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Journal Freitag, 22.4.2016

Großer Schreck um fünf Uhr morgens: Herr Schnuffke hatte einen Alptraum und ließ sich nicht beruhigen. Weder auf Hochnehmen noch Wiegen noch Ansprechen reagierte er, erst als Jott ihm sanft ins Gesicht pustete beruhigte er sich und schlief weiter.

Jott und ich sind im Sommer zu einer Hochzeit in Bremerhaven eingeladen. Heute kam die Einladung zur Feier nach der Trauung- zur Trauung selbst sind wir nicht eingeladen- per Post, was uns zum Überlegen brachte: Bahntickets nach Bremerhaven kosten um die 100 Euro für uns drei, ein Zimmer in einer Pension für eine Nacht ebenfalls nochmal um die 100 Euro. Die Anreise dauert ungefähr sechs Stunden, die Feier auch nochmal- zumindest für einen von uns. Der andere (ich, es ist nämlich Jotts Verwandte die heiratet, außerdem machen mir solche Feiern im Gegensatz zu Jott keinen Spaß) müsste Herrn Schnuffke beaufsichtigen, der Veranstaltungsort und die Übernachtungsmöglichkeit sind räumlich getrennt.

Zu allem Überfluss fällt der Hochzeitstermin in meine Elternzeit, wenn finanziell eh keine großen Sprünge möglich sind.

Entweder wird also Jott allein den Weg auf sich nehmen und Herrn Schnuffke und mich in Berlin zurücklassen oder aber wir bleiben alle zu Hause und schicken Videogrüße an die Nordsee.

In den letzten Wochen hatte ich teils erheblich mehr gearbeitet, und so verbriet ich heute zwei der diese Woche angehäuften Überstunden und ging bereits dreiviertel Drei nach Hause. Wir fuhren nämlich am Nachmittag nach Magdeburg zu Jotts Mama, da passte das sehr gut.

Auch sonst wars ganz gut, ich konnte zwar heute die für gestern eingetaktete Aufgabe bearbeiten, doch trotzdem war der Tag nur so mittelprächtig. Unser Entwicklerteam hat vor ein paar Wochen eine Feature-Anfrage eines Kunden besprochen und verschiedene Lösungsansätze erarbeitet. Heute fand die zeitliche Einordnung des von uns priorisierten Lösungsansatzes statt. Im dazugehörigen Meeting fiel auf, dass wir bestimmte Aspekte nicht berücksichtigt hatten und unsere Lösung doch nicht so toll war, wie wir dachten. Das ärgerte mich sehr: Da saßen wir vor ein paar Wochen zu viert, hatten ein gutes Gefühl beim Erarbeiten des Lösungsansatzes und dann konnte der Lösungsansatz heute mit wenigen Worten zerpflückt werden. Doof. Doof doof doof.

Auf Grund eines nicht zu mir genommenen Mittagessens futterte ich während der Fahrt wahllos Süßkram in mich rein und habe jetzt Bauchschmerzen. Wie so ein Fünfjähriger.

Was schön war: Auf der Autofahrt mit Herrn Schnuffke rumalbern. Er ist ganz fasziniert, wenn ich einen Greifring auf seinem Kopf ablege, sitzt still und starr und versucht, den Greifring vom Kopf zu fischen. Sobald ihm das geglückt ist, schüttelt er sich vor Lachen. Goldig.

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Journal Donnerstag, 21.4.2016

Herr Schnuffke wird in Russland berühmt: Der russische Instagram-Account von Nuk hat Jotts Foto von Herrn Schnuffke reposted, zu ihrer großen Überraschung. Ich weiß noch nicht so recht, wie ich das finde- einerseits ist es halt ein Repost, sowas kann mit veröffentlichten Bildern in einem social network passieren. Andererseits ist es eine (ge-)werbliche Nutzung eines von Jott erstellten Fotos, unter dem Aspekt finde ich das eher unschön. Wenn Dritte mit Jotts Werken Geld verdienen- und nichts anderes macht der russische Nuk-Account ja, sollte sie meiner Meinung nach was davon haben.

