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Journal Mittwoch, 30.11.2016

Ich telefoniere im Büro recht häufig und muss mir nebenbei des Öfteren Notizen machen. Das geschieht direkt am Rechner, weil ich so direkt in meine ToDo-Liste/ ein Ticket-System/ das Firmenwiki/ die Notizapp reinschreiben kann. Bislang klemmte ich mir dazu das Telefon zwischen Ohr und Schulter und tippte halb verrenkt mehr schlecht als recht.

Dieser Zustand sollte ein Ende haben, und so suchte ich heute Abend nach einem Headset. Mein Wunschgerät erfüllt die folgenden Kriterien:

  • Verwendung mit DECT-Telefon möglich, d.h. EINEN 2,5mm-Klinken-Anschluss. Notfalls auch EINEN 3,5mm Klinken-Anschluss, dann bräuchte ich einen zusätzlichen Adapter.
  • Kein separater Mikrofon-/ Kopfhörer-Klinkenstecker
  • Bügel-Halterung, nix In Ear oder Nackenbügel
  • Stereo (beide Ohren), damit ich im Großraumbüro nicht ein Ohr zuhalten muss
  • Idealerweise mit Noise Canceling
  • Vernünftiger Preis, ich dachte an ~50 Euro (die Schmerzgrenze wären ~70 Euro für ein Gerät, das ALLES kann)
  • Kein China-Indien-NoName-Hersteller

Eigentlich ging ich davon aus, dass das kein Problem sei. Ich meine, hey, ein Büroheadset eben. Das kann ja nicht so kompliziert sein.

Nachdem ich eine Weile suchte, wurde mir klar, dass es doch kompliziert ist. Es gibt nämlich meinen Recherchen zu Folge schlichtweg keine bezahlbaren Büroheadsets, die das können was ich möchte. Nur schweineteure Profi-Geräte ab ~150 Euro- und das ist mir dann doch etwas zu viel (ich rechne nicht damit, das Geld vom Arbeitgeber wiederzubekommen).

Nun heißt es, Abstriche machen…

Die beste Entscheidung der beiden vergangenen Tage war das Anziehen von langen Unterhosen. Es ist doch etwas frisch geworden?

Jott war heute beim Frauenarzt. Die Zwillinge sind ordentlich groß und schwer geworden:
SIE: ~48cm, ~2500g
ER: ~49cm, ~2700g
Es geht ihnen gut, sie liegen weiterhin richtig und gucken sich an.

Am kommenden Montag findet die Geburtsplanung statt, in der Jott auf eine Geburts-Einleitung um die 38. Woche herum insistieren wird (außer, der Krankenhaus-Ultraschall entspricht wider Erwarten nicht den bisherigen Messungen und die Zwillinge sind doch noch itzibitzi miniklein und brauchen noch Zeit). Die Beschwerden werden allmählich zu groß- angefangen beim nicht mehr lange schlafen können über nicht mehr liegen/ sitzen/ stehen können bis hin zu Problemen beim Anziehen von Hosen, Strümpfen und Schuhen…

Wenn also alles nach Plan verläuft, sind wir noch ungefähr zweieinhalb Wochen zu Dritt. Das ist irgendwie merkwürdig.

Derzeit liste ich im Büro meine Aufgaben auf. Nicht die theoretischen laut Jobbeschreibung, sondern die tatsächlichen. Zumindest versuche ich es, denn das ist ziemlich schön schwer. Ich bin zwar den ganzen Tag im Büro und arbeite, aber beim Um- und Beschreiben dieser Tätigkeiten tue ich mich schwer- zumindest mit einigen. Am einfachstes ist es noch, zu beschreiben was ich als technischer Ansprechpartner für die Kunden leiste, oder was ich als Entwickler mache. Aber ansonsten? Wie beschreibe ich die Mischung aus „Augen und Ohren offen halten, Sachen wissen, Probleme (mit Lösungsvorschlag) an die richtigen Leute herantragen, Informationen filtern/ verarbeiten/ weitergeben, Abläufe optimieren, Terminierungen eintakten“?

Heute Abend gab es Nuckelsuppe.

Nuckelsuppe

Vorbereitungen auf und für die Zwillinge.

