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WMDEDGT?

Journal Donnerstag, 5.1.2016 – WMDEDGT 1/17

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]

Super anstrengender Tag. Früh raus, Kinder versorgt. Dann mit Herrn Schnuffke und IHR im dichtesten Schneegestöber und über verschneite Wege zum Kinderarzt (Buggy + Bondolino, halbwegs okaye Kombi). Diagnose: Angina (Antibiotikum, schleimlösender Hustensaft) und fette Erkältung (abschwellende Nasentropfen für Säuglinge + den Hinweis, dass feuchte, kalte Luft super sei). Danach bei strahlenden Sonnenschein zurück.
Zu Hause mit der Trageberaterin gesimst und einen neuen Termin für Sonntag vereinbart- heute konnte sie nicht, weil ihr Kind in der Nacht krank wurde- und dann versucht, zusammen mit Jott den Laden zu schmeißen. Zwei müde, genervte, überforderte, körperlich teils eingeschränkte Erwachsene auf drei Kinder, von denen zweieinhalb eigentlich eine 1:1-Betreuung brauchen.

Mittags TK-Pizza, Herr Schnuffke isst von mir und Jott jeweils eine Hälfte. Zwischendurch und danach stelle ich SIE dick eingemummelt in der Kinderwagenwanne ans offene Schlafzimmerfenster, die hereinkommende Luft ist aber zu trocken und der Effekt gleich null (die Atmung wird nicht einfacher).

Nachmittags drehe ich irgendwann durch weil Herr Schnuffke super anstrengend ist, nicht macht was man sagt, sich benimmt wie die Axt im Walde und ich ihn am liebsten rausschmeißen möchte.
Gemeinsame Feststellung mit Jott, dass wir beide überfordert sind, uns das anders vorgestellt hatten und nicht wissen, wie es weitergehen können. Auch vor dem Hintergrund, dass die Krankenkasse den Antrag auf Haushaltshilfe abgelehnt hat.
Das ist das bescheuerte: Das Kind mag krank sein, ist aber nicht minder aktiv und action-bedürftig als sonst, und daher irgendwann völlig überdreht und unausgelastet.

Später am Nachmittag, als sich unsere Gemüter etwas beruhigt haben, weitere Besprechung. Wir beschließen.

Abends Herrn Schnuffke ins Bett bringen, dabei Einschlafen.

22 Uhr aufwachen, Küche aufräumen, Windeleimer leeren, Töpfchen schrubben, Wäsche wegsortieren, mich wundern wo ich kalte, feuchte Luft herkriegen soll. Nach den Hinweisen der Twitter-Timeline (DANKE!) Tücher eingeweicht und einen Topf mit heißen Wasser ans Kopfende des Bettes gestellt. Danach zu Luftbefeuchtern informiert.

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Journal Mittwoch, 3.1.2017

SIE hat eine Erkältung. Die Nase ist zu, sie hustet und niest. Trinken ist schwierig, in einer horizontalen Position schlafen ebenfalls. Vergangene Nacht nach dem Füttern schlief Jott mit ihr im Sitzen.
Absaugen lässt sich der Schnodder nicht, er ist zu fest. Kurzzeitige Linderung bringt nur eingeträufelte Kochsalzlösung, aber lange hält die nicht vor.

Herr Schnuffke hat ebenfalls eine Erkältung. Seit zwei, drei Tagen wird sein Husten stärker und häufiger. Die Nase läuft ebenfalls verstärkt. Sein Schlaf ist insgesamt wieder unruhiger.

ER ist gesund, hat aber jeden Abend zur ungefähr selben Uhrzeit Probleme mit der Verdauung.

Der für heute geplante Spaziergang entfiel wegen Mistwetter. Dabei hätte frische, kühle Luft der verstopften Nase vermutlich gut getan.

Kurz bevor Jott zum nächtlichen Füttern läutete, war Herr Schnnuffke wach, jammerte etwas und ließ sich nur schwer wieder in den Schlaf begleiten. Als Jott ins Zimmer kam, war er gerade halbwegs eingeschlafen, ich konnte mich also halbwegs guten Gewissens wegschleichen.
Beim Füttern der Zwillinge hörten wir allerdings mit einem Mal Patsch-Geräusche- als ob da ein Kleinkind den Flur entlang läuft… So war es auch, Herr Schnuffke hatte bemerkt das er allein war und hatte sich kurzerhand auf die Suche nach uns gemacht.

Die nächsten 60 Minuten verbrachten wir also alle zusammen im Wohnzimmer, bevor wir wieder schlafen gingen.

Aus dem geplanten Aufstehen um 6 wurde dann natürlich nichts- offenbar hatte ich meinen Wecker im Dreiviertelschlaf ausgeschaltet.

Die KiTa-Übergabe lief heute besser. Ich bestach Herrn Schnuffke mit Salzstangen, so war er abgelenkt.

Mit seinen anderthalb Jahren benötigt Herr Schnuffke nun Größe 98. Das ist etwas problematisch, weil die Babyklamotten bei H&M, C&A und wie sie alle heißen nur bis 92 gehen. D.h. ab 98 müssten wir Kleidung für kleine Jungs kaufen, die laut Größentabelle bereits erheblich älter und weiter entwickelt sind und beispielsweise keine Bodys oder einteiligen Schlafanzüge mit Fuß benötigen. Sehr unpraktisch, denn genau das brauchen wir für Herrn Schnuffke.

Die vorherrschenden Gedanken bei mir sind derzeit „Wir schaffen das nicht“ und „Wie soll das nur weitergehen?“. Dieses Zwillingsding hat mich völlig überrollt, ich hätte mir das nichtmal ansatzweise so vorgestellt.