Ein Kollege von mir hat einen Plan, den ich ziemlich gut finde: Angenervt vom Einkaufen gehen müssen, testet er gerade diverse Bio-Öko-Fair-Trade T-Shirt-Hersteller aus und möchte bei seinem Testsieger eine größere Anzahl der selben T-Shirts bestellen. Ziemlich schlau, denn so muss er sich keine Gedanken um sein Outfit machen.
Ich liebäugele ebenfalls mit diesem Plan, vor allem weil viele meiner T-Shirts ausgewaschen und ausgeleiert sind und ich eh neue kaufen müsste.

Genius ist ein superguter Service. In Night Witches verstand ich eine Zeile nicht:

Foes are losing ground, retreating to the sound
Death is in the air
Suddenly appears, confirming all your fears
Strike from Witches lair
Target found, come around, barrels sound
From the battleground
Axis aiming high
Rodina awaits defeat them at the gates
Live to fight and fly

(Hervorhebung von mir)
Keine Ahnung, was dieses Rodina awaits heißen soll. Nachdem sich meine erste Vermutung, dass Rodina eventuell der Name der Kommandantin der Nachthexen war, nicht bestätige, fiel mir ein das ich vor kurzem auf Genius stieß und suchte dort nach Night Witches von Sabaton. Dort wurde ich fündig und erfuhr, dass rodina auf russisch Mutterland bedeutet. Rätsel gelöst, Paul zufrieden.

Gestern aßen wir Burger mit Laugenbrötchen. Das war eine gute Idee, Laugenbrötchen gefallen mir von der Konsistenz her sehr gut.

Mein Arbeitstag war wie verhext. Gestern Nachmittag hatte ich eine überfällige Aufgabe für den heutigen Tag eingeplant, die Zeichen standen zu diesem Zeitpunkt gut das ich die Aufgabe hätte erledigen können.

Als ich heute morgen im Büro ankam, erwartete mich die E-Mail eines Entwicklers einer unserer Kunden, der um Rückruf bat. Also rief ich an, besprach Kleinigkeiten mit ihm, legte auf, kochte mir einen Kaffee, nahm am töglichen Statusmeeting der Projektmanager meines Projektverbundes teil, nahm direkt danach am täglichen Statusmeeting des Entwicklerteams teil, telefonierte mit einem anderen Kunden, besprach das Telefonat und die sich daraus ergebenden Aufgaben mit meiner Teamleiterin und bearbeitete drängende sich aus dem vorherigen Telefonat ergebenden Aufgaben.

Als die fertig wurden, war es 13:30 Uhr, ich wollte Mittag essen, doch noch während ich aufstand rief mich der Entwickler von heute morgen noch einmal an, fragte ob ich kurz Zeit habe und telefonierte anderthalb Stunden mit mir. Nach diesem Telefonat folgte eine Abstimmung mit meiner Teamleiterin, und weil es mittlerweile 15 Uhr war dachte ich, „Ok Paul, jetz isses Dreie, da lässte die Pause ausfallen, gehst ’ne halbe Stunde eher und isst ’n bisschen früher Abendbrot mit Jott und Herrn Schnuffke“. Ich naiver Dummpaul.

Weil sich aus dem Abstimmungsgespräch mit meiner Teamleiterin wieder neue Aufgaben ergeben hatten, erledigte ich die, war 16 Uhr damit fertig und schon ganz euphorisch weil ich endlich, ENDLICH dazu kam die geplante, inzwischen noch überfälligere Aufgabe zu erledigen.
Ich wiederhole mich: Ich naiver Dummpaul.

15! Minuten später klingelte das Telefon, ein weiterer Kunde rief an und hatte ein relativ dringliches Problem. Das nahm ich auf, besprach es mit meiner Teamleiterin, half dem Kunden aus, entdeckte zusammen mit ihm das sein relativ dringliches Problem nicht unmittelbar gelöst werden konnte weil an anderer Stelle ein Fehler auftrat, gab meiner Teamleiterin erneut Rückmeldung, skizzierte den Hergang des Problems (ich muss morgen erklären, weshalb an anderer Stelle Fehler auftraten) und beendete den Tag um 17:30 Uhr mit knurrenden Magen.

Von den neun Stunden im Büro habe ich also 15 Minuten der eigentlich eingeplanten Aufgabe widmen können, der Rest war dicht getaktetes Lückenfüllen, zum Großteil mit Bärenhunger.

Und leider ist dieser Tagesablauf exemplarisch für den Großteil meiner Tage. Das ruhige, fokussierte Arbeiten am letzten Freitag im Home Office ist daher wirklich eine sehr willkommene Ausnahme.

