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Journal Mittwoch, 10.10.2018

Gestern Abend vor dem Zubettgehen: J weint. Soweit, so vertraut, so ärgerlich (dieses Kind RIECHT wenn ich mich hinlegen möchte). Also rein zu ihm. Aber: Ich beuge mich über sein Bett und… er fängt an zu bocken. Einfach so, mir nichts, dir nichts. Er liegt im Bett, windet sich und schreit. G schläft anfangs tief und fest, wird aber zusehends unruhiger, zappelt herum, wacht aber nicht auf.
Nach fünf Minuten (zum Glück so schnell!) fängt sich J wieder, bekommt seine Hafermilch, lässt sich ins Bett legen und trinkt. Als ich rausgehe, setzt sich G auf, ist desorientiert, fängt an zu weinen und ist nicht zu beruhigen. Im Gegenteil, sie windet sich und strampelt, sodass ich sie ins Bett legen muss, weil sie mir sonst aus den Armen gleitet. Der Krach, den sie veranstaltet, bringt den gerade wegdämmernden J dazu, ebenfalls zu weinen.
Beruhigen lassen sich die beiden nur von Jott. Ist mir recht, ich wünsch sie kurzzeitig dahin wo der Pfeffer wächst und gehe wütend ins Bett.

Beim Verlassen des Hauses ein großer Streit, wer oben auf dem Kinderwagen sitzen darf und wer in die Sitze muss. Montag saß M oben, Dienstag G, heute war J dran. G wollte das nicht einsehen und ließ sich nur mit großen Anstrengungen in den Sitz setzen & anschnallen. Wieder Heulen und Schreien.

M sagt statt „Stegosaurus“ „Stinkosaurus“. Das hat Potential, sich einzubrennen.

G nimmt die KiTa-Verabschiedung sehr ernst. Ohne drei bis fünf Küsschen komme ich nicht raus. J macht es ihr nach, scheint aber nicht so recht zu verstehen was er da eigentlich macht. M klammert und muss mit sanften Druck zum Loslassen bewegt werden.

Wie soll man mit Kleinstkindern umgehen, die einfach nicht hören? J und G finden es gerade ganz lustig, zu hauen und zu stänkern. In der richtigen Stimmung reagieren sie nicht auf Ansagen, sondern finden sie lustig und machen weiter. M teilweise auch. Die Kinder sind dann überhaupt nicht ansprechbar. Sie wissen, dass sie etwas falsches tun, finden es aber ungemein spannend und belustigend. Was lässt sich dagegen tun?

Ich probiere jetzt auch die KptnCook App aus, Frau Brüllen hat mich ge-influence-ed. Nächste Woche gibt‘s ein Blumenkohl-Erdnuss-Curry daraus, das klang super.

Blöder Büro-Tag. Irgendwie war nichts sinnvolles zu tun, ich hangelte mich recht chaotisch und durcheinander von Kleinkram zu Kleinkram. Damit kann ich nicht umgehen, ich fühl mich dann nicht gebraucht und verdaller ewig Zeit bei den trivialsten Sachen.
Morgen mach ich mir ‘ne Liste aller umherschwirrenden Mini-Tasks und dann kann ich die wenigsten ordentlich abarbeiten.

M macht ja seit einiger Zeit keinen Mittagsschlaf mehr in der KiTa. Das ist beim abendlichen Zubettbringen großartig, weil er binnen fünf Minuten schläft. Leider ist seine Laune am Abend dafür aber unterirdisch… Er ist noch weinerlicher als ohnehin schon, das ist teils schwer auszuhalten. Deswegen atmen wir derzeit doppelt auf, wenn er schläft.