Irgendwo™ im Internet stieß ich vor kurzem auf 40 Stunden. Auf der Seite werden Interviews mit Leuten zu ihren Berufen geführt. Bislang war jedes Interview, das ich gelesen habe, superspannend und interessant und teilweise auch lehrreich (beispielsweise mit Pfarrerin Johanna Thode, das hat bei mir einen Aha-Effekt ausgelöst).
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Interview mit Undine de Rivière (Domina) und Ralph Mundt (Müllmann). Da schwingt bei beiden, obwohl sie grundverschiedene Jobs haben, so eine Zufriedenheit mit durch- das beides so komplett und total in Ordnung ist. Und das in Berufen, die für mich gar nicht so „normal“ wirkten (das verrät vermutlich einiges über mich).

Was schön war: Ganz viel im Internet lesen.

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Journal Dienstag, 29.11.2016

Auf dem Arbeitsweg das wunderschöne Licht der Morgendämmerung bewundert, in einem ersten Gedanken daran gedacht, dass es gut wäre eine anständige Kamera dabei zu haben und in einem zweiten, dass das der Fall ist- ich hatte vergessen, die Kamera nach dem Wochenende aus dem Rucksack zu nehmen.

So ergab sich die Chance, morgens ein paar Schnappschüsse zu machen.
Fernsehturm

The struggle is real: Jotts Oberteile haben kapituliert. Der Zwillingsbabybauch ist zu groß. Nachdem wir uns gestern vor Saturn begrüßt hatten, waren ihre ersten Worte die Bitte, doch mal ihr Oberteil kräftig nach unten zu ziehen. Ihre Arme seien zu kurz und kämen nicht mehr bis ganz unter den Bauch…

Herr Schnuffke war heute beim Arzt. Er hat tatsächlich nur eine Bindehautentzündung. Laut Ärztin wird die durch seine Dauererkältung beeinflusst, zusätzlich hat er sich vermutlich beim Augenreiben nochmals infiziert. Unschön.
Statt Augentropfen, die nicht gewirkt zu haben scheinen, bekam er Augensalbe und Nasentropfen verschrieben, und soll die Woche noch nicht in die KiTa gehen.

Kaum hat man Morgens und Abends in der Bahn Zeit zum Lesen, schon nimmt die Anzahl der ungelesenen Einträge im Feedreader drastisch ab. Irre.

Schreck am Abend: Jott berichtete von periodisch wiederkehrenden Rückenschmerzen und einem komischen Allgemeingefühl. Ich war mental sofort bei „DIE ZWILLINGE KOMMEN“. Bis jetzt ist allerdings noch nichts passiert, und Jott hat auch keine Rückenschmerzen mehr. Puh. Etwas Zeit können sich die Zwillinge ruhig noch lassen.

Auf columbuseye.uni-bonn.de/live/ werden in Echtzeit Bilder von der die Erde überfliegenden ISS gestreamt.

Über Anarchosyndikalismus, die Mehrheitsgesellschaft, Alternativen und irgendwie auch Rotwein schreibt der Kiezneurotiker und trifft dabei einen wunden Punkt. Denn die Welt verbessere ich im Beruf nichtmal ansatzweise, eher im Gegenteil… Aber immerhin kann ich dank des Berufs arschteuren Kaffee kaufen und so ein wenig die Menschen unterstützen (oder mir das zumindest einreden), die an einer besseren Welt arbeiten.

Was schön war: Das 2014er-Weihnachtskonzert des Kings College Choir anzuhören. Erwähnte ich, dass ich Weihnachtslieder mag?

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Journal Montag, 28.11.2016

Habemus Trockner! Jott und ich trafen uns heute nach der Arbeit vor der Köpenicker Saturn-Filiale, legten uns eine Mini-Strategie zurecht, wendeten die an und erwarben unser Wunschmodell samt Transport und Installation nochmals reduziert. Hurra!
Am Donnerstag wird der Trockner geliefert, wir freuen uns auf die erste Fuhre Wäsche, die trocknerweich aus der Maschine kommt.

