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Elternzeit 2016

Journal Samstag, 2.7.2016

Herrn Schnuffkes Timing ist supertoll: Als ich gestern Abend beginnen wollte, mich bettfertig zu machen, fing er an zu weinen und ließ sich nur durch Körperkontakt, also getragen werden, beruhigen. Die Challenge „Zähne putzen mit nur einer Hand“ habe ich nun auch erfolgreich gemeistert.
Nach dem Hinlegen kletterte das Kind noch eine ganze Weile auf mir herum, ehe er endlich auf meiner Brust einschlief und sanft runtergerollt werden konnte.

Ich mach drei Kreuze, wenn das endlich wieder besser wird.

Am Vormittag fuhren wir zu meinen Eltern ins Brandenburgische. Nach dem Essen ließen wir Herrn Schnuffke bei meinen Eltern und fuhren Kirschen pflücken.
Regenwetter
Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, selber pflücken in nassen Bäumen wollten wir nicht. Also kauften wir stattdessen Kirschen und sind nun für die nächsten Tage eingedeckt.

Abends #gerita.

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Elternzeit 2016

Journal Freitag, 1.7.2016

Und da isses rum, das erste halbe Jahr. Wahnsinn, wie schnell es vergangen ist. Gefühlt war letzte Woche erst Neujahr.

Herr Schnuffke gehts wieder gut, bis auf gelegentliches Husten und Rumschnoddern. Er ist zwar immer noch ein wenig anhänglich und auch etwas dünnhäutiger als sonst, aber das vergeht hoffentlich auch in den nächsten Tagen. Derzeit bricht er nämlich wieder regelmäßig in Tränen aus, wenn Jott ihn absetzt, den Raum verlässt oder ihm den Rücken zudreht. Von mir lässt er sich dann nur ungern trösten.

Wir versuchen, dem Kind nach dem Frühstück und dem Abendessen die Zähne zu putzen so gut es geht. In den letzten Tagen läuft das eher schlecht, trotz Erdbeer-Fluorid-Zahnpasta: Herr Schnuffke öffnet seinen Mund nur ein einziges Mal und nur ein winziges Stückchen, nämlich um die Zahnpasta von der Bürste zu lutschen. Danach presst er die Lippen zusammen und windet sich, um der Zahnbürste zu entgehen.
Mein bester Trick, den Mund aufzumachen und laut „Aaaaahh“ zu sagen, funktioniert nicht mehr. Während er noch vor ein, zwei Wochen fasziniert davon war, meine Zähne anfasste und dabei vor Staunen seinen Mund offen ließ, ist ihm das inzwischen egal.
Die elektrische Zahnbürste zu nutzen bringt auch nichts: Er lässt sie sich nämlich nur im bereits eingeschalteten Zustand in den Mund stecken, und das saut mit Zahnpasta enorm rum- ganz zu schweigen davon, dass durch den rotierenden Kopf die Zahnpasta abfliegt.

In diversen Threads in Elternforen fand ich den Tipp, zusammen mit dem Kind die Zähne zu putzen. Das probiere ich morgen früh aus und hoffe, dass es funktioniert. Falls nicht, bin ich ratlos.

Frau Rabe hat vor Ewigkeiten einige Fragen gestellt, deren Beantwortung ich bislang aufschob. Bis heute.

1. Meer oder Berge?
Ich kann mich nicht entscheiden. Ich find eigentlich beides ganz ok.

2. Fast-Food oder 3-Gänge-Menü?
Solange ich nicht kochen/ bezahlen muss, ist mir alles recht.

3. Wahrheit oder Pflicht?
Wahrheit.

4. Haus oder Wohnung?
Hat beides seine Vor- und Nachteile, ich versuche noch das gegeneinander abzuwägen.

5. Auto oder Fahrrad?
Fahrrad. Am besten so ein schicker E-Flitzer.

6. In der Disko: Theke oder Tanzfläche?
Ich gehe nicht in Diskos.

7. Netflix oder Buch?
‚Ne Runde am Rechner zocken schlägt Buch schlägt Netflix. TV und so ist nicht unbedingt meines, das ist mir zu passiv.

8. Geld oder (Frei-)Zeit?
Ab einem gewissen Lebensstandard eher (Frei-)Zeit.

9. Delegieren oder selber machen?
Selber machen. Springt mehr für mich raus.

10. Kochen oder Abwaschen?
Mal so, mal so. Wenn ich zusammen mit Jott in der Küche steht, hat es sich bewährt, dass sie kocht und ich ihr zuarbeite und aufräume.

11. Offline-Urlaub: „bwaaahaha, nee!!!“ oder „oh, ja, endlich!!!“?
Stelle ich mir interessant vor, gerade im Rückblick auf die anderthalb Wochen in denen ich unterwegs kein mobiles Internet hatte. Das war eigentlich sehr entspannend.