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Journal Montag, 26.12.2016

Uff. Das Einspielen mit den Zwillingen ist schwer. Gefühlt ist gerade immer ein Kind zu viel im Haus, um fluffig durch den Tag zu kommen.

Weihnachten ist harte Arbeit, wenn man es selbst organisieren muss. Ich glaube, im nächsten Jahr müssen wir im Spätsommer mit den Vorbereitungen beginnen.

Herr Schnuffke war nach seiner Geburt das einfachste Kind der Welt, glaube ich. Er hatte eine leichte Form der Gelbsucht, war daher ein bisschen schlapper und schlief viel und lange.
Die Zwillinge sind da anders, einer von beiden ist immer wach und möchte Aufmerksamkeit (meistens SIE, er ist recht entspannt).

Überhaupt, Herr Schnuffke: Es ist ungeheuerlich, wie gut er die Situation wegsteckt. Es blieb bei einer Eifersuchtsattacke am ersten Tag. Inzwischen winkt er den Zwillingen, wenn er ins Bett geht, streichelt sie und hat IHR heute sogar ein Küsschen gegeben. Hammer.
Auf der anderen Seite merkt man ihm an, dass ihn die neue Situation verwirrt und er auch noch nicht so recht weiß, woran er ist- die Blicke sind eindeutig, gerade wenn die Zwillinge schreien.

ER kennt zwei Modi

  1. Tiefenentspannt schlafend/ durch die Gegend guckend
  2. Aggro-Futter-Suchend- der Kopf schwankt wild durch die Gegend, Augen und Mund sind weit aufgerissen, die Arme fuchteln wie kleine Antennen

Dazwischen gibt es nichts.

SIE hingegen ist etwas vielschichtiger und nuancierter in ihren Stimmungen.

Wer den Spruch „Schlafen wie ein Baby“ in Umlauf gebracht hat, hatte entweder keine Babys oder aber einer sehr merkwürdigen Sinn für Humor.

Allerdings: Unser gestriger Plan „Abfüllen und gucken was passiert“ hat funktioniert. Die beiden haben etwas länger als vier Stunden durchgehalten und geschlafen.

Was schön war: Das Angebot unserer Nachbarn von oben, Herrn Schnuffke morgen mit zum Spazieren zu nehmen.

4 Antworten auf „Journal Montag, 26.12.2016“

Auch von mir die herzlichsten Glückwünsche zu Eurem doppelten Glück! Und vor allem Respekt an Jott, dass sie die Zwillinge bis zuletzt ausgetragen hat. Das schaffen nicht viele und es ist körperlich sehr anstrengend!

Vor sechs Jahren war ich in der gleichen Lage wie Ihr. Zu meinem kleinen Mädchen (das nie und nimmer freiwillig schlafen wollte) bekam ich Zwillinge dazu. Im Vorfeld habe ich mir ordentlich graue Haare wachsen lassen, weil ich nur daran dachte: „Was wenn die Zwillinge genau so werden, dann werde ich nie wieder schlafen.“

Zum Glück ist jedes Kind komplett anders und auch man selbst wird souveräner. Der Anfang war auch bei uns sehr anstrengend. Schön – aber ich entdeckte durchaus neue Dimensionen der Müdigkeit! Aber das ging schneller vorbei als bei meinem Mädel!

Nochmal Kompliment an Jott, dass sie beide stillt! Ich stillte auch beide Jungs und habe wie Ihr auf den Trick mit der Gute-Nacht-Flasche zurück gegriffen. Das war Gold wert und ich habe es die komplette Stillzeit so beibehalten. Es hat uns definitiv ruhigere Nächte beschert.

Ich wünsche Euch noch viel Freude an Eurem gesunden Nachwuchs und freue mich weiterhin über jeden Post!

Liebe Grüße,
Steffi

Hallo Steffi, herzlich willkommen und danke für die aufmunternden Worte :)
Es wird schon alles irgendwie werden, denke ich. Und wir sind ja zumindest ein bisschen erfahrener als vor Herrn Schnuffke, von daher wird sich das sicherlich auch irgendwie auszahlen.

Haben Sie denn als Dreifachmama und Zwillingsmama Tipps und Tricks für uns?

Danke für die Begrüßung, ich bin schon sehr lange stille Mitleserin und genieße diesen Blog sehr. Vielen Dank für das Teilhaben-lassen.

Als Tipp kann ich leider nur beisteuern, dass feste Strukturen für alle Beteiligten das Beste ist. Das ist die ersten Wochen natürlich nicht möglich, aber so langsam sollten die Kinder daran gewöhnt werden. Ich habe zwar immer nach Bedarf gestillt, aber immer wenn Zwilling 1 Hunger hatte, dann habe ich Zwilling 2 gleich mitgestillt. Tandemstillen.
Nach 2 Monaten ging mein Mann wieder arbeiten und ab da war diese Regelung Gold wert. Ich habe sogar Zwilling 2 geweckt um diese eiserne Regel beizubehalten. Sonst wäre ich nie mehr fertig geworden.
Es ist alleine natürlich furchtbar schwer, die Kinder alleine anzulegen, aber mit einiger Übung geht es sehr gut. Am Besten sofort anfangen zu üben, dann ist der Mann als Hilfe noch da.

Und als zweiten Tipp: selbst hinlegen wann immer es die Kinder zulassen.

Tipp drei: die Verwandtschaft einspannen wo es nur geht. Und wenn es „nur“ ein 2stündiger Spaziergang mit allen 3 Kindern ist. Es tut so gut sich mal nicht kümmern zu müssen. Bitte nicht mitgehen – die Zeit alleine genießen!

Es ist sehr schwer mit 3 so kleinen Mäusen, schraubt eure Erwartungen an euch vor allem in Punkto Haushalt herunter….. in 1 Jahr und das verspreche ich euch, läuft es wie geschmiert!

Meine Zwillinge sind nun 6 Jahre alt und sie sind richtig toll! Ich kann sie momentan einfach nur genießen! Zwillinge haben den unschätzbaren Vorteil, dass sie sich miteinander beschäftigen, das habe ich zu Anfang total unterschätzt. Das kam auch sehr bald (da waren sie erst 6 Monate alt) dauert bis heute an.

Dass ihr Herrn Schnuffke mithelfen lasst, ist einfach toll und das wird sich auszahlen in einer wunderbaren Geschwisterbeziehung. Ich spreche aus Erfahrung.

Ich weiß, die erste Zeit ist schwer, aber sobald die Kinder etwas Struktur zulassen wird es erheblich besser.

Vergesst euch selbst nicht, ihr seid ein tolles Paar!

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