Endlich wieder Weihnachtslieder! Seit letzten Freitag schwirrte mir Hark! The Herald Angels sing als Ohrwurm im Kopf herum, am Sonntag kam Oh Holy Night hinzu. Und da die Adventszeit nun offiziell begonnen hat, kann ich spöttisch-fragende Blicke von Jott ignorieren und weiter Weihnachtslieder vor mich hin summen.

Am vergangenen Samstag kam endlich jemand, um das leckende Wasserrohr in unserem Keller abzudichten. Der ganze Vorgang hatte sich gezogen, weil die Sachlage kompliziert war: Die Eigentümerin des Hauses hatte im Sommer des vergangenen Jahres an der Hausverwaltung vorbei eine Firma beauftragt, Geschäftsräume im Erdgeschoss in Wohnraum umzuwandeln. Im Zuge dessen wurden neue Abwasserrohre im Keller verlegt.
Bei einem dieser Abwasserrohre war eine Dichtung falsch herum gesetzt- fragen Sie nicht-, und das führte dazu das ein und ein Viertel Jahr später mit einem Mal das Dusch-Abwasser der Nachbarn unter uns in unseren Keller lief (zum Glück war es die Dusche und nicht das Klo- so roch es immer nett nach Shampoo).
Weil der damals tätigen Firma wohl das Recht auf Nachbesserungen zugebilligt werden musste, die sich aber nicht meldeten, und die Hausverwaltung nicht involviert war, passierte eine ganze Weile nichts. Ich musste erst ein wenig beim Hausmeister drängeln, bevor der Haus- und Hof-Sanitärbetrieb eingreifen durfte. Und eben das passierte am vergangenen Samstag.

Für ein Kinderbett war es da allerdings schon zu spät- das hatte einen Tag lang in der Wasserpfütze gestanden, bevor wir über das laufende Wasser informiert wurden und es retten konnten. Die Beine waren da schon aufgequollen, nachdem ich es in Sicherheit gebracht hatte bildete sich in den feuchten Stellen Schimmel. Das wird uns die Hausverwaltung ersetzen müssen…

Ich betrieb die letzten Tage ein wenig Frustshopping und habe nun ein Bartöl, Beard Balm, eine Wildschweinborstenbartbürste (was für ein wunderschönes Wort!) und Nagelhautcreme (die ist bei mir immer trocken und lädt dadurch zum Herumfitzeln und -pulen ein).
Vor allem in Bartöl, Beard Balm und Wildschweinborstenbartbürste setze ich große Hoffnungen: Vielleicht wird der Bart mit regelmäßiger Anwendung mal nicht-struppig, sondern geschmeidig und glatt. Die Testphase starte ich nach dem Scheren Stutzen morgen früh.

Herr Schnuffke entspannt sich bei meinen Eltern. Leider ist keine Besserung der Augen in Sicht, daher wird meine Mama morgen zu meiner ehemaligen Kinderärztin gehen und ihn untersuchen lassen. Mal schauen, was die rausfindet.
Ich mache mir jedenfalls Sorgen, dass wir dem Kind zu viel zumuten (lange Fahrtzeiten zur und von der KiTa, lange Zeit in der KiTa, nicht genügend Zeit zur Stressverarbeitung) und es das durch diese Bindehautentzündung kompensiert.

Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil meine Mama eingesprungen ist und das kranke Kind betreut, während ich im Büro bin. Ich sollte mich doch um das kleine kranke Mäuschen kümmern…

Mein Tag startete heute morgen wie zu Ausbildungszeiten: Mit einer gut 90-minütigen Bahnfahrt nach Berlin rein. Es ist fast zehn Jahre her, dass ich diese Fahrten regelmäßig auf mich nahm, aber die Pendler-Bahn-Atmosphäre ist immer noch die selbe: Gespenstisch still für so viele Menschen, alle sind mit ihren Zeitungen/ Büchern/ elektronischen Endgeräten (da hat sich die Zahl sehr zugunsten letzterer verschoben in den letzten zehn Jahren) beschäftigt.
Ich genoss die ruhige Fahrt ohne Umsteigen sehr und las meinen Feedreader beinahe leer.

Was schön war: Wieder bei Jott sein.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 27.11.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 26./27. November 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Nachdem ich gestern Abend sehr spät ins Bett ging, wurde ich heute morgen gegen halb Zehn zum Frühstück geweckt. Herr Schnuffke hatte die Nacht gut geschlafen und kuschelte seit einer halben Stunde mit meinen Eltern.

