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Journal Mittwoch, 3.5.2017

Vier-Tage-Wochen sind großartig. Wieso wurde das noch nicht flächendeckend eingeführt?

Der Magen-Darm-Infekt in M.s KiTa-Gruppe flaut ab, heute gab es keine neuen Fälle. Scheint, als wäre M. zur genau richtigen Zeit seinem Zahn-Infekt erlegen. Glück im Unglück, quasi- auf ’ne neue Runde Übergeben und Durchfall kann ich sehr gut verzichten.

Weil wir nicht genug Baustellen haben, versuchen wir ab sofort, M. nachts nicht mehr ins Elternschlafzimmer zu holen, sondern ihn im Fall der Fälle in seinem Bett zu beruhigen, damit er dort weiterschläft. Bei uns im Ehebett zappelt er nämlich ewig rum und rückt vor allem Jott unglaublich auf die Pelle (ständiges Anfassen, klägliches „Maaamaaaa“-Rufen, am liebsten in den Bauch zurückkriechen). Das muss ja nicht sein.

Letzte Nacht haben wir das erstmals durchgezogen, so halb zumindest. Er kam nämlich erst zu uns ins Schlafzimmer, brachte Jott mit seinem Gezappel und Getue fast zur Weißglut- und da muss echt EINIGES passieren, Jott ist die Ruhe in Person- und wurde daher ausquartiert. Ich brachte ihn in sein Bett, setzte mich neben ihn und brauchte, glaube ich, nur so 15 Minuten, bis er wieder tief und fest schlief.

Beim Zusammensuchen von Unterlagen fand ich uralte Bilder von Jott und mir aus 2007. Da waren wir gerade frisch zusammen gekommen und noch blutjunge 20 Jahre alt. Heißt: Dieses Jahr bin ich 1/3 meines Lebens mit der großartigsten Frau der Welt zusammen <3

Die Zwillinge spachtelten heute jeweils ein Dreiviertel Gläschen Abendbrei weg, brauchten daher keine Flasche und schliefen Zehn nach Sieben in ihren Betten. So muss das.
19:45 Uhr schlief auch M., und weil Jott heute tagsüber schon ’ne ganze Menge vorbereiten konnte, hatten wir quasi ab 20 Uhr Freizeit.

Sehr gerührt über den wunderbaren Kommentar von Frau Nessy in ihrer kommentierten Linkliste:

Eines der besten Tagebuchblogs ist das von Herrn Paul. Herr Paul und seine Frau Jott wohnen in Berlin und haben drei Kinder im Windelalter, darunter Zwillinge. Ich bewundere die Familie (stellvertretend für viele Familien), denn es ist mir ein Rätsel, wie man mit so wenig Schlaf und einer so hohen Taktung beim Kinderversorgen, Arbeiten, Pendeln und Das-Leben-Organisieren klar kommen kann, ohne unmittelbar ein Burnout zu erleiden. […]

Hach. <3

Sehr anrührendes Video von Jimmy Kimmel über die Geburt und den Herzfehler seines Sohnes. Gegen Ende wird sehr deutlich, wie sehr Politik das Private beeinflussen kann.

Das Video erinnert mich daran, wie wir im Kreißsaal waren. Jott war dizzy vom Kaiserschnitt, ich wusste nicht so recht was so vor sich geht, und dann kam jemand zu uns und sagte, dass J. erstmal auf die Neonatologie muss, weil er unter der Geburt Sauerstoff-unterversorgt war und Probleme bei der Atmung hat. Scheiß Situation. Man sitzt liegt steht da und weiß erstmal nicht weiter.

Die wunderbare Kiki hat zur Feier ihres 10jährigen Twitter-Jubiläums ein gratis Bären-Downloadpaket veröffentlicht.

Danke :)

Was schön war: M.s Mütze war heut in der KiTa verschollen- und so hatte ihm seine Betreuerin fürs Rausgehen aus seinem großen weiten Schlauchschal ein Schal-Kopftuch gebastelt, damit die Ohren im kalten Wind nicht frieren. Sah großartig aus.

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Journal Dienstag, 2.5.2017

Nachtrag zum gestern empfohlenen ewig langen Interview mit Florian Leibert: Ein Aspekt stieß mir ungut auf. Er sagt nämlich „Man muss heute aber kontinuierlich lernen und wachsen.“. Klingt ja erstmal gut, aber was, wenn man das nicht möchte/ kann? Solche Fälle gibt es offenbar in seiner Welt nicht.

Ohrwurm, den ganzen Tag schon:

Diese vermaledeiten Recruiter werden auch immer dreister. Ich bekomme bei Xing viele, viele Anfragen von Recruitern- ich habe Glück, Menschen mit meinem beruflichen Profil müssen sich keine großen Sorgen um den nächsten Job machen-, die meistens nur Spam (Massenanschreiben, wechselnde Anreden im Anschreiben, Schreibfehler) sind. Der Herr aus diesem Beispiel ist einer davon:

Sinngemäß so „Ja hömma, mach doch mal meinen Job für lau für mich!“

Nach Feststellung von M.s KiTa-Tauglichkeit (kein Fieber, normaler Husten, nicht zu weinerlich) am Morgen innerliches Champagner-Flaschen-Öffnen. Also nicht zu Hause bleiben, sondern ab in die KiTa/ ins Büro.