Ich schlafe viel zu wenig und bin demzufolge immer müde. Das geht inzwischen so weit, dass ich morgens meinen Wecker nicht mehr höre bzw. ihn im Dreiviertelschlaf abschalte, und abends ab ungefähr 21 Uhr mit ganz kleinen trüben Augen dasitze und mehr schlecht als recht Sachen mache. Das ist suboptimal, daher habe ich mir heute Abend ein paar Kleinigkeiten überlegt, die idealerweise zu mehr Schlaf führen. Im Endeffekt lässt sich das alles auf „Weniger Computer/ Smartphone + früher ins Bett gehen“ reduzieren. Heute hat es nicht funktioniert, weil ich mich beim Blogbeitrag schreiben von zig Sachen habe ablenken lassen und ich nicht pünktlich 22 Uhr den Laptop zugeklappt habe. Aber ich probier das einfach jeden Tag aufs neue.

Was schön war: Vor versammelter Team-Runde positives Feedback bekommen.

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Journal Dienstag, 9.10.2018

Abends mit K ein Date gehabt. Essen gehen beim Italiener am Gendarmenmarkt, danach noch in die Newtonbar und pünktlich 21 Uhr raus und in die Bahn nach Hause. War schön, gern wieder. Das letzte Treffen ist unglaublich lange her, würde mich nicht wundern wenn das so um die zwei Jahre sind. Das müssen wir in Zukunft wieder regelmäßiger hinkriegen.

Um K Abends zu treffen, brachte ich die Kinder in die KiTa und fing daher erst gegen 9 Uhr an zu arbeiten. Und dann bis kurz vor 18 Uhr. Das war sehr ungewohnt. Ich bin zwar nachmittags wesentlich produktiver als vormittags, aber wenn mir dann schon der Tag inklusive frühen Aufstehen in den Knochen steckt…
Länger als 21 Uhr hätte ich tatsächlich nicht durchgehalten, in der warmen, schaukelnden S-Bahn nicht einzuschlafen war schwer.

Jott und ich werden die nächsten Tage (Wochen?) mal probieren, wie es ist, wenn ich die Kinder morgens bringe. Sie ist dadurch früher im Büro, was ihr sehr liegt, und ich später, was mir sehr liegt. Sollte eigentlich gut gehen.

Was schön war: Abends mal nicht nach Hause bzw. zur KiTa hetzen, sondern in aller Ruhe essen/ trinken gehen.

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Journal Montag, 8.10.2018

Uffala, viel zu spät. Der Tag plätscherte heute so vor sich hin, nichts weltbewegendes passierte. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht mal mehr, was ich großartig im Home Office gemacht habe (außer nebenbei auf meinem privaten MacBook Air auf MacOS Mojave zu aktualisieren)… Dafür hab ich Abends mit Jott sechs Maschinen Wäsche gelegt, nebenbei „This is us“ geguckt und einmal mehr gedacht, dass mich diese Serie fertig macht. Viel zu viele Emotionen, das ist alles viel zu schön und viel zu traurig für mein kleines Herz. Danach noch ein bisschen rumgespielt, ich weiß jetzt wie ich E-Mail Subadressing bei meinem Hoster nutzen kann, das ist doch was. Jetzt muss ich nur noch irgendwann die Zeit finden, das umzustellen…

Was schön war: J hat sich Abends beim Weinen selbst beruhigt! Weil er weinte und ich deswegen im Zimmer war, wurde ich Zeuge davon. Er setzte sich auf, suchte seinen Becher, trank, kippte wieder um und schlief weiter. Das ist bei ihm total selten, normalerweise müssen wir ihn hochnehmen und dann eine Flasche Hafermilch geben.

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Journal Sonntag, 7.10.2018

Vormittags mit allen drei Kindern draußen gewesen.

Nachmittags zu Besuch bei Bekannten im Brandenburgischen gewesen. Kuchen gegessen, viel erzählt, den Kindern beim Spielen zugesehen.

Was schön war: Besagter Besuch bei Bekannten.

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Journal Samstag, 6.10.2018

Ganz viel draußen gewesen mit den Kindern. Vormittags mit den Zwillingen, Mittags mit M, nachmittags mit allen Dreien.
Drinnen ist es ja auch nicht auszuhalten.

