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Journal Dienstag, 28.2.2017

Liebe Internetmenschen, vor einigen Tagen erreichte uns dann doch ein Care-Paket. Ohne zu viele Worte zu verlieren: Haben Sie vielen, vielen Dank- wir haben uns sehr gefreut.

Und machen Sie das bitte nicht noch einmal (warum, steht hier).

So ein Tag mit drei Kindern ist ganz schön fordernd… Die Zwillinge waren heute noch am einfachsten zu handhaben, sie sind ja inzwischen recht berechenbar. Stattdessen war M. ziemlich anstrengend. Er wird durch die Bindehautentzündung nicht beeinträchtigt und ist einerseits höchst aktiv und wetzt durch die Gegend, andererseits aber auch sehr nähebedürftig nach Jott (ich bin derzeit abgeschrieben, er klebt an seiner Mamma). Dazu kommt, dass er seinen eigenen Kopf hat und den auch unbedingt durchsetzen möchte- was aber der Umstände wegen nicht immer funktioniert. Und dann ist er bockig oder er weint und greint.

Wir haben am Wochenende die Ernährung der Zwillinge geändert: Statt Milasan-Pulver nutzen wir nun Humana-Pulver für die Flaschenmilch (weil 1, 2). Die Zwillinge haben es gut vertragen, sie pupsten lediglich etwas mehr. Das hat sich aber inzwischen auch gelegt.

Die Verabreichung der Augentropfen gegen die Bindehautentzündung an M. ist weiterhin ein Drama. Mittlerweile habe ich alle Überredungsversuche aufgegeben, schnappe mir das Kind, halte es fest, verabreiche die Tropfen und gebe ihm danach ein paar Gummibärchen, um das Gebrüll schneller zu beenden.

Die Zwillinge haben seit ein paar Tagen einen neuen Rhythmus: Nach der letzten Mahlzeit des Tages (zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr) schlafen beide mindestens vier (J.), teilweise sogar sechs bis sieben Stunden (G.. Jott füttert also nachts nur noch ein einziges Mal und dann am nächsten Morgen gegen 6 Uhr wieder. Tagsüber behalten wir einen ungefähren 4-Stunden-Abstand bei, d.h. gefüttert wird 6 Uhr, 10 Uhr, 14 Uhr, 18 Uhr und dann halt irgendwann zwischen 0 Uhr und 3 Uhr.
Inzwischen hat sich auch ihr Stoffwechsel angepasst: Ihr großes Geschäft verrichten sie nachts so gut wie gar nicht mehr, und sie pullern auch weniger als noch vor zwei Wochen.

Zusammen mit M.s Schlafenszeit (zwischen 19:45 Uhr und 20:45 Uhr) waren die letzten paar Abende recht entspannt. Während Jott M. ins Bett bringt, kann ich mich um die Befüllung der Flaschen für die Nacht kümmern und alle möglichen Vorbereitungen treffen, so dass wir mitunter tatsächlich bereits 21 Uhr ins Bett gehen können.

Wer hätte das noch vor vier Wochen gedacht.

Was schön war: Jott aus dem neuen „Dr. Brumm„-Buch (danke, Care-Paket-Menschen!) vorlesen hören.

8 Antworten auf „Journal Dienstag, 28.2.2017“

Herzlichen Glückwunsch! Seit einigen Tagen hört es sich deutlich so an, als ob sich die Lage bei Ihnen etwas entspannen würde. Das freut mich sehr, ich glaube Sie sind durch das aller-aller-gröbste hindurch. Bestimmt wird es auch in Zukunft mehr und weniger anstrengende Tage/Phasen geben, aber hoffentlich sind die dann jeweils von kürzerer Dauer und lassen sich etwas leichter handhaben, weil die Nerven mit aufgeholtem Schlaf und generell niedrigerem Stresslevel auch nicht mehr ganz so blank liegen (werden).

Ich drücke Ihnen die Daumen, dass es weiterhin gut und immer besser läuft. Und dass die daraus resultierende Verschnaufpause auch bei Ihnen und Jott hilft, Erschöpfung, Wochenbettdepression, Frust und Verzweiflung zügig wieder abzubauen. Und nicht vergessen ganz doll stolz auf sich und einander zu sein, Sie haben die letzten zwei Monate wirklich großes geleistet!!

Liebe Grüße
Frau Em

Es wird tatsächlich von Woche zu Woche entspannter. Es gibt zwar immer mal kleine Rückschläge- wie die aktuelle Erkältung der beiden-, aber insgesamt hat sich die Situation schon deutlich verbessert. Wir sind nicht mehr im permanenten Ausnahmezustand, sondern können ganz grob die Tage planen. Das ist viel wert :)

Hallo, ich habe einen Augentropfentipp:
Das Kind soll sich auf den Boden legen, die Arme ausbreiten und die Augen schließen. Dann setzt man sich hinter den Kopf des Kindes, sozusagen „auf die Arme“ (wobei diese nicht mit dem eigenen Gewicht belastet werden, aber dennoch nicht im Wege sind) und dann tropft man die Augentropfen in die Augenwinkel der geschlossenen Augen und bittet dann das Kind die Augen zu öffnen. Die Tropfen verteilen sich dann ganz von alleine. Die Methode hört sich vielleicht seltsam an, aber man tut dem Kind nicht weh und kann gut hantieren ohne z.b. von strampelnden Beinen oder Armen getroffen zu werden. Funktioniert auch gut bei Nasentropfen.

PS. Herzlichen Glückwunsch zur allgemeinen Entspannung an der Zwillingsfront!! Bei nur einmal Nachts füttern könnte ich glatt neidisch werden… ;) aber nein, ist gegönnt!
Mamamaj

Na, wir füttern die beiden aber auch gut ab… G. hält nachts wirklich lange durch, J. wird meist trotzdem wesentlich früher wach. Und es gibt leider keine Garantie, dass sie nach dem Füttern wieder sang- und klanglos einschlafen…

Hast du das Gefühl, dass es an der 1er-Milch liegt, dass sie länger durchhalten? Unser Jüngster schläft momentan auch nicht unbedingt nach dem stillen wieder ein bzw. nur im Arm… das schlaucht auf Dauer ganz schön…

Ob es an der 1er-Milch liegt, kann ich nicht sagen. Es liegt aber definitiv daran, dass sie satt sind. Wenn sie nämlich noch Hunger haben, schlafen sie sehr schlecht ein, wachen wesentlich schneller wieder auf und sind allgemein quengeliger (kann man ihnen nicht verdenken…)

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