Jott und ich haben unisono festgestellt, dass wir zwar die Kinder ganz gern haben, es uns aber einfach nicht erfüllen würde, sie den ganzen Tag zu betreuen, und dass wir insgesamt doch ganz gern arbeiten gehen und die Kinder dann in guten Händen wissen möchten.

In M.s KiTa-Gruppe geht seit der vergangenen Woche ein Magen-Darm-Infekt um, heute war nur die Hälfte der Kinder anwesend.

Hoffentlich erwischt es uns nicht

Dieser M.. Beim Treppauflaufen zur Wohnung stellte er sich „Paaapaaaaa“quengelnd vor mich.

Ich so: „M., was willste?“
Er so: „…“
Ich so: „M, wenn Du was möchtest, sollst Du es sagen und nicht quengeln.“
Er so: „…“
Ich so: „Möchtest Du getragen werden? Dann sag das bi-“
Er so, freudestrahlend, quietschig, enthusiastisch, mich unterbrechend: „Jaaaaaaaaaaaaaaaaa“

Und dann musste ich lachen und konnte ihm nicht sagen, dass er doch nicht quengeln, sondern einfach Bescheid sagen soll.

Wenn M. gern mehr von etwas hätte, sagt er „Nuch mehr?“. Putziges Kind.

Heute beim Abendessen, Szene 1. M. hat sein Käsebrot gegessen und stellt fest, dass Jott und ich uns angeregt unterhalten und ihn gerade nicht beachten. Was macht das gerissene Kind? Streckt heimlich seine Hand nach dem Camenbert aus, greift sich das Stück und steckt es sich betont unauffällig in den Mund…

Heute beim Abendessen, Szene 2. M. so, nachdem er beim Camenbert-Moppsen erwischt wurde und gern noch mehr Käse hätte:

via GIPHY

Auf das „Nein, Du hattest gerade ein großes Stück!“ folgte eine Oscar-verdächtige vorgeschobene Unterlippe und ein „Wie kannst Du mir das antun?“-Blick.

So ein manipulatives kleines Kerlchen <3

Die Zwillinge bekamen heute Abend erstmals Abendbrei. Eigentlich sollte es den erst ab ungefähr Mitte Mai geben, aber aus Gründen (sie haben wohl beide recht viel rumgequengelt, sagte Jott), durften sie heute Brei essen. Mal gucken, wie es ihnen bekommt.

Den gestrigen Ausflug haben die beiden wesentlich besser verkraftet als beim letzten Mal (da folgte auf den Tag im Brandenburgischen eine sehr, sehr, sehr unruhige Nacht). Diesmal schliefen sie ganz normal und machten uns weniger Trubel als M.., der im Schlaf seine Roundhouse Kick Skills zu verbessern suchte.

Jott bekam nach einer Vertragsverlängerung ihr neues Handy zugeschickt und überließ mir großzügig ihr altes. Sobald ich Zeit für die Konfiguration habe, bin ich also im Besitz eines goldenen Samsung Galaxy S6 mit Blümchen-Cover.

Ganz großes Tool-Kopfschmerz-Fuckup im Büro. Etwas funktionierte nicht, beim Fehler suchen und beheben bekam ich ganz furchtbare Kopfschmerzen weil es so ein „Tool A hat Abhängigkeiten nach Programm B in Version C und läuft nur bei Vollmond“-Ding war.

Dieser ganze Computerkram kann schon ordentlich nerven. Wie meinte ein Kollege neulich auf meine Feststellung, dass etwas ganz bestimmt funktionieren wird weil wir es nur von A nach B kopieren und zum Laufen bringen? „Aber das ist IT, irgendwas funktioniert immer nicht“.

In Gedanken bei der Schlimmen Helena. Viel Kraft.

Was schön war: Die Zwillinge waren Dank Jotts Kinder-müde-Spiel-Fähigkeiten superfix eingeschlafen, und dann war auch kaum noch was zu erledigen in der Küche. Ich wiederhol mich, aber Jott ist definitiv toll.

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Journal Montag, 1.5.2017

In den Mai tanzte hier zum Glück niemand, zum Monatswechsel schliefen wir alle recht ruhig im Schlafzimmer und träumten von Sonne, blauen Himmel und Temperaturen über 15°C.

Wir verbrachten den Tag bei meinen Eltern im Brandenburgischen. Die vier zusätzlichen Hände, die bei Kindesbetreuung und Kochen anpackten, sorgten für eine entspannte Zeit.

Was, wenn es anfängt zu denken?:

Der Deutsche Florian Leibert entwickelt das Betriebssystem der nächsten industriellen Revolution. Wie gerät man aus einer Schweinfurter Informatik-AG ins Silicon Valley?

Irrer Lebenslauf. Krasser Typ. Und tatsächlich ein Werdegang, der eher nach Film als nach Realität klingt. Aber das ist in dem Bereich ja häufiger so.

Ganz andere Ecke: Das Herz des Kirmesboxens

Die Boxbude von Charly Schultz ist derzeit auf der Frankfurter Dippemess – die eigentliche Show ist der Betreiber.

Kenn ich nicht, fand ich spannend.

Was schön war: Am Ende des Tages nur so halb-k.o. zu sein.