Rüssel
Am Vormittag spielten wir im Wohnzimmer und guckten uns die Rüssel-Bücher an. Herr Schnuffke lauscht inzwischen sehr gebannt, wenn man um die Bilder herum eine Geschichte erzählt, und freut sich sehr wenn man das mit seinem Alltag vergleicht. Zum Bäcker beispielsweise geht er auch regelmäßig.

Mandarine
Zum Nachtisch nach dem Mittagessen gab es Mandarine. Herr Schnuffke schälte sie selbstständig, nachdem ich den Anfang gemacht hatte.

Trockner
Soviel Eigeninitiative machte müde, und während Herr Schnuffke und mein Papa Mittagschlaf machten, nutzte ich die Gunst der Stunde und recherchierte zusammen mit Jott nach einem Wäschetrockner. Ein geeignetes Modell ist inzwischen gefunden, wir müssen nur noch Details zu Liefer- und Installationskosten abklären.

Friedhofspaziergang
Nachmittags spazierten wir ein bisschen durch die Gegend. Nur eine kleine Runde, ab 15:30 Uhr begann es langsam zu dämmern. Herr Schnuffke trug zum ersten Mal seinen Schneeanzug und sah damit wunderhübsch niedlich aus.

Friedhofskatze
Beim Spaziergang über den Friedhof begegnete uns eine schwarze, zutrauliche Katze. Herr Schnuffke war sofort hin und weg, maunzte vor sich hin und lief der Katze nach. Die spielte ein wenig Haschen mit uns und rannte mal von links nach rechts, dann von rechts nach links, sehr zum Entzücken des Kindes.
Irgendwann war dann aber auch genug Katzen gejagt und wir liefen nach Hause weiter. Die Katze folgte uns ein wenig, verschwand dann aber irgendwann (zum Glück, es wurde gerade unheimlich).

Sterne
Auf dem Rückweg bestaunten wir die Adventsdekorationen in den Gärten, den Fenstern und an den Häusern. In der Gegend ist eher dezente Dekoration angesagt, und das sieht daher wunderschön aus.

Adventskranz
Im Wohnzimmer ließen wir den Tag ausklingen. Herr Schnuffke spielte mit Duplo und Spielzeugautos und schlief irgendwann fast im Sitzen ein.

Die Bindehautentzündung ist immer noch nicht ausgestanden. Tagsüber sind die Augen klar, aber morgens und abends sammelt sich immer noch Sekret in den Augenwinkeln. Ich bin sehr gespannt, was die Auswertung des Augenabstriches vom Donnerstag morgen bringt.

Meine Mama hat angeboten, dass sie und mein Papa noch ein paar Tage auf Herrn Schnuffke aufpassen und ihm die Gelegenheit zur Erholung bieten (und vielleicht nochmal zum Kinderarzt gehen)- sie hat genügend Gleittage angesammelt, um nicht Urlaub nehmen zu müssen. Herr Schnuffke bleibt also noch ein paar Tage im Brandenburgischen, während ich morgen früh um halb Sieben nach Berlin zurück fahre.

Was schön war: Ein sehr entspannter Sonntag.

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 26.11.2016

Gestern Abend dachte der vorsorgende Paul „Ok Paul, stell Dir für Samstag den Wecker auf Viertel Acht, dann haste genügend Zeit um Dich fertig zu machen, den Einkaufszettel zu schreiben, den Spüler auszuräumen und das Kind nach’m Aufstehen zu versorgen.“. Das schien mir eine gute Idee zu sein, also stellte ich den Wecker.

Heute morgen dachte der verschlafene Paul „Ach, wird schon alles werden, stell den Wecker aus und schlaf weiter“.

Natürlich wurde es irgendwie am Vormittag, aber es war nicht wirklich entspannt.

Der verschlafene Paul ist ein Arsch.

Auf Grund von Änderungen im Betriebsablauf nur wenige Bilder.

Kartoffelpuffer
Nach dem obligatorischen Samstags-Einkauf (zu dem wir viel zu spät starteten- danke, verschlafener Paul!)- gabs Kartoffelpuffer. Die fertigen aus’m Tiefkühlregal, die schmecken gut und sind fix gemacht.