Auf dem Weg nach Hause stieg an der Warschauer Straße eine Frau mit Baby im Kinderwagen in die S-Bahn ein und begann sofort, das Baby zu wickeln. Zu den sonstigen S-Bahn-Gerüchen kam also noch Babykacke dazu. Eine olfaktorische Herausforderung.

Was schön war: Im Sonnenschein ohne Jacke zum Alex laufen. Frühling ist toll. Und die ~15° heute mit viel Sonnenschein sind alles, was ich brauche.

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Journal Mittwoch, 20.4.2016

Seit einiger Zeit höre ich wieder über Spotify Musik, vor allem um neue Bands zu erkennen. Das funktioniert super, ich steuere dazu einfach eine Band an deren Stil mir gefällt (momentan beispielsweise Ensiferum) und streame das dazugehörige Künstlerradio. In dem werden ähnliche Bands abgespielt, und da ich die nicht unbedingt kenne, bekomme ich so viele neue Eindrücke.

In den letzten Tagen stach vor allem Sabaton raus, die mich sehr begeistern. Gute Stimmen & viel Power und auch mal andere Texte als das „übliche“ nordische Mythologie-Zeugs.

Night Witches handelt beispielsweise von einem sowjetischen Frauen-Flieger-Regiment („Nachthexen„).
Und Gott mit uns von der ersten Schlacht bei Breitenfeld. Das scheint dann auch ein wiederkehrendes Motiv zu sein (Krieg & Kampf). Mal gucken, ob mich das irgendwann annervt und ob ich es beim Hören überhaupt mitkriege (ich höre nur selten bewusst Musik).

Jedenfalls, gute Musik, danke Spotify.

Ich habe gestern meinen Jahresurlaub eingereicht und mich dabei erstmal an KiTa-Schließzeiten und Jubiläen- davon kommen dieses Jahr ein paar in meiner Familie- orientiert. Eventuelle Ablehnungen wären daher blöd, das sollte ich vielleicht nochmal kommunizieren, fällt mir gerade ein.

Die letzten beiden Nächte waren eher unruhig, ich glaube Herr Schnuffke bekommt seinen fünften Zahn. Als nächsten stehen wohl die seitlichen Schneidezähne an. Backenzähne wären sinnvoller, dann könnte Herr Schnuffke sein Essen besser kauen.

Gestern bin ich jedenfalls mit dem Kind direkt wieder ins Wohnzimmer umgezogen, das ist wesentlich entspannter wenn ich dort einschlafe als wenn ich nachts umziehen muss.

Heute kam meine Rentenprognose. Unabhängig davon, ob ich überhaupt mal Rente beziehen werde (das ist ja noch ’ne Weile hin, wer weiß was bis dahin alles passiert), sollte ich mich vielleicht mal drum kümmern ein wenig Geld anzusparen. Dieses Thema dem Zukunfts-Paul zu überlassen ist, glaube ich, keine gute Idee.

Ein ganz geschockter Blick eines Kollegen heute im Büro: Auf Grund einer abheilenden Sonnenallergie (ich lief Ende März/ Anfang April einige Zeit im T-Shirt in der Sonne herum) sehen meine Hände derzeit fleckig aus (das sind die abheilenden Rötungsflecken) und dem Kollegen fiel das auf. Supertoll.

Das erinnert mich aber daran, dass ich vor dem Sommerurlaub desensibilisieren (also öfter mal in die Sonne gehen) und mich in der Apotheke nach Beta-Carotin-Tabletten/ Antihistaminika erkundigen muss- ansonsten wird der Urlaub eher unschön.

Alternativ kaufe ich mir einen Burkini.

Was schön war: Das Zähneputzen mit Herrn Schnuffke nach dem Abendessen. Er LIEBT seine elektrische Zahnbürste und freut sich und lacht, wenn er sie benutzen kann.

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Journal Dienstag, 19.4.2016

Heute spontan mehrere Überstunden, daher ist der Kopf weichgekocht und ich gehe jetzt schlafen.

Was schön war: Herr Schnuffke wachte heute morgen auf, kurz bevor ich das Haus verließ. So hatten wir noch zehn Minuten, in denen wir beide wach waren.

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Journal Montag, 18.4.2016

In anderthalb Jahren fährt die S3 wieder auf der Stadtbahn. Ich sehne diesen Tag herbei- dann entfällt das Umsteigen am Ostkreuz.

