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Journal Donnerstag, 25.1.2018

Die Magen-Darm-Geschichte wirft uns schlaftechnisch um Monate zurück. Die Zwillinge brauchen teilweise wieder zwei Flaschen pro Nacht, an Durchschlafen ist seit einer Woche nicht zu denken. Meh. Und der Rückschritt tut echt weh, das macht keinen Spaß und ich hoffe, das ist bald vorbei.

Gestern Abend: Ins Bett. 15 Min später: G und J meckern, bekommen eine Flasche, schlafen ein. 10 Minuten später: G jammert eine halbe Stunde lang alle drei bis fünf Minuten ein Mal, trotz Bäuerchen, Nuckel, warm. Mittendrin meldet das Babyphone lautstark leere Batterien. Als endlich alles ruhig ist, fängt M an zu seufzen und seine Füße unter mich zu stecken.

Ich mach ja gern tagsüber jeden Mist mit. Aber ich hätte doch gern Abends und auch Nachts Ruhe vor den Kindern. Und Ruhe heißt, dass ich gern auch den Zwillinge eine Flasche pro Nase und Nacht gebe und auch Ms Annäherungsversuche hinnehme, aber das wars dann auch. Diese ständige Anspannung, weil alle Nase lang ein Kind quengelt, macht mich fertig.

Aber zum schönen: Die Kinder waren heute alle in der KiTa und machten sich dort super. Ich konnte die Drei ganz regulär gegen 16:30 Uhr abholen und bekam zu hören, wie gut sie heute drauf waren.

War also die richtige Entscheidung.

Im Büro die Ruhe genossen.

[…] in diesem wütenden „Ich brülle gleich alles zusammen, wenn du noch länger versuchst, mir die Schuhe anzuziehen!“-Ton, den auch nur Zweijährige so authentisch drauf haben.

Jo. Kenn’wa hier. Wenn wir den Tonfall ignorieren, flattert M mit den Armen und stampft mit den Beinen und ist sehr, sehr wütend.

In der Bahn las ich heute morgen über das erste öffentliche Amazon-Ladengeschäft in Seattle (via). Abgesehen davon, dass ich das Konzept spannend (kein langwieriger Bezahlvorgang? Shut up and take my money!) und bedenklich finde (will ich, dass Amazon mein komplettes Einkaufsverhalten kennt? Und will ich, dass basierend auf meiner Mimik- und das wird nur der erste Schritt sein, machen wir uns nichts vor- z.B. Preise angepasst oder mir Produkte empfohlen werden?), stoßen mir zwei Argumente in Bezug auf die Verlagerung von Arbeitsplätzen sauer auf:

Laut Amazon geht es bei der modernen Technik aber nicht darum, Arbeitsplätze zu streichen, die Supermarktmitarbeiter seien künftig schlicht mit anderen Aufgaben befasst, Kundenberatung zum Beispiel oder dem Nachfüllen der Regale.

DAS sagt die Firma, in deren riesigen Lagerhallen fast mehr Roboter als Menschen umherwuseln? Und die mit Alexa und Echo in die Wohnungen und Häuser eindringt, um möglichst viele Daten abzugreifen und dann, basierend darauf, von Algorithmen erstellte und optimierte Kauf-Empfehlungen zu machen?

Das ist schon ganz schön dreist…

Was schön war: M wollte Abends von mir ins Bett gebracht werden. Ich hab ihm vorgelesen, dann kuschelten wir ein bisschen, ich ging raus, und dann hat er sich eine geschlagene Stunde wachgehalten (achso, hier soll ja nur das schöne rein. Upsi.)…

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