Schnuffpete
Während die Puffer brutzeln, trötet der völlig übermüdete und hungrige Herr Schnuffke auf einer leeren Küchenrolle und vergisst für den Moment, dass er völlig übermüdet und hungrig ist.

Danach die Änderung im Betriebsablauf. Ich hatte Jott gestern, glaube ich, vorgeschlagen, dass Herr Schnuffke und ich über das Wochenende zu meinen Eltern fahren. Das wurde abgelehnt mit „Aber deine Mama war krank, die soll sich erholen“ und „Ich bin nicht gern allein“. Heute Mittag bat sie uns, doch zu fahren- mit uns beiden im Haushalt könne sie sich nicht guten Gewissens erholen. Was immer das heißen soll.

Nach einigen Diskussionen und dem „Hallo Mama, können wir spontan vorbei kommen?“-Anruf fuhren Herr Schnuffke und ich also ins Brandenburgische.

Das war ein rechtes Abenteuer, auf der eigentlichen S-Bahn-Strecke bestand Ersatzverkehr mit Bussen. Weil der den Weg locker um 30 bis 40 Minuten verlängerte, wollte ich den umgehen. Herr Schnuffke und ich fuhren also mit der S3 nach Ostkreuz, von dort nach Lichtenberg und von dort mit dem Regio nach Küstrin weiter gen Osten.
Der Regio war hoffnungslos überfüllt, das wir noch rein und raus kamen war ein Wunder. Außerdem war er verspätet, wodurch wir vor der Abfahrt bei geradezu arktischen Temperaturen am Bahnhof Lichtenberg warten mussten. Das war aber nicht das schlimmste: Durch die Verspätung verpassten wir unsere Anschluss-Straßenbahn und mussten improvisieren (ein Stück rennen und in die zufällig in einer Minute fahrende S-Bahn reinspringen). Die Alternative wäre eine Wartezeit von 20 Minuten bei noch arktischeren Temperaturen gewesen.
Die S-Bahn bekamen wir noch, der Zielbahnhof war allerdings wesentlich weiter vom Haus meiner Eltern entfernt als die eigentlich angedachte Straßenbahnstation. So konnten wir letzten Endes nochmal 20 Minuten durch Dunkelheit und Nieselregen spazieren. Am Ende brüllte Herr Schnuffke nur noch, er hatte nicht geschlafen, war gestresst durch die Bahnfahrt und wusste nicht, was der Scheiß eigentlich sollte.

Als wir endlich bei meinen Eltern ankamen, wurde alles besser. Warm, freundliche Menschen, Spielzeug und Mandarinen- unsere Launen besserten sich erheblich.

Den Rest des Nachmittages- viel war es nicht mehr, durch den verspäteten Regio und den nicht eingeplanten Fußmarsch waren wir gute zwei Stunden und somit 30 bis 40 Minuten länger als geplant unterwegs gewesen- verbrachten wir im Wohnzimmer beim Erzählen und Spielen.

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

Abendgestaltung
Am Abend arbeitete ich aus der Küche meiner Eltern weiter, um die letzte fehlende Stunde für den Donnerstag rauszuarbeiten. Das gelang mir ganz gut, ich hatte sogar die nötige Ruhe und Konzentration um den vorhandenen Code in einem unserer sehr großen Projekte zu optimieren.

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Journal Freitag, 25.11.2016

23:54 Uhr, ich arbeite seit gut zweieinhalb Stunden im Home Office. Selten war ein Feierabend und das Bett wohler verdient als heute.

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Journal Donnerstag, 24.11.2016

Noch vier Wochen bis Weihnachten. Herrje. So langsam sollte ich mir Gedanken machen, was ich Jott schenke- von meinem Hinweis, dass sie ja zwei wunderbare Kinder von mir austragen darf, hat sie sich wenig beeindruckt gezeigt.

Herr Schnuffke schlief zum ersten Mal seit Wochen in seinem Bett die Nacht durch. Vermutlich müssen wir von diesem Wunder eine ganze Weile zehren, bis es wieder vorkommt.