Das verlinkte Ostkreuz-Blog begleitet sehr ausführlich die Umbaumaßnahmen am Ostkreuz. Das ist ganz praktisch, denn oft frage ich mich beim Durchfahren der Baustelle, was da eigentlich gerade gemacht wird. Im Ostkreuz-Blog lese ich es später nach.

Jetzt ists Mitte April, Herr Schnuffke ist zehn Monate alt und somit länger auf der Welt als im Bauch. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht.

Nachdem wir letzten Donnerstag beim Unterschreiben des KiTa-Vertrags auch von Schließzeiten der KiTa erfuhren, habe ich heute Abend meinen restlichen Jahresurlaub verplant und werde ihn morgen beantragen. Für mein Urlaubstagekonto ist die Elternzeit klasse, unseren langen Sommerurlaub nehmne wir in diesem Zeitraum. So spare ich Urlaubstage, die ich dann im Herbst bei Kind-Krank-Tagen und ähnlichem nehmen kann.

Was schön war: Die gute Laune von Herrn Schnuffke am Abend.

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Journal Sonntag, 17.4.2016

Das Sonntag-Nachmittag-Programm:
Tafel
Mit von der Partie waren die Nachbarn von oben und ein befreundetes Paar, beide mit Kind. So viel Trubel hatten wir schon lange nicht mehr in der Wohnung.

Herr Schnuffke war Abends so geschafft, dass er fast beim Anziehen des Schlafsacks einschlief. Wir müssen ihm eindeutig mehr Action bieten.

Als Herr Schnuffke schlief, schauten Jott und ich die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 an. Den konnte wir letztes Jahr aus Gründen nicht im Kino gucken und holten das heute über Amazon Video nach. Ein guter Abschluss der Reihe.

Was schön war: Der Sonntag.

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Journal Samstag, 16.4.2016

Der gestrige Tag kam mir in der Rückschau sehr entspannt vor. Ich war auch am Abend nicht so k.o. wie normalerweise. Beim Nachdenken über die Gründe fiel mir auf, dass die fehlende Pendelei gar nicht unbedingt ausschlaggebend war- ich schalte beim Bahnfahren in der Regel ab und höre Podcasts, so gehts eigentlich-, sondern etwas ganz anderes: Ich habe gestern fokussiert eine Aufgabe bearbeiten können und musste nicht alle Viertelstunde im Kopf umswitchen auf ein anderes Thema. Das passiert im Büro normalerweise, weil immer irgendein Telefon klingelt, jemand mich anspricht, ich etwas absprechen muss, ein Meeting ansteht und unser Großraumbüro generell sehr unruhig ist.

Heute morgen wurden Jott und ich durch das Babyphone geweckt. Herr Schnuffke plapperte „Papapapapapapa“ vor sich hin. Klar, wer da aufstehen und zu ihm gehen muss :)

Nach dem üblichen Samstagseinkauf fuhren wir zu meinen Eltern, um mit ihnen Jotts Geburtstag nachzufeiern. Während Herr Schnuffke gestern noch stark fremdelte und sich erst wieder an seine Großeltern gewöhnen musste, war dies heute kein Problem. Offenbar reicht die Erinnerung bis gestern zurück.

Vielleicht hat aber auch ein Greif-Rassel-Spielzeugdings beim Erinnern geholfen, dass er dort immer intensiv bespielt.

Während sich Jott, als wir wieder zu Hause waren, für einen Abend mit ihren Freundinnen aufhübschte, übten Herr Schnuffke und ich stehen und nicht-umfallen. Ich kann das inzwischen ganz gut, das Kind muss seine Fähigkeiten noch ausbauen. Er scheint den Dreh langsam raus zu haben und weiß, dass er die Arme zum Ausbalancieren ausstrecken kann und das er sich nicht erschrecken muss, wenn er ein wenig hin und her wippt.

Auch heute wieder große Freude während der Stehversuche. Überhaupt hat Herr Schnuffke seit zwei, drei Tagen sehr gute Laune, sogar das Wickeln am Abend geht einigermaßen gut über die Bühne. Am Abend lag Herr Schnuffke sogar ruhig da, was mich kurzzeitig irritierte („Wie jetzt, Kind, was ist los? Stimmt was nicht?“).

