell fällt es mir gerad ziemlich schwer, mich zu konzentrieren und gewohnt effizient zu arbeiten. Die latente Weltuntergangsstimmung ist doch recht belastend. Die Einschränkung des News-Konsum fällt mir auch ziemlich schwer, ich will natürlich wissen welche Neuigkeiten es gibt. Morgen gehe ich das aktiv an, da ich die Kinder ganztägig betreue sollte das auch ziemlich leicht sein.

Abends wieder laufen gewesen. Da ich mich tagsüber nur zwischen Küche, Klo und Schreibtisch im Schlafzimmer bewegt hatte (oder eben nicht), war das ein guter Ausgleich. Vielleicht sollte ich das einfach jeden Abend grundsätzlich einplanen.

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Journal Dienstag, 17.3.2020

Erster Tag der Arbeitsteilung. Jott arbeitete von morgens bis Mittags, ich betreute derweil die Kinder. Nach Frühstück, spielen, Ninjago gucken fuhren wir mit den Laufrädern zum Kodak-Spielplatz und spielten dort ein bisschen, ehe es zum Mittag wieder nach Hause ging.
Nach dem Mittag wechselten Jott und ich: Sie leitete die Mittagsruhe ein, ich verkrümelte mich ins Schlafzimmer und arbeitete dort bis Abends.
Großes Glück: Kurz vor „Schichtwechsel“ kam mein Headset, das sich heute direkt bewährte. Großartiges Feature: Ich kann es sowohl mit dem MacBook als auch dem iPhone pairen und muss nicht mehr wechseln. Und es ist kabellos, was in der Handhabung sehr angenehm ist.

M ist wieder relativ fit, es hat aber J erwischt. Im Gegensatz zu M hat er Fieber, sein Allgemeinzustand ist auch nicht gerade Bombe– was eventuell auch daran liegen könnte, dass er es tunlichst vermieden hat, Mittagsschlaf zu halten.
Vorhin bekam er Nurofen-Saft & darf die Nacht bei uns verbringen. Hoffentlich ist er morgen fitter.

„Wenn halb Berlin Videoanrufe führt, verdoppelt sich der Traffic“

In Zeiten der Corona-Pandemie steigt der Datenverkehr. Am Internetknoten De-Cix in Frankfurt bekommt man das schon jetzt zu spüren. Kein Grund zur Sorge, sagt dessen CTO.

Die Steigerung kann man in den Auswertungen direkt einsehen. Krasser Sprung.

Coronavirus: How to protect your mental health

Coronavirus has plunged the world into uncertainty and the constant news about the pandemic can feel relentless. All of this is taking its toll on people’s mental health, particularly those already living with conditions like anxiety and OCD. So how can we protect our mental health?

Tipps zum Umgang mit dem permanenten Neuigkeitenstrom zum Coronoavirus.

On Digital Minimalism and Pandemics

Hier auch nochmal.

Abends seit guten zwei Wochen wieder laufen gewesen. War dringend nötig und tat sehr, sehr gut.

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Journal Montag, 16.3.2020

Pläne, hach ja. M klagte gestern Abend über Halsschmerzen und war dann auch relativ schnell ziemlich verrotzt, gegen halb Elf kam er zu uns ins Bett und blieb dort. Wir disponierten am Morgen also um: M blieb zu Hause und durfte ausschlafen, die Zwillinge gingen normal in die KiTa. Jott wiederum blieb, nachdem sie auf dem KiTa-Weg ein paar Einblicke in den morgendlichen Straßenverkehr bekam, in Absprache mit ihrer Chefin im Home Office, so wie ich.
Das lief ganz gut, zumindest bis M aufwachte. Der war zwar immer noch verrotzt, quasselte uns aber einen Knopf an die Backe und genoss unsere Gesellschaft sichtlich.

Allein die paar Stunden mit M haben uns bereits gezeigt, dass längeres Home Office selbst mit einem Kind für uns nicht machbar ist. Unser Schichtplan ist also dahingehend eine ganz gute Lösung.