Heute morgen schien die Bindehautentzündung besiegt zu sein. Beide Augen waren normalfarbig, nur minimal verklebt und nicht mehr verquollen. Wir frohlockten und fuhren guten Mutes zur KiTa/ ins Büro.

Kurz nach 11 Uhr dann der Anruf: Bitte abholen, Herr Schnuffke habe verklebte Augen, Durchfall und sei allgemein nicht auf’m Damm- er habe nichtmal mit seiner Lieblingsfreundin* gespielt!

Mhm ja. In den Augen war tatsächlich etwas Sekret, sie waren auch etwas geröteter. Der Rest… Naja. Ich vermute, Herr Schnuffke war nach der langen Zeit allein mit Jott und mir etwas überfordert von seiner KiTa-Gruppe. Als ich ihn nämlich nach dem KiTa-Mittagessen abholte, war er supergut gelaunt und fröhlich, wenngleich etwas müde. Er schlief dann auch in der Bahn ein und ließ sich zu Hause aus dem Buggy heraus in sein Bett legen (der Tag ist im Kalender angekreuzt, ja).

* Die Gruppenjüngste. Wohl ein superfröhliches Kind, alle Kinder mögen sie. Sobald Herr Schnuffke die KiTa sieht, sagt er ihren Namen.

Am Nachmittag liefen wir wieder zum Arzt. Diesmal wurde ein Augen-Abstrich gemacht, dessen Ergebnis uns am Montag mitgeteilt wird. Ich ließ mir vorsorglich schon einmal eine Gesundschreibung für die KiTa geben, ich rechne nämlich damit das die Bindehautentzündung über das Wochenende vollends verschwinden wird.

Nach dem Arztbesuch spazierten wir durch das Märchenviertel zurück, guckten Bagger (Herr Schnuffke) und Häuser (ich) an und machten allerlei Faxen (Herr Schnuffke, ich). Als das Kind keine Lust auf Laufen mehr hatte, setze ich es mir auf die Schultern und merkte nach ein paar Minuten nur noch, wie Herr Schnuffke sanft von links nach rechts und zurück schwankte- er döste da oben.

Mit dem Büro habe ich die Regelung getroffen, dass ich mich für den angebrochenen heutigen Tag nicht aufs Kind krank schreiben lasse, sondern erst morgen. Die fehlenden Stunden für den heutigen Tag arbeite ich einfach Abends/ ganz früh morgens raus. Stundenweises Home Office.

Die Hausverwaltung hat uns schon wieder eine Mieterhöhung geschickt. Im Anschreiben der gleiche Wortlaut wie beim letzten Mal.

Morgen geht unsere Antwort- diesmal als Einschreiben mit Rückschein- raus… Mal gucken, was passiert.

Von Nachbarn von uns, deren Miete vor kurzem auch erhöht wurde, erfuhren wir, dass die Eigentümerin von den Mieteinnahmen wohl die Pflegekosten ihrer Mutter bezahlen muss. Deshalb habe sie die Hausverwaltung wohl angewiesen, soviel wie möglich aus dem Haus zu holen…

Was schön war: Der Spaziergang mit Herr Schnuffke.

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Journal Mittwoch, 23.11.2016

Herr Schnuffke und ich blieben auch heute noch zu Hause. Das linke Auge war noch ziemlich lädiert. Im Laufe des Tages besserte sich das etwas, die regelmäßige Verabreichung von Augentropfen zeigt Wirkung.
Morgen geht er wieder in die KiTa und ich kann mich im Büro erholen.

Nachdem die erste Tageshälfte katastrophal verlief (sowohl Herr Schnuffke als auch ich schliefen die Nacht nicht so viel, deswegen waren wir am Vormittag beide sehr schlecht drauf), wurde der Tag nach dem (Vor-)Mittagschlaf des Kindes besser. Wir sangen viel zusammen- auch mit Jott-, spazierten wie an den vergangenen Tagen lang und ausgiebig durch die Mittelheide und pflegten das entzündete linke Auge.

Was schön war: Beim Abendessen zu dritt in wechselnder Besetzung Mah Nà Mah Nà singen. Herr Schnuffke war voll dabei und ging voll ab.