Nach dem Frühstück (vor dem Frühstück?) wuseln die Kinder durch die Wohnung. Soweit, so friedlich.


Damit das nicht eskaliert, gehe ich mit den Zwillingen spazieren. Dank der Baustellenabsperrung kann ich sie auf dem Bürgersteig noch recht gefahrlos laufen lassen. Bzw. Autos gucken lassen.

Nachdem ich das Foto gemacht hatte, kam der Fahrer raus, sah sich sein Auto fragend von der Seite an, sah dann die Zwillinge wuseln, murmelte „Ach deswegen“, und stieg wieder ein.

Auf dem Weg war eine kleine Rampe. Oder, um es auf zwillingisch zu sagen, „OH WOW EINE RAMPE WIR MÜSSEN UNGEFÄHR DREIHUNDERT MAL KREISCHEND HOCH UND RUNTER RENNEN!“. War mir recht, mein einziges Ziel war Zeit totschlagen und Kinder beschäftigen. Und putzig ist‘s ja schon irgendwie.


Dann schauen wir auf die Erpe runter und werfen Blätter rein, die unter der Brücke durchtreiben und auf der anderen Seite wieder zum Vorschein kommen. Ein Heidenspaß.


Hopfen hatte es da auch. Massig Hopfen. Hätte ich zum Zeitpunkt des Fotos gewusst, dass man den wohl essen kann, hätte ich direkt die Kinder losgeschickt, um ein paar Kilo zu ernten.

Auf dem Heimweg schlafen die Zwillinge fast ein, ich kann sie aber durch waghalsige Fahrmanöver gerade so wach halten. Das ist wichtig, weil sie sonst keinen Mittagsschlaf halten und wir keine Ruhe kriegen würden. Und die brauchen wir.


Als die Zwillinge nach dem Mittagessen (Erbseneintopf) schlafen, gehen M und ich einkaufen. Wir sind morgen zu Kaffee und Kuchen verabredet und müssen noch Zutaten für Kalten Hund und Auftau-Kuchen kaufen.


… und ein Eis.

Nach dem Mittagsschlaf der Zwillinge fahren wir wieder ins FEZ und machen dort die Spielplätze unsicher.


M traut sich erstmals auf eine Kletterspinne. Nicht hoch, aber immerhin.


Außerdem gibt es dort einen Bagger, den wir Erwachsenen vermutlich wesentlich cooler finden als die Kinder.


Kurz vor Aufbruch nach Hause trauen sich auch die Zwillinge auf die Kletterspinne. Ich prophezeie,dass wir sie nächstes Jahr um die Zeit da nicht mehr runter kriegen.

Abends dann mit Jott zusammen Kalten Hund zubereitet, danach zwei Folgen Babylon Berlin geguckt, jetzt Bett.

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WMDEDGT?

Journal Freitag, 5.10.2018 – #WMDEDGT 10/18

[Mehr WMDEDGT?-Einträge bei Frau Brüllen.]