Herr Schnuffke hat ein neues Lieblingsspielzeug: (S)Eine elektronische Zahnbürste. Sie brummt und vibriert und kitzelt im Mund und am Rest des Körpers und vollbringt wahre Wunder beim Beruhigen des Kindes. Als er gestern auf dem Arm seiner Großmutter weinte und schrie, genügte es die Zahnbürste anzuschalten und ihm in die Hand zu geben, schon war Ruhe.

Schade, dass durch das häufige Zähneputzen der Reiz der Zahnbürste schnell verfliegen wird.

Während Jott außer Haus war, veranstalteten Herr Schnuffke und ich einen Männerabend. Musik lief nicht, zu trinken gab es Wasser, zu Essen ein paar Stullen und ’ne halbe Banane für jeden und um 20 Uhr war Feierabend für die Hälfte der Teilnehmer. Früher war das irgendwie anders.

„Irgendwann wird das Kind schon müde und hört auf“ ist ein sehr, sehr naiver Gedanke. Herr Schnuffke krabbelte nämlich während Jotts Aufhübschung neben seinen Stehübungen immer wieder zu Jott ins Bad. Unermüdlich und in einem Affenzahn.

Was schön war: Der Samstag.

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Journal Freitag, 15.4.2016

Bestimmte Teile von Köpenick gehören zu den zwölf Stadtquartieren, die der Senat ausbauen möchte. Zumindest das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Köpenick ist in guter Lage, wenn man- wie wir- in Köpenick wohnt, aber innerhalb des Ringbereichs arbeitet.
Ich bin gespannt, welche Bebauungskonzepte es geben wird- und ob auf diesen Gebieten tatsächlich bezahlbarer Wohnraum für Familien entstehen wird. Damit meine ich Vier- und Fünfzimmerwohnungen, die bei den meisten Neubauprojekten so gut wie nicht geplant und gebaut werden.

Die Gebiete in Pankow sehen auch interessant aus. Da sollten wir tatsächlich mal am Ball bleiben und immer mal wieder Infos einholen.

Auf Grund eines Arzttermins von Jott arbeitete ich heute von zu Hause aus. Keine Fahrerei, hurra! Als Jott dann weg war, ging ich mit Herrn Schnuffke einkaufen- nebenbei arbeiten ist nicht möglich, Herr Schnuffke würde am Stuhl stehen und an mir zerren- und wartete auf Jotts Rückkehr. Und wartete. Und wartete. Und bekam irgendwann die Meldung, dass sie auch wartete. Trotz Termin wurde sie nämlich nicht aufgerufen. Das war einerseits unschön für sie- wer wartet schon gern stundenlang beim Arzt-, andererseits auch für mich- ich hatte mit einer ungefähr 90-minütigen Arbeitspause gerechnet. Die wäre in Anbetracht des gestern begonnenen, sehr eiligen Projekts noch vertretbar gewesen, aber da eben nicht absehbar war wie lange sich diese Arbeitspause noch verlängern würde, musste ich umdisponieren (im Büro anrufen und Bescheid geben, damit jemand anderes aus dem Team kurzfristig einspringen konnte). Zum Glück war das problemlos möglich, da fiel mir tatsächlich ein Stein vom Herzen.

Irgendwann war Jott wieder zu Hause, aus anderthalb waren drei Stunden geworden. Die mussten dann natürlich Abends rangehangen werden, was aber in Anbetracht des späteren Tagesverlaufs kein Problem mehr war. Weil Jott nach ihrem Arztbesuch etwas stärker mitgenommen war als von uns beiden vorher angenommen, sprangen meine Eltern spontan als Kinderbetreuung ein, was mir dann ein sehr konzentriertes Arbeiten ermöglichte, Jott ein wenig Ruhe verschaffte und Herrn Schnuffke den ganzen Nachmittag auf Trab hielt.


(Großer Gedankenstrich)


MEIN BABY KANN STEHEN. Noch nicht super lange und es sieht auch noch sehr wackelig aus, aber: Herr Schnuffke steht. Er fällt nicht mehr sofort um, sondern hält das Gleichgewicht und setzt sich, wenn es ihm zu unheimlich wird, relativ elegant auf den Hintern oder geht in die Knie.
Ich war tatsächlich ein wenig ergriffen, als ich das gesehen habe. Quasi gestern war er noch ein kleines Etwas, das nur herumgetragen werden konnte und nur lag und mit einem Mal steht er und hangelt sich an allen möglichen Kanten entlang. Der Wahnsinn.