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Journal Dienstag, 22.11.2016

Meine Google-Suchanfragen derzeit:

  • bindehautentzündung tropfen kleinkind wie
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  • bindehautentzündung unbehandelt

Appelle an die Kooperationsbereitschaft des Kindes verhallen ungehört, Ablenkungsmanöver verlaufen im Sande, Selbermach-Angebote enden in Umherschmeißen der verschriebenen Augentropfen. Es hilft nur Zwang. Ich fixiere den äußerst unwilligen Herrn Schnuffke, Jott hilft dabei und verabreicht die Augentropfen. Ob das wirklich was bringt, wissen wir nicht- das Kind weint danach nämlich.

Es ist zum Mäuse melken.

Bislang funktionierte die Verabreichung exakt ein einziges Mal wunderbar: Da schlief Herr Schnuffke mit halb aufwärts gerichteten Oberkörper und geraden Kopf im Buggy. Alle anderen Versuche waren furchtbar.

 

Jott hats böse erwischt, sie hat sich heute während meiner Anwesenheit freiwillig hingelegt. Das ist in etwa so, als ob sich ein Tier in eine dunkle, abgeschiedene Höhe zurückzieht…

Am Abend hatte Herr Schnuffke erstmals Fieber und offenbar Bauchschmerzen, er krümmte sich und weinte mehrmals (ich mach drei Kreuze wenn er sowas endlich mit Worten kommunizieren kann).

Die Bindehautentzündung hat auf das linke Auge übergegriffen. Auf dem ist es aber nicht ganz so schlimm, wobei ich nicht weiß ob das an der Behandlung mit den Augentropfen oder am noch frühen Krankheitsverlauf liegt.

Mal schauen, ob Herr Schnuffke morgen früh tatsächlich KiTa-bereit ist. Ich würds mir wünschen, so ein Tag im Büro ist wesentlich entspannter.

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Journal Montag, 21.11.2016

Ein Tag, so recht für die Tonne. Herr Schnuffke schlief schlecht, demzufolge auch ich. Am Morgen, nach dem Blick in die Augen des Kindes, die Entscheidung: Nicht in die KiTa, sondern erstmal zum Arzt. Das rechte Auge war noch verquollener und zugeklebter, es sah nicht schön aus- zumindest, bis wir es vorsichtig mit einem weichen Lappen und warmen Wasser gesäubert hatten. Dann gings, aber zum Arzt wollte ich trotzdem- lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Und so ein bisschen hatte ich die Hoffnung, dass die Ärztin Herrn Schnuffke gesund schreibt.

Also disponierte ich um, schrieb eine Mail und mehrere Chatnachrichten ins Büro und arbeitete bis zum Arzttermin aus dem Home Office. Jott hatte derweil das zweifelhafte Vergnügen, während dieser Zeit Spielball von Herrn Schnuffkes schlechter Laune zu sein.

Die Ärztin lobte uns während der Untersuchung fürs vorbei kommen, schrieb Herrn Schnuffke mit einer Bindehautentzündung bis Mittwoch krank und mich für morgen gleich mit. Da ging er hin, der zweite Kind-Krank-Tag. Den heutigen Tag, bzw. die noch fehlenden Stunden- von 6:30 Uhr an hatte ich im Home Office gearbeitet- wollte ich im Laufe des Tages im Home Office zusammenstückeln. Das gestaltete sich schwerer als gedacht. Herr Schnuffke hat zwar eine Bindehautentzündung, aber das ist ihm egal: Er ist genauso agil und Aktivitäten- und Nähe-fordernd wie eh und je. Meine naive Vorstellung von einem viel schlafenden, einfach zu versorgenden Kind war grundfalsch.

Nachdem Jott am frühen Nachmittag irgendwann wie der Tod auf Latschen aussah (sie ist zusätzlich zur Schwangerschaft gerade wieder gesundheitlich angeschlagen), schnappte ich mir das Kind, setzte ihn in seinen Buggy und machte mit ihm die Umgebung unsicher- bis wir kurz nach 18 Uhr wieder zu Hause ankamen.

Nachdem das Kind im Bett war, erneut Home Office.

Was schön war: Herr Schnuffke schlief heute recht fix und ohne größere Kämpfe ein.