Gestern Abend extra früh ins Bett gegangen und dann versauen die Kinder den Erholungsschlaf. Heute morgen sehr gerädert und mit einem starken „Ich möchte heute keine Kinder sehen“-Gefühl aus dem Bett aufgewacht. Als ich das Schlafzimmer verließ, quakte der auf Jotts Seite liegende J– den musste Jott heute Nacht zu uns bringen– los und kam mit mir in die Küche. Soviel also zum nicht sehen wollen. In der Küche kletterte er auf diversen Stühlen rum und fiel dann auch noch runter. Großes Geschrei, aber nichts passiert. Eventuell merkt er sich das aber endlich mal („beherzen durch Schmerzen“).
Ich war jedenfalls morgens sehr sackig und dann sehr froh, dass Jott die Kinder zur KiTa brachte und ich Ruhe hatte. Zum Runterkommen und weil es bei jedem Schritt knirschte, brachte ich erstmal die Wohnung auf Vordermann, ging dann Duschen und saß gegen 8 Uhr endlich vor dem Rechner im Home Office. Während im Hintergrund Waschmaschine und Trockner liefen, arbeitete ich so an drei Themen gleichzeitig vor mich hin. Um 10 Uhr fand unser Team Daily statt, weil die Internet-Verbindung im Büro teilweise sehr schlecht ist wurde kaum ordentlicher Sound übertragen und ich musste ziemlich oft rätseln, was gesagt wurde. Das war ein bisschen irritierend: Im linken Teil des Skype-Video-Anruf-Fensters ein gestochen scharfer und glasklar zu hörender Kollege (ebenfalls im Home Office), im rechten Teil ein matschiges, verrauschtes Bild und teils kaum verständliche Stimmen. Naja, irgendwie gings dann doch.
Danach weiterarbeiten, bis Bringmeister mit der Lebensmittellieferung kam. Alles in Empfang genommen, verräumt, Waschmaschine und Trockner neu befüllt, weiter gearbeitet.
Spät Mittag gegessen (Schupfnudeln mit Pfeffer, Salz und rübergebröselten Feta), wieder weitergearbeitet. Ein bisschen chaotisch und durcheinander, aber das Ergebnis war, glaub ich, ganz okay. Ich hab geschafft, was ich schaffen wollte.
Beim nachmittäglichen Kaffeekochen vergessen, den Deckel der Maschine runterzuklappen. Irgendwann irritierten mich die Zisch-Geräusche– das war der Wasserdampf… Nochmal Kaffee aufgesetzt, die Maschine richtig bedient, Kaffee getrunken, nochmal ein bisschen gearbeitet.
16 Uhr den metaphorischen Stift fallen gelassen und mit der Straßenbahn zur KiTa gefahren. Gesehen, dass nächste Woche Mittwoch und Donnerstag zwischen 8 und 15 Uhr Ersatzverkehr sein soll und mich sehr gefreut, dass das weder morgens noch nachmittags in meiner Fahrzeit liegt.
Bei Betreten der KiTa kam mir M entgegen. Wobei er eigentlich nur verträumt auf der Treppe stand und in die Gegend guckte. Ich nahm ihn direkt in Empfang; wir holten erst seine Sachen ab und dann die der Zwillinge. Vor Verlassen der KiTa noch ein bisschen mit der KiTa-Leiterin erzählt, dann mit der Brut nach Hause gefahren. In Erwartung des Abends ohne Jott– die war aushäusig verabredet– Bauchschmerzen bekommen (zu zweit können wir die Scheibe spielenden Kinder gut auffangen, allein ist das halt anstrengend). Leider nicht ganz unbegründet, die Zwillinge benahmen sich wie die Axt im Walde. Das ging so weit, dass sie tatsächlich mal einen Abend ohne Essen zu Bett gingen. Ich muss mich nicht von ihnen terrorisieren lassen, vielleicht lernen sie was draus.
M blieb nach Zubettbringen der Zwillinge (~20 Uhr) bei mir. Gemeinsam räumten wir auf (er spielte nebenbei mit Autos und ignoriere jeden Versuch von mir, ihn über die KiTa auszufragen), danach durfe er noch eine Folge Paw Patrol gucken und wurde gegen 21 Uhr von mir ins Bett bugsiert. Innerhalb von fünf Minuten schlief er. Ich musste stark dagegen ankämpfen, direkt liegen zu bleiben, aber Blogbeiträge schreiben sich leider nicht von selbst. Dafür dann halt jetzt.
Jott, sei leise wenn Du nachher kommst.

Was schön war: Nach dem sauber machen durch die Wohnung laufen OHNE das es beim Laufen knirschte.

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Journal Donnerstag, 4.10.2018

Die Kinder meinten es heute Nacht gut mit uns. Die Zwillinge waren beide gemeinsam ein Mal wach, ansonsten schliefen sie durch. Scheint, als müssten wir sie öfter müde spielen.