„Sie werden so schnell groß“- ich beginne, diesen Satz zu verstehen.

Christian schreibt voller Begeisterung über eine Band und die neue Platte (!), die er sehr gern hört. Und ich las diesen Beitrag unglaublich gern, wie ich alle Beiträge/ Werke gern lese/ höre/ anschaue in denen Menschen über etwas berichten, dass sie lieben.

Was schön war: Vieles. Das Herr Schnuffke stehen kann. Das es nach meinem Anruf im Büro hieß „Ist ok, kriegen wir hin“. Das meine Eltern unkompliziert aushelfen konnten. Das ich über einen längeren Zeitraum ruhig arbeiten konnte.

Guter Tag.

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Essensplan KW 15/16 2016

Tag Gericht
Samstag
Sonntag Sauerkrautsuppe nach Tim Mälzer
Montag Vegetarischer Bauerntopf
Dienstag Selbstgemachte Burger
Mittwoch Caprese-Auflauf mit Gnocchi
Donnerstag Burritos
Freitag Döner
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Journal Donnerstag, 14.4.2016

Hurra, wir haben einen KiTa-Platz! Jetzt auch mit Brief und Siegel.

Jott und ich waren heute Vormittag in der Mitte-KiTa, haben den Vertrag unterschrieben und uns noch Details zur Eingewöhnung angewöhnt. Je nach Urlaubsfreigabe für mich (die Eingewöhnung beginnt vor meiner Elternzeit) werde ich die komplette Eingewöhnung übernehmen können. Für Jott ist das leider nicht möglich, weil sie nach Beendigung ihrer Elternzeit wieder arbeiten geht und uns von einem Wechsel der Bezugsperson während der Eingewöhnung relativ eindringlich abgeraten wurde.
Nun heißt’s also Daumen drücken für eine Woche Urlaub für mich im Sommer.

Vor dem Termin arbeitete ich im Home Office und ärgerte mich über Apple-Geräte. Bei diversen MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modellen liegt eine sehr ominöse Fehlfunktion im USB-Port vor. Apple-USB-Tastaturen funktionen von heute auf morgen nicht mehr (die Tastatur ist nachweislich in Ordnung), wenn jedoch die Tastatur über ein USB-Verlängerungskabel angeschlossen wird, dann doch wieder. Die übliche Herangehensweise bei dieser Art von Problemen ist das Leeren/ Löschen/ Zurücksetzen von bestimmten Systemkomponenten, das brachte keinen Erfolg. Und auch der Einsatz eines USB-Verlängerungskabels nicht.
So saß ich denn wie so ein wildes Tier vor dem MacBook und musste auf der integrierten Tastatur herumtippen.

Immerhin habe ich scheinbar die Fehlerquelle gefunden: Über die Zeit leiern anscheinend die USB-Ports leicht aus, was zur Folge hat das die Kontakte nicht mehr richtig aufeinander sitzen. Ein leichtes Zusammendrücken des USB-Steckers soll das Problem wohl lösen.

Es ist schon erstaunlich: Auf dem billigsten Microsoft-Gerät ist mir so ein Fehler bislang nicht vorgekommen, aber auf schweineteuren Apple-Computern tritt er gehäuft auf.

Im Büro konnte ich an einer Microsite für einen unserer Kunden arbeiten. Ich hatte mir gewünscht, wieder etwas verstärkter Code schreiben zu können- das muss ich scheinbar im regelmäßigen Abstand machen, ansonsten nimmt der Orga-Projektmananger-Wasauchimmer-Kram überhand-, und diesem Wunsch wurde heute ganz spontan entsprochen. Das lief ungefähr so, dass ich einen Anruf erhielt, dass die Microsite morgen fertig sein muss und der Kunde heute noch einen Blick auf einen schon halbwegs vorzeigbaren Stand werfen wolle und das das eingetaktet werden müsse.

Wurde es, am späten Nachmittag erhielt der Kunde einen Zwischenstand, freute sich und sagte, dass er da morgen raufschaue. Sehr praktisch, so besteht morgen früh die Gelegenheit den Zwischenstand zu erweitern.

Was schön war: Das Unterschreiben des KiTa-Vertrags. Jetzt ist die Suche beendet und ab Sommer beginnt das große Abenteuer Kindergarten für uns.