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Journal Freitag, 4.3.2015

Was für ein supertolles Datum: Alle Zahlen von 0 bis 5 sind genau ein Mal vertreten.

Heute Home Office. Jott ist weiterhin krank, allerdings ist es wohl nicht der virale Infekt der rumgeht sondern eine Bronchitis. Ist aber eigentlich egal, der Effekt ist der selbe.

Für das Home Office musste ich nur ein mittelgroßes Drama durchstehen, bis es bewilligt wurde. So spontan (‚tschuldigung das sich Jotts Erkrankung nicht besser planen lässt) ist das ja immer schwierig (ja, und wenn man meine Mail vom Dienstag ignoriert ist ein erneutes Ansprechen am Donnerstag natürlich spontan). Herrje. Ich habe mich jedenfalls etwas aufregen müssen, konnte aber letztendlich doch heute von zu Hause arbeiten.

Weil ich nicht so schlau bin und aus solchen Erlebnissen lerne, dann sogar deutlich mehr als ich müsste. Ich lerns wohl nie.

Exkurs: Das ist mein dritter Agenturjob. Und obwohl die Arbeit theoretisch von jedem Ort der Welt mit halbwegs stabilen und schnellen Internetzugang erledigt werden könnte, habe ich es noch nie erlebt, dass Home Office oder ähnliches ohne großes Trara bewilligt wurde. Nee, ganz im Gegenteil, es wird strenger auf Anwesenheit geachtet als in den Großkonzernen/ Ministerien, an denen Bekannte und Verwandte arbeiten. Lediglich das Mehr-Arbeiten zu Hause, das ist dann ok und gern gesehen. Und Flexibilität dürfen die Angestellten zeigen, aber die Agentur, nee- das geht ja so nicht.

Home Office jedenfalls, weil eine KiTa-Besichtigung stattfand. Wir suchen weiterhin, am Horizont zeichnet sich aber schon ein sehr unvorhergesehener Hoffnungsschimmer ab. Am Vormittag gings also nach Friedrichshagen (nicht mehr im Kiez, nicht mehr im Viertel, und auch nicht mehr im selben Ortsteil), um Herrn Schnuffke und seine Eltern vorzustellen. Die KiTa war sehr sympathisch, die anwesenden Leute auch, Herr Schnuffke zeigte sich von seiner besten Seite und strahlte alles und jeden an und am Ende gelang es mir, bei der Verkündung unserer Wartelistennummer (#55) nicht zu schluchzen.

Naja. Mal abwarten.

Herr Schnuffke wurde auf ein Jahr geschätzt, die Überraschung bei der Verkündung seines Alters (acht Monate) war sehr groß.

Stehkind
Zu Hause krabbelte Herr Schnuffke durch die Wohnung, streichelte meine Beine beim Arbeiten, hangelte sich an Wäschekörben, Wäscheständern, Regalen, Couches und Tischen hoch, fiel mehrmals hin, rammte mit dem Kopf gegen ein Stuhlbein, zog sich eine dicke fette Beule zu, weinte und schluchzte und lachte fünf Minuten später schon wieder beim Herumalbern. Hach.

Mittlerweile krabbelt er allein auf der Suche nach Abenteuern durch die Wohnung und besuchte heute abwechselnd Jott und mich. Das war sehr niedlich.

Beim Wickeln heute habe ich gleich mein Smartphone rausgeholt und das Kind Videos gucken lassen. Funktionierte halbwegs gut und war entspannter als die letzten Male. Ich werd das beibehalten, dann hat Herr Schnuffke halt gewonnen. Aber wenn dadurch das Theater aufhört, nehme ich das gern in Kauf.

Neue Musik entdeckt.

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Journal Donnerstag, 3.3.2016

Herr Schnuffke bringt mich an meine Grenzen. Seit Tagen, ach was, WOCHEN, will er nicht mehr auf dem Rücken liegen. Lege ich ihn auf den Rücken auf die Wickelkommode, wendet er sich noch in der Luft zur Seite, sobald meine Hände weg sind dreht er sich und turnt herum. Ich habe alles, wirklich ALLES, probiert. Kein Spielzeug, kein zuvor noch so begehrter Gegenstand kann ihn vom Herumdrehen abhalten. Gut zureden bringt auch nichts, da freut er sich noch und gluckst und brabbelt zurück.

Ihn mit mehr oder weniger Druck auf dem Rücken halten bringe ich nicht übers Herz, zum einen weil ich das als eine (leichte) Form von Gewalt gegen das Kind empfinde und diese nicht anwenden möchte und zum anderen weil er damit sichtlich unglücklich ist und sich lautstark beschwert und eh wieder ausbüchst, sobald ich eine Hand entferne um die Windel anzubringen.