Im Büro viel abgearbeitet. Morgen könnte es vielleicht ruhig werden…

Beim Babylon Berlin gucken fast eingeschlafen (Jott auch) und vorzeitig ausgemacht. Zum Glück lässt sich das alles in der Mediathek nachholen.

Was schön war: Eine positive Rückmeldung einer Kollegin zu einem Projekt-KickOff-Termin, den ich heute leitete. So im Sinne von „Super durchgeführt & gut abgeholt“. Hör ich gern.

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Journal Mittwoch, 3.10.2018

Heute Vormittag waren die Zwillinge und ich draußen und es war furchtbar. Doof und naiv, wie ich bin, hatte ich den Kinderwagen zu Hause gelassen und nur die Dreiräder mitgenommen. Die erste halbe Stunde rollerten J und G auch friedlich durch die Gegend, aber dann hatten sie keine Lust mehr und ab da war es katastrophal. Wir kamen nämlich nicht weiter. Tragen konnte ich die Zwillinge nicht, dazu zappelten sie in ihrer Verweigerungshaltung zu sehr rum, außerdem hätte ich dann die Dreiräder stehen lassen müssen, und das ist keine wirkliche Option. 300 Meter vor der Haustür gab es kein Vor und kein Zurück mehr, sodass ich, mit den bockenden und heulenden Zwillingen am Straßenrand sitzend, Jott bat, uns mit dem Kinderwagen abzuholen. Eventuell habe ich, sehr wütend, beinahe so ein Baustellenzaundingsi umgetreten.

J hat sich ja vor kurzem erstmals allein die Windel ausgezogen (und, da er dabei im Bett war, auf sein Kopfkissen gepullert). Heute hat er das während des Mittagsschlafs wieder getan. Leider blieb es nicht bei einem vollgepullerten Kopfkissen. Ich gehe nicht ins Detail, aber J hat eine Dusche benötigt, sein Bettzeug eine Waschmaschine und Jott und ich einen Schnaps.

Nachmittags fuhren wir zusammen mit Bekannten ins FEZ und ließen die Kinder im Innenbereich herumtoben. J und G machten das Bällebad unsicher und M traute sich erstmals auf den hohen Spielturm und auch wieder herunter. Auf dem Heimweg schliefen alle drei Kinder fast ein, so müde hatten sie sich gespielt.

Eigentlich fanden Jott und ich die bisherigen Avengers-Filme relativ langweilig, aber Infinity War ist sehenswert. Weil wir Age of Ultron nicht kennen, sagten uns zwar ein paar der Superhelden nichts, aber die bekannten in neuen Abenteuern wiederzuerleben war spannend und unterhaltsam.

Ich freu mich sehr, dass morgen wieder ein KiTa-Tag ist. Jott auch. Die drei machen uns wahnsinnig. Selbst außerhalb der Wohnung. Hoffentlich geht diese wirklich anstrengende Phase zügig wieder vorbei und die Kinder berappeln sich. Es ist gerad nur Krampf an allen Fronten.

Was schön war: Crepes in der Sonne vor dem FEZ essen.

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Journal Dienstag, 2.10.2018

Ich war heute nahezu den ganzen Tag mit 20 Kindergartenkindern unterwegs. Und obwohl kein Kind von einem Känguru in den Beutel gesteckt und auch kein Pinguin als Kind verkleidet aus dem Zoo geschmuggelt wurde, war das ein Erlebnis. Mein Respekt vor den Erzieherinnen ist ziemlich gewachsen.

Nach dem Frühstück in der KiTa liefen wir gemeinsam zum S-Bahnhof Friedrichshagen. „Wir“ waren 20 Kinder zwischen einem und fünf Jahren, vier Erzierherinnen, ich und eine Mama, die uns während der Bahnfahrten begleitete. Mit dabei: Der Zwillingskinderwagen, ein Krippenwagen und ein Kinder-Bus. Eine nicht zu übersehende (und zu überhörende) Truppe also.
Ich kümmerte mich vor allem um die Zwillinge. Die fanden es ganz cool das ich dabei war. Vor allem J klebte an mir, G nicht ganz so.

