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Essensplan

Essensplan KW 40/41

Tag Gericht
Samstag
Sonntag Hähnchencurry
Montag Röstbrot mit Avocadocreme
Dienstag Paprika-Tomatensuppe mit Feta & Croutons
Mittwoch Bouletten mit Mischgemüse
Donnerstag Grillkäse mit Salat
Freitag Brokkoli-Kartoffel-Auflauf
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Journal Freitag, 2.10.2015

Freitag ist der Tag der Woche, an dem ich regelmäßig um 21 Uhr ins Bett fallen möchte. Es ist mir absolut schleierhaft, wie Menschen es schaffen gerade am Freitag Abend weg zu gehen und Party zu machen. Das könnte ich frühstens am Samstag. Wenn ich auf sowas Lust hätte.

Zur Feier des Tages haben Jott und ich ein romantisches Abendmenü gegönnt.

Man muss sich auch mal was gönnen.

Ein von Herr Paul (@herrpaul_) gepostetes Foto am

Jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich gehe schlafen.

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Journal Donnerstag, 1.10.2015

Nachts mit Monsterkopfschmerzen from hell aufgewacht. Leichte Panik, nach Einnahme einer Neuranidal wieder eingeschlafen. Am Morgen dann keine akuten Schmerzen mehr, aber den ganzen Tag schwer zu beschreibende Kopfschmerzen gehabt: Als sei das Gehirn zu klein für den Kopf und schwanke daher bei Bewegungen gegen die Schädelinnendecke. Eine weitere Neuranidal dämpfte die Beschwerden, gegen Abend verschwanden sie.
Den ganzen Tag Heißhunger gehabt, teils so schlimm dass ich gelegentlich sehr, sehr unleidlich wurde als gerade einmal nichts zu essen verfügbar war. Insgesamt gefressen wie ein Scheunendrescher.

Selbst leicht betäubt regt mich das Umsteigen am Ostkreuz noch auf. Ich mach drei Kreuze im Kalender, wenn die Bauarbeiten in den kommenden zwei Jahren beendet werden und das Elend hoffentlich, HOFFENTLICH ein Ende hat.

Montag einen Termin für ein erbetenes Feedbackgespräch mit dem Chef bekommen. Bis dahin wird mit Jott geübt, ich habe nämlich die nervige Angelegenheit in solchen Gespröchen alles anzusprechen außer den Punkten, die ich eigentlich sagen möchte.

Dank Vorarbeit im Laufe der Woche heute bereits um 16 Uhr nach Hause. Jott geht zum Rückbildungskurs, währenddessen betreue ich das Kind. Heute waren wir Einkaufen und haben gelernt, wie viele verschiedene Honigsorten für viel, viel Geld es bei Denns gibt. Das Kind ist allerdings noch nicht unbedingt kooperativ, meiner Bitte um das Zeigen einer günstigeren Honigsortenalternative kam es nicht nach so dass ich selbst die Augen aufhalten musste. Das müssen wir also noch üben.

Auf dem Weddinger Berg geht es um Langzeitstillen aus Sicht des Vaters.
Das finde ich interessant, da Herr Schnuffke gestillt wird und Jott und ich gerad nicht so recht wissen wie lange das so weitergehen kann. Prinzipiell finde ich Stillen gut, es gehört für mich als Mann ja auch nicht viel dazu- ich bin aus der Nummer raus. Das Kind probiert zwar gelegentlich in einem Anfall von Heißhunger, an allen möglichen und unmöglichen Stellen an mir zu saugen, ist mit dem Ergebnis aber in 100% der Fälle nach kurzer Zeit sehr, sehr unzufrieden (ich übrigens auch- da ich zu Knutschflecken neige, sehe ich danach aus wie ein Teenie mit erster Freundin).
Jedenfalls ist Stillen aus meiner naiven Weltsicht heraus die natürlichste Art, einen Säugling- die nicht ohne Grund so genannt werden- zu ernähren. Abgesehen davon ist ordentliche Nahrung für Jott günstiger als irgendwelche Fläschchen, womit wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ob die propagierten Vorteile des Stillens darüber hinaus den Tatsachen entsprechen, kann ich natürlich nicht beurteilen- da tun sich immerhin auch die Experten schwer- aber geprägt bin ich natürlich trotzdem davon. Und zu guter Letzt ist Stillen an sich eine recht einfache Sache: Brust raus, Baby ran, gluck gluck (dass das, gerade am Anfang der Stillkarriere, nicht so unbedingt stimmen muss, lassen wir mal ausgeklammert). Wenn es das nicht schon gäbe, würde es vermutlich von convenience foodistas erfunden werden.
Außerdem sollte ein weiterer Pro-Grund für das Stillen nicht vergessen werden: Die Chance, entblößte Brüste zu sehen, steigt stark an.

Die andere Seite der Medaille hab ich weiter oben schon kurz angerissen- ich bin da raus. Komplett. Bei einem der intimsten Dinge, die zwischen Eltern und Kind stattfinden, bin ich als Mann komplett weg vom Fenster. Das ist nicht zu ändern, wurmt mich aber trotzdem gelegentlich. Natürlich gefährdet Stillen weder meine Rolle als Vater noch als Mann, noch wird meine Beziehung zum Kind dadurch weniger herzlich. Mir geht es da vielmehr um das Gefühl, mich derzeit noch nicht in dem Maße wie Jott um Herrn Schnuffke kümmern zu können- und das find ich doof. Alles andere krieg ich mit ein bisschen Übung schon hin, das wird ja auch Frauen nicht in die Wiege gelegt, aber das von mir oben genannte natürliche Ernähren? Nope.

Daher freue ich mich darauf, wenn das Kind irgendwann auch andere Nahrung zu sich nimmt und bin, solange das nicht der Fall ist, trotzdem zufrieden. Von daher stimme ich aus ganzen Herzen mit Johnny überein*:

Und irgendwann kommt der Tag, an dem das Stillen vielleicht einfach aufhört. Weil die Mutter es entscheidet oder weil das Kind es so entschieden hat. Und ich? Ich bin dann immer noch Vater einer Tochter und wünsche mir, dass sie alles bekommt, was sie braucht. So einfach ist das.

* Abgesehen von der Tochter-Geschichte. Vielleicht bei den nächsten Kindern.