Das Wickeln und Anziehen zieht sich dadurch enorm, es nervt ungemein. Gerade Abends unter der Woche brauche ich das nicht, da hätte ich gern das Herr Schnuffke sich fix wickeln und anziehen lässt und wir das ganze schnell hinter uns bringen können. Mittlerweile kotzt mich die Umdreherei so dermaßen an das ich nur noch schreien könnte. Ich schaffs gerad so, einigermaßen ruhig zu bleiben und rufe zur Not Jott zu Hilfe, aber wenn es eine Sache gäbe die ich abstellen könnte wäre es die vermaledeite Herumdreherei. Selbst das nächtliche Umziehen ist ein Witz dagegen.

Gestern Abend war es so weit, dass ich Herrn Schnuffke das Smartphone mit laufenden YouTube-Videos hinhalten musste, während Jott ihn wickelte. Allein kamen wir nicht gegen ihn an. Aber das ist auch keine Lösung, weil ich dafür drei Arme bräuchte (ich habe leider nur zwei).

Ich hörte vor kurzem den Vergleich mit einem zappelnden Kraken den man in ein Einkaufsnetz bugsieren soll. So fühlt sich das gerade an.

Das schlimmste aber ist die Tatsache, dass ich Herrn Schnuffke nicht lange böse sein kann. Sobald er mich anstrahlt, putzige Babygeräusche macht, sich freut oder friedlich im Bettchen liegend schläft (das ist nach der Wickeltortur die beste Variante), ist er doch wieder ein ganz okayes Baby.
Sehr nervig.

Dussliges Baby.

Dussliger Paul.

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Journal Mittwoch, 2.3.2016

Es ist unglaublich wichtig, die Kinder möglichst frühzeitig bei der Hausarbeit miteinzubinden.
Hausarbeit mit Baby

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Journal Dienstag, 1.3.2016

Herr Schnuffke wachte um fünf Uhr auf, zog mit mir ins Wohnzimmer um, schlief unruhig (was zur Folge hatte, das ich die letzte Stunde auch nicht mehr wirklich einschlief), und wachte kurz nach dem Weckerklingeln auf. Meh.

Das neue Projekt, das ich betreue, ist etwas pflegeintensiv. Es existiert keinerlei Dokumentation (bitte hier ein genervtes Schnauben vorstellen, ungefähr so), ich muss mir aus vielen E-Mails die gewünschten Features/ die Fehlermeldungen heraus suchen und überprüfen, wie der Status dieser Features/ Fehlermeldungen ist. Ich mache aber das Beste daraus und probiere ein paar Dinge zur Projektorganisation aus.

Jott ist krank. So wie es aussieht, ist der virale Infekt, der halb Berlin lahmlegt, nun auch bei ihr angekommen. Heute Abend sah sie aus wie das Leiden Christi, so das ich sie eigentlich ohne Umwege hätte ins Bett schicken wollen. Leider funktioniert das auf Grund ihres Dickschädels nicht.

Den Abend mit der Suche nach Kinderspielzeug für Herrn Schnuffke verbracht. Sein Babyspielzeug langweilt ihn, und das für acht Monate alte Kinder empfohlene Spielzeug scheint mir auch etwas zu einfach zu sein. Jott zufolge hat er großes Interesse an Motorikschleifen, daher kaufte ich letztendlich diese und hoffe, dass er viel Freude damit hat. Ob er tatsächlich wie vorgesehen damit spielt, kann ich mir noch nicht vorstellen, dazu ist er motorisch eigentlich nicht in der Lage. Aber als Jott und er neulich bei Bekannten waren, hat er zumindest die Metallbahnen ganz fasziniert beknabbert.
Gucken wir mal.

Es gibt wirklich, wirklich schönes Holzspielzeug. Ich war kurz davor, mir diesen Regenbogen zu kaufen. Regenbogen fetzen ungemein und so wie es aussieht, geht damit so einiges.

Can’t find clit. Gold. Und der Kommentar, mit dem das Topic geschlossen wurde: This post has been locked due to the high amount of off-topic comments generated.. Doppelgold.

Pure Vernunft darf niemals siegen von Tocotronic auf tape.tv.

Ich find Tocotronic ja ganz oft schnarchig, aber das hier geht immer.

Neuen Kaffee gekauft. Ich probiere mich weiterhin durchs Sortiment von Coffee Circle und hoffe, irgendwann zwei Lieblingssorten zu entdecken mit denen ich das Kaffeeabo abschließen kann.