Ansonsten: Es hat sich gezeigt, dass die Standard Apple Kopfhörer, die mit einem normalen iPhone kommen, nicht für serious business ausreichen. Zumindest nicht, wenn es Umgebungsgeräusche gibt (M).
Außerdem knackst und rauscht es in der Leitung, wenn das Kabel über meinen Bart streift…
Kurzentschlossen kaufte ich also noch ein ordentliches Bluetooth Headset mit Geräuschunterdrückung, das mir hoffentlich gute Dienste leisten wird.

Auf Wunsch: Unser Essensplan für die kommenden Wochen.

Ebenfalls auf Wunsch: Die angedachte Kinderbeschäftigung.

Verlinkt auf ein herunterladbares PDF

Hat sich Jott ausgedacht, einfach so nebenbei. Die Frau ist ‘ne Wucht.


Gesehen am Schulungshotel letzte Woche. Somit erhöht sich die Zahl der mir bekannten Herakut Murals auf Drei.

In Anbetracht der heutigen weiteren Einschränkungen ist es vielleicht doch eine ganz gute Idee, nochmal ein paar länger haltbare Lebensmittel zu kaufen. Ich rechne mittlerweile fest damit, dass wir in österreichische Verhältnisse laufen werden.

Ich kaufte heute morgen erstmal zwei Kilo neuen Kaffee. Damit sollten wir ein paar Wochen auskommen. Nicht notwendig, aber gut für uns.

Morgen beginnt der Ernstfall.

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Journal Sonntag, 15.3.2020

Viel viel viel draußen gewesen heute mit den Kindern. Vormittags nur im Hof, das hatten sie sich gewünscht, nachmitags dann mit den Laufrädern „im Wald“ (Mittelheide). Die belebteren Spielplätze werden wir erstmal auslassen und uns auf Spazierfahrten begrenzen.
Im „Wald“ sahen wir gegen 17 Uhr tatsächlich mehrere Rehe ganz in der Nähe herumlaufen, das war eine große Überraschung und sorgte bei uns allen für Begeisterung.
Jott sorgte während unserer Abwesenheiten dafür, dass die Wohnung glänzte und uns a.) nichts vom Home Office in den kommenden Wochen ablenkt und b.) uns nichts im Tagesablauf behindert.

Morgen gehen die Kinder nochmal in die KiTa, wir benötigen beide so ca. einen Tag um noch Kram zu erledigen. Wenn alles nach Plan läuft wird Jott ins Büro fahren (sie muss leider rein) und ich remote arbeiten. Ab Dienstag greift dann unser ausgeklügelter Plan bzw. unser Schichtsystem (wir haben uns, kurz gesagt, Kinder- und Arbeitsschichten eingeteilt).

Ich hoffe, dass uns allen schlimmeres erspart bleibt.

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Journal Samstag, 14.3.2020

Dritter und letzter Lehrgangstag. Das war nach der Woche ziemlich anstrengend, hat sich aber gelohnt. Ich habe unfassbar viel neues gelernt und mitgenommen. Und musste mir leider eingestehen, dass ich a.) von systematischen PM keine Ahnung habe und b.) meine Popelprojekte im maximal mittleren 5-stelligen Budgetbereich das eigentlich auch nicht hergeben. Aber gut, das muss ja perspektivisch nicht so bleiben.

Auf Twitter (ich machte den Fehler und schaute auf dem Heimweg rein) viele Tweets gelesen wie schön es doch ist jetzt mal Zeit für seine Kinder zu haben & wie man denn darüber abkotzen könne, ca. fünf Wochen mit seinen Kindern verbringen zu müssen.

… offenbar leben doch erstaunlich viele Menschen in solchen Verhältnissen, dass sie kein Geld verdienen müssen und daher keine Doppelbelastung Arbeit <-> Kinderbetreung haben. Und es können sich offenbar erstaunlich wenige Menschen vorstellen/erinnern, was für ein Knochenjob Kinderbetreuung bei mehreren kleinen Kindern ist.

Ab dem späten Nachmittag war Jott auf einem Geburtstag, ich war mit den Kindern allein. Sie spielten sehr schön gemeinsam im Hof, aber sobald wir in der Wohnung waren war die gute Stimmung vorbei.
Hoffentlich wird & bleibt das Wetter in den kommenden Wochen schön, damit wir viel draußen sein können.