Was schön war: Zu Dritt Abendbrot essen. Die Zwillinge schliefen ausnahmsweise zur Abendbrotzeit einträchtig nebeneinander.

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Journal Montag, 2.1.2017

Jott kam die Nacht so gut allein zurecht, dass sie meine helfenden Hände nicht brauchte und mich schlafen ließ. Hammer.

Nachdem ich Herrn Schnuffke am Morgen in die KiTa brachte, fuhr ich wieder nach Hause und griff Jott und den Babys unter die Arme (metaphorisch und wortwörtlich). Diese Woche habe ich komplett Urlaub, den zu beantragen war eine gute Idee. In der nächsten Woche sollte unsere Haushaltshilfe wieder kommen, das wird eine zusätzliche Entlastung.

Die KiTa-Übergabe war grauslich. Herr Schnuffke weinte sehr stark und war eine ganze Weile untröstlich, bevor er sich von seiner Lieblingserzieherin beruhigen ließ. Hoffentlich wird das morgen oder zumindest im Laufe der Woche besser.

Ende November wurden in der KiTa-Gruppe von Herrn Schnuffke Fotos durch einen Fotografen geschossen. Heute erhielt ich die Mappe mit den Ergebnissen zur Auswahl mit nach Hause. Abgesehen von den qualitativ hochwertigen und auch schönen Fotos- dafür, dass unserem Kind die Fotografierei wohl eher fragwürdig vorkam und er auf allen Bildern sehr skeptisch und zurückhaltend guckt, kann der Fotograf nichts- schockierten mich die Preise. Wenn die tatsächlich gezahlt werden (… wie von uns/ mir, ich möchte gern ALLE Fotos und alle Downloads), ist KiTa-Fotografie offenbar eine Goldgrube.

HERR SCHNUFFKE KANN SEINEN NAMEN SAGEN. Ichfassesnicht. Als ich ihn heute aus der KiTa abholte und mir die Erzieherin die Fotomappe mit seinem Bild drauf übergab, zeigte er auf das Bild UND SAGTE SEINEN NAMEN.
Natürlich ist die Aussprache nicht perfekt, und vermutlich muss man den Namen schon kennen um ihn zu verstehen, aber das ist ein riesiger Schritt nach vorne.

Voll toll. Sein Name ist nämlich kein Lallname und für Kleinkinder wohl schwieriger auszusprechen. Und er kann das jetzt. So ein schlaues kleines Schweinchen.

Meinen Namen spricht er übrigens seit ein paar Tagen auch- da hat er Jott imitiert. Seitdem ist ganz viel „Paul“.

Die Zwillinge haben seit dem letzten Wiegen in der vergangenen Woche gut zugenommen und ihr Geburtsgewicht wieder erreicht und sogar überschritten.

Zur Organisation meiner/ unserer Finanzen steige ich zum Jahreswechsel von Excel-Listen auf Money Money um. In der Probephase hatte mir das gut gefallen.

Hoffentlich fällt der für morgen angekündigte Regen aus. Ich möchte gern mit den Zwillingen tagsüber raus gehen. Erstmal nur eine Runde um den Block und Windeln bei DM kaufen. Für die laufende Woche sind außerdem S-Bahn-Fahren um Umsteigen an Bahnhöfen angedacht.

Was schön war: Dank KiTa-Aufenthalt von Herrn Schnuffke genügend Zeit zum Kuscheln mit den Zwillingen haben.

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Journal Sonntag, 1.1.2017

Heftige Nacht. Die Zwillinge lagen 23:56 fertig gewickelt, angezogen und gefüttert im Bett. Jott und ich haben die restlichen vier Minuten gewartet, uns einen „Hallo 2017“-Kuss gegeben und sind innerhalb von Sekunden eingeschlafen. Ab halb Drei meldeten sich die Zwillinge mehrfach, gegen kurz vor Vier musste dann die Raubtierfütterung beginnen. Die ging sogar recht fix über die Bühne, eine knappe Stunde später waren wir fertig. Aber dann: Noch anderthalb Stunden nicht definierbares Geknucker und Gemotze, das nur durch auf’n Arm und schuckeln besser wurde. Bei beiden. Kurz nach Sechs haben waren sie soweit ruhig, dass wir sie zwischen uns legen konnten; jeder von uns hat dann immer mal wieder „seinen“ Zwilling beruhigt und dann konnten wir noch gute zwei Stunden schlafen bis halb Neun.
Den Tag über waren wir dann auch entsprechend müde. Gut, dass meine Eltern ganz viel mitgeholfen haben und wir uns um so gut wie nichts kümmern mussten.

Abends fuhren wir zurück nach Berlin. Die Zwillinge schliefen, Herr Schnuffke meckerte nur ein bisschen, das war eine sehr ruhige Fahrt.

Das Bugaboo-Gestell steht ab sofort angeschlossen im Hausflur. Hoffentlich klaut es niemand.
Die Wannen haben wir in die Wohnung geholt, ansonsten wäre das Verfrachten der Zwillinge aus der Wohnung zum Kinderwagen runter unnötig schwierig.

Morgen beginnt die KiTa. Ich werde stark an mich halten müssen, um den Erzieherinnen bei der Übergabe nicht Freudentränen weinend um den Hals zu fallen.
Nach Abgabe von Herrn Schnuffke fahr ich ins Büro, kläre Organisatorisches und kehre anschließend nach Hause zu Jott zurück- ich hab (vorerst) die Woche Urlaub.

Nach den letzten paar Wochen wird ein Gefühl in mir immer stärker: Tiefe Dankbarkeit gegenüber unseren Familien. Die Hilfe und Unterstützung ist so großartig, das ist total toll.

Was schön war: Herrn Schnuffke und seine Großeltern zusammen im Spiel zu sehen.