Am Bahnhof Friedrichshagen dann mit dem Aufzug in drei Fahrten hoch zum Gleis, auf die Spandau-Bahn warten, und ab mit der S-Bahn zum Bahnhof Zoologischer Garten (immerhin eine gute Dreiviertelstunde S-Bahn-Fahrt). Die Kinder waren erstaunlich ruhig. Sie schnatterten durcheinander, waren aber recht gesittet. Kein Vergleich zu anderen Kindergartengruppen, die ich in der S-Bahn bereits erlebt habe.
J war bei mir auf einem Sitz, G im Kinderbus bei ihrer Gruppenerzieherin eine halbe Wagenlänger hinter uns. Auf halber Strecke wurde sie zu mir gebracht, sie hatte wohl zu große Sehnsucht nach ihrem Bruder und mir. Während sie dann zufrieden im Buggy saß, guckte J sich die Gegend an und ließ sich erklären, was wir so sahen. Kurzzeitig hat sich das angefühlt wie damals mit M, die Strecke war bis Friedrichstraße identisch und es war ganz spannend, die Veränderungen im Stadtbild bewusst wahrzunehmen.

Am Bahnhof Zoo mussten wir leider feststellen, das der einzige Aufzug defekt war. Wir mussten also die Kinder samt fahrbaren Untersätzen irgendwie ins Erdgeschoss bekommen… Zum Glück halfen einige Passanten.

Im Zoo selbst gab es nach dem Eintritt die erste größere Pause für Gemüsesnacks und frische Windeln. Danach: Tiere gucken und aufpassen, dass die Kinder nicht abhauen. Vor allem J testete seine Grenzen extrem aus, die erste Stunde verbrachte ich eigentlich nur damit, ihn vom ausbüchsen abzuhalten bzw. ihn einzufangen. G war da deutlich pflegeleichter.
Nach den Elefanten liefen wir zu den Pandas. Nach dem ganzen Bohei um die hatte ich mir das alles etwas imposanter vorgestellt (inklusive der Tiere selbst), aber so war es eben ein recht kleines Gehege mit überraschend kleinen Bären (ich dachte immer, Pandas sind größer). Danach wollten wir eigentlich zum Raubtierhaus, aber das wurde umgebaut (zeitgleich übrigens zum Raubtierhaus im Tierpark, das ist doch blöd geplant). So liefen wir stattdessen zu den Seehunden, machten dort große Mittagspause, froren uns den Allerwertesten ab, zogen weiter zu den Pinguinen und von dort weiter zum großen Zoospielplatz, wo wir eine längere Pause zum Spielen und Pommes essen einlegten. Frisch gestärkt war es dann auch schon Zeit für den Aufbruch. Die Zwillinge wurden in den Buggy gesetzt, wo sie nach drei Pro-Forma-Beschwerden einschliefen (mittlerweile war es kurz vor 14 Uhr, also schon weeeeit nach der normalen Mittagsschlafzeit). Ein paar der anderen Kinder taten es ihnen gleich, ich hätte mich auch gern in einen der Wagen gesetzt…
Die Rückfahrt war recht ruhig. Ich hatte ein Mädchen aus der Gruppe der Zwillinge auf den Zwillingswagen gesetzt, und während unten J und G schliefen, schlief sie oben auch ein. Das war ein putziges Bild. Es war überhaupt überraschend, in welchen Positionen die Kinder teilweise einschliefen und dann auch durch Gewackel und Geschaukel nicht zu wecken waren.

Gegen 16:15 Uhr kamen wir wieder in der KiTa an. Ausflug vorbei, ich schnappte mir M und fuhr mit den Zwillingen und ihm nach Hause.