Nachdem wir die Info durchgaben, dass unsere Kinder alle leicht vor sich hin husten und schniefen, sagte der für morgen geplante Besuch von sich aus ab. Ich bin einerseits traurig, andererseits ein bisschen beruhigt: So bleibt jeder mit seinen Keimen zu Hause.

Abends Arbeitstermine für die Woche abgesagt/umgelegt und angefangen dafür zu sorgen, dass Kollegen auch arbeiten können wenn ich ggf. nicht da bin weil ich die Kinder am Hacken habe. Muss ja trotzdem alles laufen.

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Journal Freitag, 13.3.2020

Jott und ich haben uns am Abend lange zusammengesetzt und…

  1. Wir haben einen Plan für Arbeit und Kinderbetreuung. Der sieht so aus, das wir beide ca. 3 Arbeitstage pro Woche leisten können (aus dem Home Office).
  2. Wir haben einen Essensplan für die nächsten Wochen.
  3. Wir haben einen Plan für Aktivitäten mit den Kindern.

Unsere Arbeitgeber haben bereits sehr kulante Regelungen bzgl. Home Office und Fehlzeiten wegen Kinderbetreuung komuniziert. Insofern… Glück im Unglück und wir gucken mal.

Ansonsten ist das natürlich alles ziemlich scheiße und ich ich freue mich zwar sehr über unsere Privilegien, denke aber stark an die Menschen die jetzt sehr sehr sehr kämpfen müssen.

Wir sind ein bisschen frustriert, dass die Probleme z.B. fehlender Kinderbetreuung privatisiert werden. Das wird jetzt eine ziemlich unschöne und auch sehr teure nächste Zeit. Allein was wir an Mehrausgaben für Nahrung haben werden… Zusätzlich zu den KiTa-Essens-Beiträgen. Wir können das (noch, voraussichtlich, für eine begrenzte Zeit) zum Glück stemmen, aber wie schon gesagt– wir sind da privilegiert.

Wir haben diverse Termine abgesagt bzw. werden sie am Montag absagen. Rausgehen werden wir, das Wetter soll schön werden. Spielplätze… Müssen wir mal gucken. Aber viel spazieren gehen/Laufrad fahren. Ansonsten Verzicht auf ÖPNV nach Möglichkeit sowie auf alles wo mehrere Menschen sind.

Ist Besuch bekommen noch in Ordnung? Sonntag haben wir ein befreundetes Paar samt Kind eingeladen. Knackpunkt: Einer der beiden arbeitet in einem Krankenhaus in der Radiologie. Ist das heikel? Ich tendiere zu ja, aber… Ich weiß es nicht.

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Journal Donnerstag, 12.3.2020

Erster Tag meines Zertifizierungslehrgangs zum IPMA Level D Projektmanager. Mir schwirrte der Kopf schon vor Beginn, ich hatte am Ostkreuz nämlich einen Nachbarn getroffen der immer sehr nett grüßt (und mit dem ich bislang noch nie großartig gesprochen hatte) und mit dem unterhielt ich mich dann, wie so ein erwachsener, sozial fähiger Mensch, bis zu unserer gemeinsamen Endstation Westhafen.
Fakt am Rande: Vor vielen vielen Jahren, als ich Jott gerade kennen gelernt hatte, musste ich da immer in die U9 umsteigen. Da musste ich beim Ausstieg dran denken. Das ist mittlerweile fast 13 Jahre her…

Lehrgang jedenfalls. Ziemlich theoretisch, viele durchgeblätterte Folien, leider noch sehr wenig Praxis und okay viel Übungen. Ich hoffe, das verschiebt sich morgen und Samstag noch mehr in Richtigun Praxis-Teil, das find ich spannender. Ansonsten könnt ich ja auch einfach das Lehrgangsbuch auswendig lernen (haha, als ob).

Zu Hause dann Abklatsch mit Jott– sie ging zum Sport, ich holte mit M die Zwillinge von einem Kindergeburtstag ab. Auf dem Rückweg weinte M bitterlich, weil er keine Gästetüte bekam wie J und G…

Abends Outlook und Skype aufräumen damit ich Montag nicht von einer E-Mail-Welle erschlagen werde.