Hauptaufgabe eines Erziehers bei solchen Ausflügen: Kinder zählen. Immer wieder.

So insgesamt war der Ausflug (für mich) erstaunlich entspannt. Es ist teiweise stressiger, wenn ich mit allen dreien auf den Spielplatz gehe. Nichtsdestotrotz bin ich unglaublich beeindruckt, wie die Erzieherinnen alles im Blick behielten, für jedes Kind die richtigen Worte fanden und wie die Kinder auf ihre Erzieherinnen hörten (außer J).

Js Einstellung zu Ansagen verdeutlicht folgendes Erlebnis: Wir stehen vor dem Pandagehege. Alle Kinder wuseln um die Fahrzeuge rum- bis auf J. Der guckt mich schelmisch an, wetzt im Affenzahn los. Ich rufe sehr nachdrücklich, dass er bitte anhalten soll. Er hält an, guckt zu mir, grinst frech– und rennt weiter. Das selbe Spiel bei seiner Erzieherin.
Und das mehrmals.

Beste Entscheidung übrigens heute morgen: Zwei Paar Socken, lange Unterhosen, den dicken Pulli und wetterfeste, gefütterte Schuhe anziehen. Es war saukalt, und der Wind trieb die Kälte weiter in jede Ritze. Handschuhe wären auch gut gewesen, auch für die Zwillinge.

Mit 20 Kindergartenkindern den ganzen Tag im Zoo sein ist nicht so anstrengend wie mit M, J und G Abendbrot essen.

Kein Nachmittagskaffee, unglaublich müde -> Bett.

Was schön war: Js Freude über meine Teilnahme am Zoo-Ausflug. Der kam die erste Stunde nach Aufbruch aus der KiTa aus dem Lachen und Strahlen gar nicht mehr raus.

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Journal Montag, 1.10.2018

Eigentlich hatte ich für heute ganztägig Urlaub eingereicht, aber aus Gründen bin ich dann doch für einen halben Tag ins Büro gefahren und habe gearbeitet.
Besagte Gründe sind ein Forschungsprojekt der Firma, an dem ich in nächster Zeit mitarbeiten soll. Der Ansprechpartner war heute in Berlin (sonst: Woanders), deswegen disponierte ich um und traf mich mit ihm. Ich weiß noch nicht, ob ich das, was ich machen soll, gut finde oder nicht– aber interessant und lehrreich wird‘s auf jeden Fall.

Jott fuhr heute morgen kurz nach 6 Uhr ins Büro, ich brachte die Kinder in die KiTa. Weil ich ja einen halben Tag Urlaub hatte, ging das sehr entspannt von statten (nachdem wir um 7 Uhr außer Haus waren, davor war nicht so toll), ich quatschte sogar noch ein bisschen in der KiTa mit den Frühdienst-Erzieherinnen. Im Büro war ich dann gegen 9 Uhr und wieder zu Hause gegen 15:15 Uhr. Das war schon ziemlich nett, da könnt ich mich glatt dran gewöhnen (und dann alle Vorhaben in Richtung Haus/ Wohnung/ wasauchimmer aufgeben, denn mit dem Verdienst aus 25h/ Woche kann ich keinen Haushalt führen).

Eigentlich wollte ich heute nach dem Termin noch Hemden kaufen gehen, aber auf dem Weg merkte ich schon, dass das heute keine gute Idee ist. Mir war absolut nicht nach Menschen und Sachen anprobieren und engen Umkleidekabinen mit diesem erbarmungslosen kalten Licht. Also ging ich stattdessen Schokolade für Jott und mich kaufen und fuhr nach Hause.

Morgen begleite ich, so das Wetter mitspielt, die KiTa-Gruppe von J und G auf einen Ausflug in den Zoo. Ich bin sehr gespannt und freu mich drauf, einen KiTa-Tag live mitzubekommen.

Was schön war: Mit den Zwillingen nach dem Abendbrot noch ein bisschen Eisenbahn spielen.